Der New Mobility Podcast von auto motor und sport
00:00:00: ,700 [Luca Leicht] Musik]
00:00:04: ,320 [Luca Leicht] MOVED, der New Mobility Podcast von Auto Motor und Sport.
00:00:12: ,600 [Luca Leicht] Hallo und herzlich willkommen zu MOVED, dem New Mobility Podcast von Auto Motor und Sport. Wir wollen heut über 'n Thema reden, das ich finde eigentlich eins der spannendsten und vielleicht auch eins der kompliziertesten Themen überhaupt ist, das sich Bahn bricht mit dem Hochlauf der Elektromobilität. Es geht nämlich um das Thema bidirektionales Laden. Und Kritiker werden ja nicht müde, Politiker, Stadtwerke, Netzbetreiber und all die anderen irgendwie zu blamen und zu sagen, ihr bremst das Thema aus und die großen Potenziale, die diese rollenden Speicher, also E-Autos eigentlich haben, die einfach gar nicht nutzen zu können. Ähm, und da geht's dann um die Technik und um die Chancen und um die Risiken und alles. Das haben wir hier im Podcast ja auch schon häufig besprochen. Allerdings ist mir aufgefallen bei der Recherche nach mehr als 230 Folgen Move-Podcast, dass wir noch nie mit einem dieser vermeintlich Schuldigen gesprochen haben, noch nie mit 'nem Netzbetreiber, der genau das jetzt vielleicht versucht. Und deshalb freue ich mich besonders, dass wir Maximiliane von Latta haben, die nämlich genau an diesem Thema arbeitet, ähm, bei Enercity. Und das Schöne ist, wie ich finde, das Vorgespräch hat es schon gezeigt, dass sie vielleicht gar nicht so 'n tradierten Energieversorgerblick da drauf hat. Liegt wahrscheinlich auch an ihrer Vergangenheit, aber das soll sie alles am besten selber erzählen. Deswegen hallo und herzlich willkommen, Maximiliane. Schön, dass du da bist und dir heute die Zeit nimmst für uns.
00:01:31: ,160 [Maximiliane von Butler] Herzlichen Dank für die Einladung, Luca.
00:01:34: ,800 [Luca Leicht] Magst du dich vielleicht zu Beginn selber vorstellen und dann kannst du vielleicht auch gleich mal fallen lassen, ob du dich eher in diese Bremserriege zählst, die bei dem bidirektionalen Laden ja so groß und breit, weit verbreitet sind oder wie du dich da einschätzt und siehst und was du bisher gemacht hast.
00:01:47: ,960 [Maximiliane von Butler] Okay, dann, ähm, gern kurz zu mir. Ich bin tatsächlich schon seit fast 20 Jahren in der Energiewirtschaft, äh, kenn sie aus vielen Perspektiven und war aber zehn Jahre in Start-ups. Diese Rolle gibt's auch in der Energiewirtschaft. Hab, äh, viel im Bereich Speicher gearbeitet, hab, äh, den dynamischen Tarif für Tibber nach Deutschland gebracht und freue mich jetzt seit zwei Jahren für einen klassischen Energieversorger zu arbeiten, die Enercity. Wir sind ansässig in Hannover, eines der größten zehn Versorger in Deutschland, glaub ich, und, ähm, haben sowohl Netz als auch die Lieferantenseite. Ich bin auf der Lieferantenseite zu verankern. Ähm, ja, und wir sind jetzt live seit ein paar Monaten mit unserem eigenen Testaufbau zum bidirektionalen Laden und ich freue mich, die Eindrücke heute mit dir zu teilen.
00:02:36: ,360 [Luca Leicht] Ja, das ist 'n spannender Punkt. Ihr habt ja selber, ähm, ein System aufgesetzt, bei dem ihr
00:02:43: ,180 [Luca Leicht] in 'nem gewissen Pilotcharakter, wenn ich's richtig verstanden hab, ähm, versucht, das Thema bidirektionales Laden anzubringen, aber in 'ner ganz besonderen Weise. Ähm, weil wir bestimmt später immer wieder auf das Projekt kommen. Vielleicht kannst du's kurz skizzieren. Worum geht's? Was ist es? Ähm, und was ist vielleicht auch die Besonderheit an eurem, an eurem Ansatz?
00:03:00: ,020 [Maximiliane von Butler] Also die Besonderheit ist, dass wir bereits 'ne große Flotte haben. Ähm, 75 ID.Buzz sind unter anderem in dieser Flotte, die sind bidirektional ladefähig und da lag es natürlich nahe, erst mal da die eigene Flotte, äh, zum bidirektionalen Laden zu bringen-
00:03:15: ,640 [Luca Leicht] Mhm
00:03:15: ,260 [Maximiliane von Butler] ... und das Ganze live zu setzen. Da sind wir jetzt dran seit 'n paar Monaten.
00:03:19: ,000 [Luca Leicht] Und, ähm, wie läuft es? Ist das, ähm, ein spezielles Thema, dass ihr das mit VW machen müsst, wollt, oder wie, wie hat sich das alles Bahn gebrochen am Ende?
00:03:28: ,060 [Maximiliane von Butler] Na ja, wollen, äh, die Entscheidung war längst gefällt, weil wir sehr gerne, äh, mit den VW ID.Buzz durch die Stadt fahren. Wir haben die Nutzfahrzeuge in unserem operativen Betrieb, sehr heterogen, ähm, im Einsatz. Wir sind Fernwärmeausbau aktiv, wir sind, wir haben Handwerksbetriebe, wir haben Wasserlabore sogar im, äh, in einem ID.Buzz verbaut. Ähm, das sind die beliebtesten Fahrzeuge in unserem Pool. Das war also schon gesetzt. Ich glaube auch nicht, dass die einge, ähm, dass die ursprünglich gekauft wurden aufgrund ihrer Fähigkeit, bidirektional zu laden. Das ist einfach jetzt 'n netter Nebeneffekt.
00:04:05: ,380 [Luca Leicht] Mhm. Ich mein, das ist ja bei den VWs ganz spannend, weil die ja relativ früh, ich mein schon vor vier Jahren in der, ich glaub, der ID.4 damals war das e-eines der ersten Autos, das dann offiziell zumindest mal irgendwie im, ähm, im Infotainment aufpoppte. Hier, ich glaub, Software 3.2 oder so was war's, nagel mich da bitte nicht fest, ähm, die dann sagte: "Und jetzt hier sind die Möglichkeiten, bidirektional zu laden." Alle waren so: "Ja, o-okay, schon. Das Auto kann das, aber
00:04:33: ,340 [Luca Leicht] wie?" Ich kann ja jetzt nicht irgendwie mein, d, ich kann ja dem Auto nicht sagen, schick jetzt mal Strom zu meinem Herd. Ähm, bei euch, wenn ich's richtig verstanden hab, ist's ja so aber auch, dass ihr versucht, gezielt das Thema Business anzusprechen, also auch gezielt Flotten und eben mit den ID.Buzz auch irgendwie, was im Nutzfahrzeugbereich ist und eben nicht die Dienstwagen im klassischen Sinne, die ja auch irgendwie 'n Businessmodell sind, die dann aber halt zu Hause bei den heimischen Wallbox stehen, sondern eure Wasserlabore, die ihr da auf vier Räder setzt, die sind wahrscheinlich irgendwie nicht in der privaten Tiefgarage ansässig dann über Nacht.
00:05:06: ,380 [Maximiliane von Butler] Also genau, Schritt für Schritt. Ähm, wir machen jetzt erst mal das, was, was pragmatisch funktioniert.
00:05:12: ,760 [Luca Leicht] Mhm.
00:05:12: ,820 [Maximiliane von Butler] Und das ist bei uns aufm Berg, aufm Parkplatz, ähm, mehrere Ladepunkte live zu setzen.
00:05:21: ,760 [Maximiliane von Butler] Das, äh, das ist einfach der Nat, dort wird unser Fuhrpark verwaltet.
00:05:24: ,220 [Luca Leicht] Mhm.
00:05:25: ,120 [Maximiliane von Butler] So. Wir haben auch Wagen, die starten aus der Fläche, teilweise auch von zu Hause. Die spielen jetzt erst mal in diesem, in der ersten Phase des Aufbaus keine Rolle. Also wir fokussieren uns jetzt auf diesen Parkplatz, ganz ähnlich wie Industrieparkplätze, sodass wir den klassischen Gewerbekunden nachbauen, der wir ja auch selber sind und, äh, diesen Kunden besser verstehen, um dann in die Produktentwicklung zu gehen.
00:05:50: ,984 [Luca Leicht] Dann, ähm, ihr habt das von null aufgesetzt. Jetzt kommt die spannende Frage am Ende: Was habt ihr jetzt alles machen müssen, damit diese ID.Buzz, die schon seit Anbeginn ihrer Produktionszeit bidirektional fähig sind, das tatsächlich bei euch machen können? Also was brauchst du da alles nebenNee, was brauchst du alles?
00:06:07: ,284 [Maximiliane von Butler] Du hattest vorhin die drei Zweier erwähnt von den Softwareständen. Also es wird jetzt hier, glaub ich, im Gespräch auch auffallen: Ich komm aus der Energiewirtschaft. Mein, meine Fachkenntnisse zur Automobilindustrie ist an der Stelle, ähm, nicht so tief wie, äh, wie im energiewirtschaftlichen Bereich. Die drei Zweier sind auf jeden Fall bei uns nicht im Versuchsaufbau mit drin. Alles ab der drei sechs.
00:06:27: ,344 [Luca Leicht] Mhm. Okay.
00:06:28: ,184 [Maximiliane von Butler] Die funktionieren. Und was wir gemacht haben, ist, wir haben Schritt eins nach dem gesucht, was fehlte, nämlich eine Ladesäule, die diesen Ladevorgang auch auslösen kann.
00:06:41: ,824 [Maximiliane von Butler] Ähm, da sind wir auf den Hersteller Ambibox getroffen. Die sind ja schon, ähm, kom-kompa-kompatibel mit VW.
00:06:48: ,704 [Maximiliane von Butler] Ähm, und parallel dazu haben wir dann als nächsten Schritt eine
00:06:54: ,304 [Maximiliane von Butler] – wie nennt man das – wahrscheinlich 'ne Softwareplattform selber gebaut und an ein virtuelles Kraftwerk angebunden, damit das Auto – am Anfang war's ein eins zu eins Aufbau – damit das eine Auto automatisiert aus dem virtuellen Kraftwerk lädt. Je nachdem, ob die Preise grade günstig oder teuer sind, wird dann das Auto be- oder entladen
00:07:20: ,824 [Maximiliane von Butler] und die Steuerung ist automatisiert aus dem virtuellen Kraftwerk. Also es sitzt niemand dahinter.
00:07:24: ,224 [Luca Leicht] Mhm.
00:07:25: ,904 [Maximiliane von Butler] Der Mensch kommt nur dann ins Spiel, wenn wir 'n Alert bekommen, dass irgendwas grad nicht funktioniert, was selten der Fall ist. Und dann stecken wir das Kabel wieder aus und neu ein, ähm, damit wir's wieder aktivieren. Das fällt noch unter Pilot.
00:07:37: ,404 [Luca Leicht] Okay, verstehe. Ähm, jetzt hast du das Thema virtuelles Kraftwerk angesprochen. Kannst du das vielleicht noch mal kurz erklären? Was steckt da dahinter und warum ist das so, so wichtig? Weil man hört ja auch immer wieder, dass diese E-Autos am Ende das virtuelle Kraftwerk sein sollen.
00:07:53: ,124 [Luca Leicht] Oder nicht?
00:07:55: ,524 [Maximiliane von Butler] Das stimmt. Also was,
00:07:58: ,504 [Maximiliane von Butler] stöhnt] wenn ich noch 'n bisschen, ich hatte vorhin kurz eingeschnitten, dass ich längere Zeit mit Speichern gearbeitet habe und man kann sich das, was wir jetzt in der, mit den E-Autos machen können, eigentlich so ähnlich vorstellen wie das, was man mit, mit Heimspeichern auch tun kann. Heimspeicher deswegen, weil es viele kleine sind. Ein einzelner Speicher ist zu klein, um zu handeln. Aber wenn man viele kleinere Speicher bündelt, dann kann man sie aggregieren und über die Aggregation an, ein, eine größere Einheit, eine virtuelle Kraftwerksscheibe sozusagen zusammenschließen, mit der man dann genauso handeln kann, an den identischen energiewirtschaftlichen Prozessen teilnehmen kann wie ein normales Kraftwerk.
00:08:39: ,244 [Luca Leicht] Mhm.
00:08:40: ,704 [Maximiliane von Butler] Und das hab ich in meiner beruflichen Laufbahn ungefähr vor, boah, jetzt schon fast zehn Jahre, sagen wir acht Jahre gemacht, damals für die Firma Son.
00:08:49: ,424 [Maximiliane von Butler] Ähm, wir haben damals auch Speicher aggregiert, sind mit denen damals in die Regelleistung gegangen und ähnlich kann man das jetzt mit den sogenannten aus Energiewirtschaftsperspektive genannten mobilen Speichern machen. Ein Energieversorger guckt auf E-Autos nicht als Auto, sondern als mobile Speichereinheit.
00:09:09: ,083 [Luca Leicht] Mhm.
00:09:10: ,363 [Maximiliane von Butler] Die können wir jetzt genauso bündeln und dann in die Vermarktung bringen. Ein einzelnes Auto ist dafür zu klein. Man kann erst ab null Komma eins MW handeln. Wir brauchen also grob zehn ID.Buzz für die tatsächliche Vermarktung von Energie. Das heißt, bis heute sind wir in 'ner Simulation und, ähm, langfristig das, was alle wollen, ist dann die tatsächliche Vermarktung.
00:09:33: ,904 [Luca Leicht] Okay. Ähm, weil du's jetzt schon angesprochen hast mit den verschiedenen Wegen, wie man in dieser Energiewirtschaft handeln kann. Ähm, für den Normalsterblichen, der Energiewirtschaft hört, für den ist das, da ist irgendwie 'n Kraftwerk, da dreht sich was, das macht Strom und dann kauft den jemand und das ist es. Ich durfte aber hier in vielen Folgen schon lernen, dass die Energiewirtschaft so 'n bisschen, bisschen komplexer ist und dass es so drei, vier mehr Handelsarten gibt, Stromarten, Energieversorgungsarten. Kannst du da mal vielleicht skizzieren, was sind denn so die relevantesten und auch in welche Bereiche würden oder in welchen Bereichen würden die E-Autos denn dann am, ja, am, am meisten liefern können? Und auch vielleicht auch warum.
00:10:14: ,984 [Maximiliane von Butler] Ja, das ist super schwierig, das zu sortieren, aber erst mal glaub ich, kommt man ganz gut durch, wenn man sich zwei Dimensionen merkt. Das eine ist der Markt, die Börse, kennt man vielleicht vom Aktienhandel. Da gibt es Notierungen, auf unterschiedlichen Märkten gehen die Preise hoch und runter. Das fasse ich unter Markt.
00:10:30: ,624 [Luca Leicht] Mhm.
00:10:31: ,064 [Maximiliane von Butler] Ob das jetzt der Spotmarkt ist, der Terminmarkt oder Intradayhandel, ist an der Stelle egal. Aber diese Marktkomponente ist dominant und die findet man auch bei Tarifgestaltungen wie dynamischen Tarifen wieder.
00:10:42: ,564 [Luca Leicht] Mhm.
00:10:42: ,544 [Maximiliane von Butler] Da gibt es kontinuierlich sich bewegende Preise und dann kann man sein Verbrauchsverhalten daran anpassen.
00:10:49: ,584 [Luca Leicht] Mhm.
00:10:49: ,704 [Maximiliane von Butler] Auf der anderen Seite, und das ist das, was immer wichtiger wird, gibt's das Netz.
00:10:53: ,514 [Luca Leicht] Mhm.
00:10:54: ,474 [Maximiliane von Butler] Das Netz hat ja die Rolle für uns, die Versorgungssicherheit herzustellen. Ja, wir alle wollen kein Blackout, wir alle wollen, ähm, wenig Schwankungen. Wir brauchen das für, wir brauchen die, die Sicherheit, mehr Strom beziehen zu können, dann auch der Netzausbau. Und da sind die, die Regeln andere. Das ist vielleicht auch der Bereich, der in diesem ganzen Themenbereich einfach noch 'ne, 'ne andere Historie hat. Da geht's so, da ist einfach, da sind Kabel verbaut. Da ist man nicht so dynamisch. Da sind die Kabel manchmal auch an den Orten verbaut, wo man sie heute nicht mehr braucht und an den Orten, wo man sie heute braucht, sind sie noch nicht. Und diese Physik kann man auch ergänzen.
00:11:37: ,004 [Maximiliane von Butler] Ich nenn das locker Instrumentenkasten für Netzbetreiber. Die können auch Anreize setzen, damit man sich sogenannt netzdienlich verhält.
00:11:47: ,272 [Maximiliane von Butler] Und ein Speicher kann das. Der kann sich zum Beispiel nach, was wir heute haben, modulare Netzentgelten richten. Also wenn es Stunden gibt, in denen das Netz gerne mehr genutzt werden will und vergleichsweise Stunden gibt, in denen das Netz nicht so viel von genutzt werden möchte, weil bereits so viele Verbraucher aktiv sind, dann können die Netzentgelte gestaffelt werden. Es gibt also Zeiten, da gibt's hohe oder günstige Netzentgelte. Und daran kann man seinen Verbrauch auch anpassen.Und in sofern, wenn du sagst, bitte sortier mir das, dann würd ich sagen, es gibt einmal Markt und es gibt Netz und beide Seiten setzen ganz unterschiedliche Anreize,
00:12:23: ,932 [Maximiliane von Butler] von denen ich, wenn ich mich danach richte, profitieren kann.
00:12:26: ,232 [Luca Leicht] Verstehe. Und, ähm, die Autos wären dann tatsächlich nicht mal so relevant, um, ähm, jetzt als Pufferspeicher zu dienen? Oder ist dann genau das dies, dies, diese Mischung, um dann da, wenn's billig ist, weil für viele geht, glaub ich, da rein mit, wenn mittags im Sommer die Sonne reinknallt, dann kostet die Kilowattstunde, die einzelne, wenig, weil das Solarpaneel halt voll in der Sonne steht, der Wind vielleicht grade pustet und dann einfach viel Strom da ist und deswegen der Preis runtergeht. Aber dabei müssten doch dann dort die Netzentgelte wahnsinnig hoch sein, weil ja die Infrastruktur stark belastet wird. Oder ist das so nicht?
00:13:07: ,592 [Maximiliane von Butler] Ähm, ich hatte erwähnt, dass wir auf der Netzseite einfach, äh,
00:13:14: ,732 [Maximiliane von Butler] ja, dass vieles historisch gewachsen ist und sich da auch viel verlagert zurzeit. Ähm, ob, ob die jeweiligen
00:13:23: ,962 [Maximiliane von Butler] S..., Spitzen im Netz wirklich jedes Netz deutschlandweit belasten, das kann ich dir nicht beantworten. Wir haben über 700 Netzbetreiber und die haben alle völlig unterschiedliche Voraussetzungen. Manche sind städtisch, andere sind ländlich. Ähm, es gibt welche mit modernerer und, ähm, älterer Technik. Es gibt Regionen, die sind sehr stark von dem Zubau Erneuerbarer betroffen, andere weniger. Und genauso differenziert musst du dann auch die, die Herausforderungen betrachten. Was aber derzeit alle Netzbetreiber machen,
00:13:55: ,612 [Maximiliane von Butler] so zumindest meine Einschätzung ist, dass sie sich sozusagen digitale Zwillinge aufbauen, um das Netz einmal zu spiegeln und zu verstehen, was passiert denn da jeweils. Und wenn diese Hausaufgaben gemacht sind, dann können sie, glaub ich, auch viel leichter, ähm, ableiten, was bedeutet die jeweilige Lastspitze für das Netz, nicht nur den einzelnen Anschlusspunkt, sondern gesamt für das Netz. Und wie kann ich dann, ähm, Anreize setzen, dass der Kunde sich netzdienlich verhält. Und das wird, es gibt derzeit auch eine größere Netzentgeltreform. Wenn man mal den Namen Agnes googelt, dann sieht man, dass sich da das Netz in der Logik vielleicht auch anders ausrichten wird in noch gar nicht so langer Zeit, vielleicht in 2029.
00:14:36: ,272 [Maximiliane von Butler] Und da könnten sich dann solche Bepreisungen auch noch stärker ändern, als es heute der Fall ist.
00:14:41: ,152 [Luca Leicht] Weil du gerade Agnes sagst, kannst du kurz skizzieren, was da tatsächlich so als, als Ideen im Raum sind, die da möglich wären, die vielleicht auch sinnvoll wären
00:14:50: ,251 [Luca Leicht] in deinen Augen?
00:14:51: ,612 [Maximiliane von Butler] Also ich glaube, das, was du angesprochen hast, dass die tatsächliche Belastung des Netzes auch zeitlich über den Tag und regional, ähm, ge-gespiegelt werden kann über wahrscheinlich Netzentgelte, Dynamiken, dynamische Netzentgelte. Ähm, ich glaub, in diese Richtung
00:15:06: ,612 [Maximiliane von Butler] sollte es gehen, ähm, aber das ist ein längerer Prozess, ne. Das läuft über die Bundesnetzagentur. Da laufen derzeit viele Gespräche, da gibt's extrem viel zu beachten. Ich steck da nicht so tief drin und ich bin ja auch nicht bei dem, trotz meiner Rolle beim Energieversorger bin ich nicht auf der Netzseite. Also ich bin hier Nehmer und nicht Geber. Ich bin davon, auch davon abhängig, dass, äh, unser Ladepark angeschlossen wird. Ich kann das nicht bestimmen.
00:15:31: ,852 [Luca Leicht] Ja, das ist, glaub ich, auch immer das ganz, das, das Kuriose in, in diesen ganzen Gesprächen, weil das dann immer in Anführungszeichen das gleiche Logo ist und man immer den Eindruck hat, das ist doch alles der gleiche Laden und ist es vielleicht auch irgendwie,
00:15:47: ,872 [Luca Leicht] aber die müssen wahrscheinlich auch rechtlich vermutlich allein inna-inhaltlich getrennt sein und getrennt arbeiten, weil sonst natürlich auch irgendwelche Monopolinteressen und sonst irgendwas ins, ins Spiel kommen. Deswegen find, find ich's ganz schön, wie du's auch sagst: Ich bin, ich bin Leistungsempfänger und nicht der, der die Infrastruktur baut. Und deswegen hab ich natürlich 'n anderen Wunsch, andere Ideen und andere Ansprüche als die Leute, die das Kupfer in die Erde legen oder irgendwie zwi-zwischen den Stro..., zwischen den Strommasten hängen. Ähm,
00:16:13: ,572 [Luca Leicht] aber-
00:16:13: ,151 [Maximiliane von Butler] Ja, das war ungefähr zu meiner Zeit, als ich ins Berufsleben eingestiegen bin, dass das Unbundling stattgefunden hat. Unbundling hieß, ähm, war der Begriff für sozusagen die Trennung dieser, dieser Unternehmen. Ich weiß nicht mehr genau, was die Grenze war, ob das damals schon 100.000 Kunden waren, aber ganz kleine Stadtwerke sind nicht unbundled, mussten sich nicht unbundlen, aber alles, was mittelgroß war, äh, musste ganz klar trennen, damit es da auch ke-keine Diskriminierung gibt. Ähm, soll ja jeder Zugang zum Netz haben. Kannst ja nicht deinen eigenen Lieferanten bevorzugen.
00:16:43: ,502 [Luca Leicht] Das war ja auch quasi die Vorbereitung dafür, dass wir heute diese Vielfalt an, ähm, Energieversorgern oder, oder Stromlieferanten haben. Wenn wir jetzt aber wieder aufs, aufs Elektroauto gucken, ähm, und ihr habt euer Projekt ja schon 'n bisschen am Laufen: Was ist denn das, was ihr beim bidirektionalen Laden, bevor's lief, gesehen habt, was sind denn die großen Schwierigkeiten? Wir sind ja hier im Podcast häufig damit beschäftigt gewesen schon, die Schwierigkeiten des birek, äh, bidirektionalen Ladens zu skizzieren. Deswegen würde mich mal interessieren, wenn's jetzt bei euch läuft, was waren denn bei euch die Schwierigkeiten?
00:17:16: ,792 [Maximiliane von Butler] Also bidirektionales Laden ist komplett am Anfang, ne. Das, ähm, das merkt man ja auch an a) den wenigen Produkten, die es derzeit gibt und dann aber auch die, die starken Restriktionen. Also es gibt dann das eine Auto, das mit der einen Wallbox sprechen kann. Das ist alles noch,
00:17:35: ,172 [Maximiliane von Butler] ja, noch nicht so sehr interoperabel, also quasi gar nicht.
00:17:39: ,052 [Luca Leicht] lacht] Na, ich glaub, also-
00:17:41: ,652 [Maximiliane von Butler] Da, da fängt's aber normalerweise an. Diese Herausforderung hatten wir nicht in unserem Fuhrpark, weil wir das Glück hatten, dass es 'ne Interoperabilität zu 'nem Ladesäulenhersteller gibt, der Ambox, die ich schon erwähnt hatte. Ich glaub, die waren auch mal bei euch im Podcast.
00:17:53: ,512 [Luca Leicht] Ja, der Manfred war da. Ich, ähm, häng ihn in die Show Notes dann.
00:17:57: ,192 [Maximiliane von Butler] Ich glaub, grob 'n Jahr her oder so.
00:17:59: ,232 [Luca Leicht] Ja, ziemlich genau. Müsste 'n Jahr her sein, aber wir, wir hatten, wie gesagt, schon, schon einige. Wir hatten, ähm, mit der Transit BW, ich glaub, das war Folge 95 oder so was, vier Jahre her, glaub ich. Wir hatten mit Manfred, ähm, ähm, Markus Fendt gesprochen, ähm, von, äh, dem Mobility House und immer wieder unterschiedliche, äh, Aspekte. Deswegen find ich's sehr schön, dass wir das heute hier auch machen können. Und die Ambox kann, glaub ich, auchFord müssten die auch können, wobei das VW-mäßig die gleiche Plattform dann ist, wenn man so will.
00:18:28: ,822 [Maximiliane von Butler] Ford und VW.
00:18:30: ,352 [Maximiliane von Butler] So viel hab ich jetzt gelernt. Thema ist so. Also das heißt, wir konnten 'n Haufen Hürden, den andere hatten, überspringen. Die Flotte ist da, die Kompatibilität ist gegeben für diesen Ladesäulenhersteller. Und, äh, was wir ja auch haben, ist, ähm, Erfahrungen mit sozusagen Vehicle One Grid anstelle von Two Grid, weil wir, ähm, mit unserer Smart Laden App bereits dem Endkunden anbieten, dass sie ihr Ladeverhalten steuern lassen, je nachdem, wann die Preise günstig sind. Also jetzt mal noch nicht beim Bidi-Laden, sondern beim unidirektionalen Laden kannst du ja auch heute schon deinen Ladezeitpunkt verlagern, wenn du 'n dynamischen Tarif nutzt und sagst, ich möcht in den Zeiten laden, in denen es günstig ist und ich hab 'ne mögliche Ladezeit, sagen wir von über Nacht zwölf Stunden. Ich brauch aber nur zwei Stunden, um den Akku aufzufüllen. Also dann leg mir doch bitte diese zwei Stunden Ladezeit in die Stunden, die günstig sind. So, das ist die Basistechnologie,
00:19:30: ,152 [Maximiliane von Butler] dass man die Last verschiebt. Und das, das nenn ich unidirektionales Laden. Da sind, das, das ist live bei uns, ähm, für B2C.
00:19:39: ,052 [Maximiliane von Butler] Und diese Technologie konnten wir weiterentwickeln und sagen, so, dann entwickeln wir sie halt in zwei Richtungen und machen das Ganze bidirektional, sodass ich
00:19:49: ,352 [Maximiliane von Butler] nicht nur davon profitiere, den Ladezeitpunkt zu vele, verlegen, sondern zusätzlich davon profitiere, in den Stunden, in denen mein Auto wie ein Speicher agiert, zu sagen, ich mach jetzt auch Arbitragehandel. Das heißt, ich speise wieder ein, wenn die Preise hoch sind und entnehme dann erneut Strom in den Phasen, in denen es günstig ist.
00:20:08: ,472 [Luca Leicht] Mhm. Okay, dann, dann fungier ich quasi wie so 'n, dann bin ich dieser Pufferspeicher, von dem ich, äh, vorher gesprochen hatte. Okay. Ähm, weil du das grade angesprochen hast, dieses, äh, unidirektionale und netzdienliche Laden und da ihr das schon euren Kunden anbietet,
00:20:25: ,532 [Luca Leicht] machen die das wirklich? Oder ist da das, was ja viel gesprochen wird bei den Autofahrern und, und wenn man sich sonst auch Kommentarspalten durch, äh, geht mit, ich möchte ja immer, dass mein Auto vollgeladen ist, weil ich möchte ja immer die Möglichkeit haben, nachts um drei, wenn Tante Erna anruft, dann loseilen zu können und dann soll mein Akku doch aber nicht leer sein. Ähm, nutzen die Kunden das oder sind die da s, eher zurückhaltend,
00:20:50: ,832 [Luca Leicht] was diese, diese Verzögerungstaktiken dann auch angeht beim Laden?
00:20:55: ,072 [Maximiliane von Butler] Also du sprichst jetzt von deutschen Kunden, ne. Ich hab, ähm-
00:20:59: ,712 [Luca Leicht] Tibber ist ja dein, dein, deine alte Heimat, ähm, ja genau.
00:21:03: ,132 [Maximiliane von Butler] Genau, deswegen, deswegen wollt ich das erwähnen. Also Tibber ist, wenn ich kurz den Exkurs mir erlauben darf, äh, Tibber ist 'n Unternehmen, das sehr stark aus, äh, in den Nordics gewachsen ist, kommt ursprünglich aus Norwegen und Schweden.
00:21:16: ,652 [Maximiliane von Butler] Wenn ich mich nicht irre, werden jetzt in Norwegen nur noch E-Autos zugelassen. Das heißt, was für uns Neuland ist, ist für die
00:21:23: ,952 [Maximiliane von Butler] bereits Gewohnheit und dort ist sowohl das Nutzen von dynamischen Tarifen als auch die Aktivierung von Smart Laden auch Standard. Es ist ja weitestgehend risikofrei, weil ja jeder Kunde seine Präferenzen einstellen kann. Also wenn ich sage, ich hab jetzt irgendwie 'n Mindestladeleistung, die möcht ich einfach fix hinterlegt haben, dann grenz ich einfach nur den Optimierungszei, äh, raum ein, aber ich hab die Sicherheit, mein Auto ist immer 60 % geladen. Also ich kann ja in der App eingeben, ich möcht nicht drunter.
00:21:53: ,712 [Maximiliane von Butler] Kann's auch im Auto im Cockpit eingeben, ich möchte nicht weniger als das. Das heißt, die Sicherheit loszufahren, äh, die gibt's. Bei uns ist die Basiseinstellung, wenn man nichts eingibt, mindestens 20 %. Wir werden's nie stärker entladen und auch max. 80 %. Wir werden's nicht höher beladen. Und, ähm, wenn man das eingestellt hat, hat man, ja, dann, dann hat man die Kontrolle so.
00:22:15: ,372 [Luca Leicht] Mhm. Und-
00:22:17: ,771 [Maximiliane von Butler] Hat das deine Frage beantwortet oder gab's da noch was, was ich-
00:22:19: ,962 [Luca Leicht] Aus den Nordics heraus verstanden, aber für die deutschen Kunden, wie wird das da angenommen?
00:22:23: ,032 [Maximiliane von Butler] Du hattest nach Akzeptanz gefragt.
00:22:25: ,412 [Luca Leicht] Genau, so wie, wie, wie ne-nehmen die das an? Wollen die das? Oder ist das mehr so 'n, wir haben's mal angeboten, aber warten noch auf Kunden.
00:22:31: ,621 [Maximiliane von Butler] Ja, da, da komm ich jetzt dann doch auf meine ungeliebte Schwachstelle in der Energiewirtschaft zu sprechen. Um dynamische Tarife zu nutzen und um das Ganze zu aktivieren,
00:22:40: ,112 [Maximiliane von Butler] spielt nicht nur der Wille des Kunden 'ne Rolle, sondern leider auch die Machbarkeit und dann sind wir beim Smart Meter. Das ist ja mittlerweile rauf und runter in der Presse, aber das ist schon 'n relevantes Element, weil ohne Smart Meter kann das derzeit nicht abgerechnet werden. Das heißt, was muss der Kunde tun, wenn er interessiert ist an dem Produkt, wenn er die Funktion nutzen möchte?
00:23:02: ,732 [Maximiliane von Butler] Er muss zusätzlich einen Smart Meter beantragen und das ist heterogen in Deutschland, wie das bearbeitet wird. Also was können wir da jetzt derzeit verbessern? Was können wir nicht verbessern? Die, die Gegebenheiten vor Ort, Luca, die können wir nicht verbessern. Was wir aber verbessern können, ist, ähm, die Möglichkeit, Kunden zu,
00:23:21: ,832 [Maximiliane von Butler] zu bieten, an überhaupt, ähm, Smart Meter ranzukommen. Es gibt die grundzuständigen Messbetreiber, die wären eigentlich dein Adressat. Und wenn die nicht agieren, dann geht das an wettbewerbliche Messstellenbetreiber. Wenn man auf die Plattform Smart Meter Now geht. Also stell dir vor, du bist jemand, der möcht gern Smart Meter und dein Netzbetreiber antwortet nicht oder du weißt nicht, an wen du dich wenden sollst, dann gehst du auf Smart Meter Now und, ähm, registrierst dich dort. Dann wird, dann wird dein Interesse und deine Bestellung eines Smart Meters an den grundzuständigen Netzbetreiber weitergeleitet. Und wenn der nicht antwortet, dann geht es an den wettbewerblichen Messstellenbetreiber. Vielleicht ist der dann auch 'n bisschen kreativer, Lösungen für deinen Gewölbekeller zu finden.
00:23:59: ,112 [Luca Leicht] Es funktioniert bei euch jetzt. Was sind denn eure Erfahrungen beim bidirektionalen Laden, die ihr bis jetzt geschafft habt? Gibt's irgendwelche coolen Kennzahlen, ihr sagts, wir haben jetzt, ähm, ich weiß nicht wie viel tausend Kilowattstunden schon verschoben oder auch nicht, ähm, bei denen du sagst, das sind-
00:24:14: ,076 [Maximiliane von Butler] Nee, ne, ne, genau, deswegen ich, ich bin jetzt vorsichtig mit dem, es funktioniert schon, kann ich dir vielleicht in 'n paar Monaten beantworten. Ich hab gesagt, w-w-wir machen, wir setzen's grade live so. Was wir jetzt gemacht haben, ist, das, das eine Auto aus 'm virtuellen Kraftwerk zu steuern. Das war für mich wichtig, weil ich einfach wissen wollte, reagiert ei, die Autobatterie über das SetupAlso Steuerung über die Ladesäule auch wirklich wie ein Speicher. Ich kannte das nur von PowerPoint-Folien und von irgendwelchen Forschungsprojekten, aber das sind ja immer künstliche Umgebungen.
00:24:43: ,536 [Luca Leicht] Ja.
00:24:43: ,286 [Maximiliane von Butler] Das heißt, wir haben das einmal nachgebaut und da kann ich sagen: Ja, das reagiert wirklich in Sekunden und die brauche ich in dem Fall gar nicht. Fünfzehn Minuten reichen mir, aber ich kann automatisiert, ähm,
00:24:57: ,456 [Maximiliane von Butler] Fahrpläne für das Auto hinterlegen und auch überschreiben lassen und das Auto reagiert dementsprechend.
00:25:04: ,856 [Luca Leicht] Mhm.
00:25:04: ,176 [Maximiliane von Butler] Das ist wichtig für die Vermarktung und wenn man Zusatzerlöse mit dem bidirektionalen Laden generieren will. Und das lassen wir laufen jetzt, ich glaube, es ist live seit Oktober, November und seitdem stabil. Jetzt der zweite Schritt ist, das Ganze
00:25:19: ,056 [Maximiliane von Butler] ordentlich so anzuschließen, dass es abrechenbar wird. Und du merkst doch an der, an der Wahl der Vok, des Vokabulars, da gibt's 'n paar Hürden.
00:25:30: ,036 [Maximiliane von Butler] Ähm, das, die sind regulatorischer Natur und da hat sich jetzt in, Ende letzten Jahres, äh,
00:25:38: ,395 [Maximiliane von Butler] haben wir Rückenwind bekommen. Es gibt 'ne Anpassung im EnWG, die erst mal geklärt hat, auch mobile Speicher sind Speicher.
00:25:45: ,956 [Luca Leicht] Mhm.
00:25:45: ,815 [Maximiliane von Butler] Also das, was ich eingangs erwähnt hatte. Die Autos sind einfach komplizierter als die stationären Speicher. Die fahren rum, die sind nur manchmal da. Was machen wir mit denen? Und dafür hatte die Regulatorik einfach gar keine Regeln.
00:25:56: ,216 [Luca Leicht] Mhm.
00:25:57: ,736 [Maximiliane von Butler] Jetzt gibt's sozusagen die Annäherung, behandelt die wie 'n stationärer Speicher, also wie den normalen Speicher. Jetzt kommt's: Aber trotzdem müssen die Logiken, wie man das jetzt genau abrechnet, noch festgelegt werden. Derzeit läuft 'n Festlegungsverfahren bei der Bundesnetzagentur. Das nennt sich MiSPEL. Ich hoffe, dass wir der Trittbrettfahrer werden. Warum Trittbrettfahrer? MiSPEL können, kümmert sich eigentlich um so erneuerbare Einspeiser, also PV-Anlagen und, ähm, dass Haushalte, die Speicher und 'ne PV-Anlage haben, nicht ihre, äh, die EG oder die EG-Vergütung verlieren, ähm, wenn sie den Speicher auch für netzdienliche Leistungen nutzen wollen. Das war alles 'n bisschen kompliziert. Das brauchen wir nicht breit treten, aber das wird aufgelöst mit der MiSPEL-Festlegung. Und wenn sie das einmal aufgelöst haben, wenn da 'ne Logik dahinter ist und wenn man davon ausgeht, dass die bidirektionalen Speicher, gen, also die Autospeicher genauso sind wie die stationären Speicher, dann, ähm, sollte es dafür Logiken geben in wenigen Wochen, wenn nicht Monaten-
00:26:59: ,056 [Luca Leicht] Mhm
00:27:00: ,036 [Maximiliane von Butler] ... die spätestens dann zum 01.01.27 zur Anwendung kommen. Darauf hoffen wir.
00:27:05: ,976 [Maximiliane von Butler] Und dann würde ich sagen, sind wir auch live. Jetzt sind wir noch in der Grauzone [lacht] und in Vorbereitung.
00:27:10: ,776 [Luca Leicht] So in intern live, extern noch 'n so bisschen nur, äh, sozusagen.
00:27:14: ,676 [Maximiliane von Butler] Ja, ich meine, ich hatte ja auch erwähnt, wir müssen das Ganze ja erst mal größer aufziehen, ne. Ich will ja tatsächlich handeln. Ich will's nicht nur simulieren.
00:27:20: ,016 [Luca Leicht] Mhm.
00:27:21: ,956 [Maximiliane von Butler] Und deswegen brauchen wir einfach mehr von den Autos. Eins genügt da nicht. Und es ist auch noch mal 'ne andere, 'ne andere Logik, ob du Autos mit unterschiedlichen Softwareständen hast, die du bündelst oder ob alles einheitlich ist. Also diese erwähnte Aggregation, die muss jetzt im nächsten Schritt live gesetzt werden in Kombination mit diesem Messkonzept.
00:27:41: ,736 [Luca Leicht] Ähm, weil du jetzt gesagt hast, es ist alles bisschen schwierig, man muss es langsam angehen. Ähm, wieso ist es denn so schwierig, auch das Abrechnungssystem dahinter zu setzen? Ähm, bei mir kommen grad ganz viele Fragen hoch: Warum überhaupt, wenn die Regulatorik es nicht vorsah, dass es mobile Speicher gibt, wieso haben die dann da reingeschrieben, dass der feststehen muss? Also w-was sind da denn tatsächlich diese Dreh- und Angelpunkte, wenn ich weiß, dass, dass da Rollen dran sein können, dann werd ich ja vermutlich nicht reinschreiben, dass er 'ne Adresse braucht oder irgendwie so was. Oder, oder eben genau doch.
00:28:16: ,596 [Maximiliane von Butler] Aber wenn ich noch mal drei Schritte zurückgehen kann, ähm,
00:28:20: ,786 [Maximiliane von Butler] dann kommen wir
00:28:21: ,696 [Maximiliane von Butler] aus 'ner Zeit, in der es sozusagen Speicher im Strom gar nicht gab. Also als, als ich angefangen hab, in der Energiewirtschaft zu arbeiten, da konnte man Gas speichern.
00:28:30: ,116 [Luca Leicht] Ja, und, und Wasser vielleicht noch als so, so Pumpspeicher-Kram, so was.
00:28:34: ,256 [Maximiliane von Butler] Genau, Pumpspeicherkraftwerke. Also das sozusagen physikalisch, das Wasser hochzupumpen, um's dann wieder runterz, genau, das war's.
00:28:40: ,096 [Luca Leicht] Lagerenergie. Wir haben ja alle das achte Klasse Physik, ja.
00:28:43: ,236 [Maximiliane von Butler] Ja.
00:28:44: ,676 [Maximiliane von Butler] Aber dass jetzt Speicher so in der Masse auf allen Netzebenen in den Markt kommen und damit Akteure in dem Markt sind, die sowohl Verbraucher als auch Erzeuger sind-
00:28:56: ,716 [Luca Leicht] Mhm
00:28:57: ,436 [Maximiliane von Butler] ... und man eigentlich dann beide Regelungen anwenden muss auf diese Einheiten, sowohl die für Verbraucher als auch die für Erzeuger. Und das vielleicht effizient und sinnvoll denken muss, das ist, da müssen die Gesetze wirklich umgeschrieben werden. Und dazu gehört ja auch noch mal zurück zum Netz und zur Versorgungssicherheit. Unsere Erwartung ist, unser Energiesystem soll stabil und zuverlässig sein. Das heißt, es ist ja auch logisch, dass man dann als Netzbetreiber 'n bissl Wuss, bisschen darüber wissen muss, wer entnimmt eigentlich wann Strom und wer speist wann Strom ein, um das Ganze zu steuern.
00:29:30: ,576 [Luca Leicht] Mhm.
00:29:31: ,236 [Maximiliane von Butler] Um diese Stabilität zu gewährleisten. Und da nähern wir uns grade Schritt für Schritt an. Das heißt, auch im Bereich Speicher gibt es derzeit mehrere Anpassungen. Deswegen hab ich auch die Agnes-Reform erwähnt. Da wird, da wird sich in den nächsten zwei, drei Jahren noch was tun. Dann sind diese Rollen eindeutig definiert und auch eindeutig definiert: Wie, wie finanzierst du den Anschluss? Äh, wie konzeptionierst du die mit Netzentgelte? Wo gibt's da die ... Das ist ja alles grade so 'n Stückwerk und irgendwie völlig uneinheitlich. Und dann ist halt sozusagen bidirektionales Laden in der Komplexität noch mal so eine Schippe obendrauf. Das,
00:30:08: ,616 [Maximiliane von Butler] das, das, das wird messy. [lacht] Also ich hab dafür grade keine Fachbegriffe. Ich kann das total verstehen, dass wir sozusagen da immer wieder rumschrauben am selben Gesetzeswerk, das ursprünglich für was ganz anderes geschaffen wurde, nämlich für zwei getrennte Welten.
00:30:24: ,796 [Luca Leicht] Mhm.
00:30:24: ,496 [Maximiliane von Butler] Irgendwann kommt man da halt an 'ne Grenze und muss das Ganze konzeptionell klarer und neu denken und ich glaub, da sind sie grade mittendrin. Und jetzt ist bidirektionales Laden in so 'ner Zwischenphase, weil die Automobilindustrie ist ready, wir alle wollen das. Die, äh, Ladesäulenhersteller haben ihren Job gemacht. Also die Technik ist jetzt da.Und die Regulatorik sitzt da drin und sagt: „Mist, jetzt lass doch noch zwei, drei Jahre warten. Wir machen, wir, wir, wir räumen doch grad den Schreibtisch auf." [lacht] Und, äh, das, ja, ich glaube, da sind wir mittendrin und jetzt gibt's halt einige, die sagen, so auch wir und auch viele Branchenbegleiter: „Wie?
00:31:01: ,416 [Maximiliane von Butler] Bitte, wir sind jetzt grade kurz vorm Ziel. Es muss dieser letzte Schritt noch getan werden. Ermöglicht uns das doch bitte", denn der Hochlauf, der wird ja langsam sein. Am Schluss muss es immer wieder einem Prinzip folgen: Der Hausanschluss braucht das rich, den richtigen Zähler, das richtige Messkonzept, das Auto braucht 'ne dazugehörige Wallbox, damit das Ganze funktionieren kann.
00:31:23: ,836 [Maximiliane von Butler] Solang das nicht interoperabel ist, gibt's da diese Eins-zu-eins-Abhängigkeit an jeder Stelle und deswegen wissen wir, auch wenn wir uns jetzt, wenn wir jetzt mal mutig sind und uns einfach trauen, wird der Hochlauf langsam sein und der gibt uns die Chance zu lernen und jeden Schritt
00:31:39: ,916 [Maximiliane von Butler] Learning by Doing einfach ordentlich zu machen und daraus das Ganze dann für die Skalierung, die ich jetzt mal nicht vor '29 erwarten würde, ähm, ordentlich abzuleiten.
00:31:49: ,756 [Luca Leicht] Jetzt ist wieder aber die Schelte da gegen die Politik. Ähm,
00:31:54: ,376 [Luca Leicht] wieso hat denn die Politik oder die Regulatorik im weitesten Sinne, also die Bundesnetzagentur als Beispiel, ist jetzt kein klassisches, ist ja keine Partei oder so, die kann ich auch nicht wählen. Ähm,
00:32:07: ,096 [Luca Leicht] wieso ist die so spät dran in deinen Augen? Weil das Thema ist, seit ich's erste Mal im Elektroauto gehört hab, ist das Thema da. Ähm, wir haben ja auch schon mit Leuten gesprochen, die dann gesagt haben: „Ja, ja, äh, reverse engineered haben wir die ganzen E-Autos", also keine Ahnung, so Model 3 oder auch, äh, der i3 von BMW, 2013 auf 'm Markt, der kann das ja technisch. Gab's auch schon x Pilotprojekte, dass du da aus diesem Akku auch Strom rausziehen kannst. Also
00:32:36: ,576 [Luca Leicht] physikalisch stromseitig geht das ja, bloß die ganze Kommunikationsebene geht nicht. Ähm,
00:32:42: ,596 [Luca Leicht] jetzt sprichst du halt an, dass es auch das Interoperabilitätsthema ein großes ist und sein wird. Ähm, und für mich stellt sich ja die Frage: Wieso? Wieso kann 'ne, keine Ahnung, ähm, 'ne
00:32:57: ,376 [Luca Leicht] OCPP nicht
00:33:00: ,925 [Luca Leicht] Bidi, also diese Kommunikation zwischen 'nem Backend und der Wallbox oder der Ladestation. Wieso hat die ISO 1511820 endlich irgendwie eine, eine Bidi-Fähigkeit drin, aber ist nicht verpflichtend ausgerollt in AC und DC beispielsweise? Also wieso ist das alles so schwer, wo doch alle seit 2013, i3, seit mindestens 13 Jahren an diesem Thema rum, rumdoktern? Also,
00:33:32: ,116 [Luca Leicht] wa, wieso ist man sich da so uneinig, da in die Vollen zu gehen?
00:33:37: ,696 [Luca Leicht] Auf allen Seiten.
00:33:40: ,936 [Maximiliane von Butler] Ähm.
00:33:40: ,436 [Luca Leicht] Langer Monolog, sorry.
00:33:41: ,276 [Maximiliane von Butler] Ich kenn mich ja eigentlich nur mit der Energiewirtschaft aus, Luca. Das waren jetzt 'n paar Fragen zu Backends von Autos und, ähm, Normungen im Automobilbereich. Ich will jetzt mal 'ne Parallele zur, zur Speicherindustrie vielleicht-
00:33:56: ,776 [Luca Leicht] Gerne, ja.
00:33:56: ,876 [Maximiliane von Butler] Ähm, ziehen.
00:34:00: ,876 [Maximiliane von Butler] Also aus energiewirtschaftlicher Perspektive schrauben wir da so am Stromsystem, der für was anderes designbar. Ähm,
00:34:10: ,416 [Maximiliane von Butler] da müssen wir sicher aufs Gas drücken, [lacht] aber, ähm, meine Ruhe und, äh, der sozusagen die, die Akzeptanz von Langsamkeit, die kommt daher, dass ich weiß und auch volles Vertrauen habe, wenn wir einfach mal anfangen, dann wird das schon funktionieren. Die Speicher, die nutzen uns heute mehr, als dass sie uns schaden, aber als wir vor acht Jahren damit angefangen haben, äh, gab's eigentlich nur Sorgen und, und wenig Freude darüber. Heu, jetzt werden sie mit modelliert in die Netzausbauplanung, weil sie sagt, das ist sozusagen das letzte Glied in der Kette, damit die Kosten nicht noch mehr steigen für die Energiewende. Das hat damals, und das ist noch nicht mal 'ne Dekade her, äh, keiner in der Form mit eingeplant. Ähm, und genauso wird das oder muss das aus meiner Sicht mit der E-Mobilität funktionieren. Hier geht's ja wirklich um 'ne Sektorenkopplung. Das heißt, ich persönlich bin daran interessiert, dass wir erst mal anfangen und ich glaub, das braucht auch die Branche, dass wir Schritt für Schritt verstehen, okay, so funktioniert das. Das ist ja irgendwie ganz ähnlich, ob der Speicher jetzt mobil ist und mal drei, vier Stunden weggefahren ist oder ob der Speicher statisch ist und drei, vier Stunden offline ist, ist eigentlich genau dasselbe. Und wenn du das als Proof of Concept schrittweise lieferst, dann ist es auch viel leichter, ähm, ja, das Vertrauen zu schaffen und diese neuen Assets in der Energiewende zuzulassen. Das ist der Teil, da kenn ich mich aus. Deine Fragen zu den Backends und Pro-Protokollen und Interoperabilität, da muss ich passen, Luca. Das ist überhaupt nicht mein Tanzbereich.
00:35:46: ,956 [Luca Leicht] Kein Problem. Aber dann komm, lass, lass uns doch gerne mal gucken, was dann so 'n, so 'n, ähm, Bidi-System am Ende, wenn's dann da ist, wirklich leisten kann. Also für welche, ähm,
00:35:57: ,916 [Luca Leicht] Produkte ist es dann da? Wo kannst du dann sinnvoll, keine Ahnung, Lastspitzen abmildern, ähm, auch den Strom, der viel zitiert, viel zu teuer ist in Deutschland, vielleicht günstiger machen am Ende. Also wenn, wenn alle immer reden, wir müssen den Industriestrompreis senken und überhaupt: Ist das 'n Hebel, bei dem man sagen könnte, die vielen E-Autos, wenn die wirklich am Start sind, dann haben wir da 'n Hebel?
00:36:20: ,116 [Maximiliane von Butler] Es gibt verschiedene Hochrechnungen, die ich, ähm,
00:36:25: ,396 [Maximiliane von Butler] da tu ich mir immer schwer, die zu zitieren. Wenn ich mir die Sa, Zahlen nicht selber gerechnet habe, dann, dann ist es ein bissl fahrig. Aber was auf jeden Fall klar rüberkommt, ist, die E-Autos, die werden ja sowieso in den Markt kommen. Das heißt, wir haben da einen Zubau an nutzbarer Speicherkapazität, der vorhanden sein wird.
00:36:43: ,496 [Luca Leicht] Mhm.
00:36:44: ,328 [Maximiliane von Butler] Wär schön blöd, wenn wir das nicht nutzen. Wie, ich weiß nicht genau, was die Zahlen sind für den Durchschnitt, wie lange Autos rumstehen und parken. Sagen wir mal, sind so zwanzig Stunden im Durchschnitt, vielleicht sind's sogar zweiundzwanzig Stunden. In diesen zweiundzwanzig Stunden stehen ungenutzte Speicher dem Energiesystem zur Verfügung.
00:36:59: ,588 [Luca Leicht] Ähm, genau, also sie hängen in der Regel, äh, nicht keine zweiundzwanzig Stunden an der, an der Wallbox oder an, an einem Kabel dran, ähm, weil dann es in der Regel laden die Leute nicht zu Hause und auf der Arbeit zum Beispiel. Aber da sind wir bei zweiundzwanzig, dreiundzwanzig Stunden tatsächlich Standzeit, in denen das ein Stehzeug ist, das viel zitierte.
00:37:17: ,928 [Maximiliane von Butler] Okay,
00:37:18: ,728 [Maximiliane von Butler] genau, also das mein ich mit den Zahlen. Dann zieht er wieder was ab und halbiert es und drittelt es, aber im, es gibt diese ungenutzte Flexibilität und allein diese nutzbar zu machen, bedeutet für uns, dass wir Schwankungen im Stromsystem abfangen können. Wir müssen die Instrumente dazu schaffen, aber die Technologie wäre im Markt. Und diese Schwankungen, ich meine, wir, wir merken das ja alle, wir, uns interessiert KI, wir brauchen die, ähm,
00:37:44: ,088 [Maximiliane von Butler] die Datenzentren,
00:37:47: ,128 [Maximiliane von Butler] wir brauchen an unterschiedlichen Stellen immer wieder mehr Strom. Und dieses mehr Strom hieße halt auch mehr Netzausbau. Ähm, und alle Instrumente, die dazu führen, dass wir zu weniger Netzausbau kommen und eins der großen Instrumente dafür sind Speicher,
00:38:06: ,928 [Maximiliane von Butler] Großspeicher oder Kleinspeicher und eben auch dezentrale Heimspeicher oder E-Autos,
00:38:13: ,888 [Maximiliane von Butler] die helfen, dass wir den Netzausbau
00:38:15: ,348 [Maximiliane von Butler] kap oder geringer halten, dass wir nicht, dass wir, weiß ich nicht, anstatt das Ganze dreifach explosiv nur verdoppelt, ja. Und da Kosten zu sparen an der Stelle, das sind volkswirtschaftliche Kosten, die wir einsparen.
00:38:27: ,628 [Luca Leicht] Mhm. Klar.
00:38:28: ,088 [Maximiliane von Butler] Denn diese Kosten müssen eh irgendwo umgelegt werden, sei es Netzentgelte oder über Steuern, wie das dann politisch abgebildet wird, welche Gruppe ausgenommen wird, I don't know, aber das sind im Kern volkswirtschaftliche Kosten. Das heißt, das kommt erst mal jedem zugute, unabhängig davon, ob er selber ein E-Auto hat oder selber 'n Speicher hat.
00:38:47: ,548 [Luca Leicht] Am Ende werden die meisten Leute ja mitspielen, weil sie persönlich vergütet werden. Also ich werd mein Auto anstecken, weil ich mir davon erhoffe, dass ich dadurch einen
00:38:56: ,528 [Luca Leicht] Strom zurück, also du hast ja vorhin diesen, diesen Arbitragehandel, äh, be-beschrieben, dass ich dadurch halt meine Stromkosten oder auch vielleicht steigern kann, keine Ahnung, oder auch mein PV-Strom, den ich selber erzeuge, zuerst in meinen Heimspeicher und in meinen Akku vom Auto hänge, ähm, über Mittag und dann nachts, wenn alle ihre, keine Ahnung, ihren E-Herd anmachen, Indu-Induktionsfeld, die Pizza in den Ofen schieben, dann da quasi, wenn die Sonne untergangen ist, den Strom rausgebe und dann ganz viel Geld verdiene. Ist das realistisch?
00:39:26: ,368 [Maximiliane von Butler] Persönlich denke ich, dass, ähm, dass wir langfristig Verbraucher incentivieren werden, ihren Strom dann zu verbrauchen, wenn, wenn es netzdienlich oder marktdienlich ist. Das heißt, es wird immer Preisgestaltungen geben, die dazu führen, dass du deinen Verbrauch anpasst. Das ist auch logisch, weil wir haben 'n System, das wir auf erneuerbare Energien umgestellt haben. Erneuerbare kannst du nicht kontrollieren. Die Sonne scheint dann, wenn sie will, und der Wind weht dann, wenn er will. Das heißt, wir können die Erzeugungsseite nicht oder immer weniger steuern. Das heißt, daraus abgeleitet heißt, wir müssen die Verbraucherseite steuern. So. Dafür werden Anreize gesetzt werden. Davon ist auszugehen. Das ist gar nicht anders vorstellbar.
00:40:09: ,848 [Luca Leicht] Ja, und das ist dieses V1G, das du vorhin angesprochen hast, dieser gesteuerte Verbrauch am Ende.
00:40:16: ,808 [Maximiliane von Butler] Genau.
00:40:16: ,348 [Luca Leicht] Wir brauchen ja diese ganze Komplexität, die dann durchs bidirektionale Laden kommt, noch gar nicht in dem Moment.
00:40:22: ,448 [Luca Leicht] Deswegen frag ich.
00:40:24: ,668 [Maximiliane von Butler] Interessanter Gedanke, das stimmt. Kannst halt den Effekt verdoppeln oder verdreifachen, wenn du's bidirektional machst, wenn du sozusagen nicht nur deinen Verbrauch verlagerst zu dem, also dass du nicht nur dann lädst, wenn's günstig ist, sondern vielleicht auch wieder einspeist, wenn's teuer ist. Stell dir vor, du bist im Urlaub.
00:40:39: ,128 [Maximiliane von Butler] Also ich will jetzt nicht alles in einer Nacht denken, sondern du bist im Urlaub, ähm,
00:40:44: ,448 [Maximiliane von Butler] oder auch lange Wochenenden, ähm, bei uns in der Flotte, das sind die, äh, Nutzfahrzeuge, die sind einfach ab sechzehn, siebzehn Uhr werden die Wagen abgestellt und morgens zwischen sechs, sieben werden die wieder, ähm, in den Betrieb gesetzt. Dazwischen stehen die rum und die sind auch nicht immer leer.
00:40:59: ,488 [Maximiliane von Butler] Und in diesen Phasen kannst du eben diesen doppelten Effekt nutzen. Aber es ist eigentlich egal, ob du jetzt von V1G oder von V2G sprichst. Es läuft darauf hinaus, dass wenn du als Nutzer bereit bist,
00:41:13: ,048 [Maximiliane von Butler] deine Last zu verlagern, dann so, dann gibt's dafür
00:41:18: ,968 [Maximiliane von Butler] 'ne Form von Anreiz und hoffentlich in Form von 'ner Vergütung. So. Egal, ob wir da jetzt die Agnes-Reform haben, was wir da alles am System schrauben, wir brauchen die Flexibilität, deswegen ist davon auszugeben, die wird irgendwie vergütet werden. Und das bedeutet dann, ich will jetzt nicht von Zusatzerlösen sprechen, sondern ich würde eigentlich von Kostenreduktion sprechen. Also der Traum, umsonst zu fahren, ähm, das ist eigentlich so das primäre Ziel. Keiner kauft sich 'n Auto, um dann irgendwie zusätzlich was zu erwirtschaften, aber jeder freut sich, wenn die Tankrechnung geringer ist. Und dafür steht für mich bidirektional das an.
00:41:50: ,208 [Luca Leicht] Also glaubst du, dieser Traum, den ja Markus Venn von The Mobility House auch schon irgendwie mehrfach, also skizziert hat, dieses kostenlos E-Auto fahren, wird's geben?
00:42:00: ,888 [Luca Leicht] Also ist das reell?
00:42:03: ,548 [Maximiliane von Butler] Also wir haben ja jetzt schon, äh, Wettbewerber im Markt, die für Haushalte, ähm, erste V2G-Produkte in den Markt bringen. Wir haben den, wir sehen's in England, wir sehen's in Frankreich.
00:42:16: ,468 [Maximiliane von Butler] Dort geht es schon stark in die Richtung, dass du dann, ähm, entweder 'n niedrigeren Arbeitspreis bekommst oder 'ne Vergütung für angeschlossene, also für die Stunden, in denen dein Auto tatsächlich mit dem, äh, mit dem Netz verbunden ist. Und wenn du das umrechnest, dann ist es wie kostenloses Fahren. Also den Pitch „Strom für umsonst",
00:42:41: ,812 [Maximiliane von Butler] den werd ich so nicht raushauen, weil dazu bin ichZu sehr Versorger. Ich weiß, am Schluss gibt's 'ne Abrechnung und die Abrechnung muss versteuert werden und, äh, da, da stehen keine 0 Euro drauf, aber 'n Bonus, 'ne Vergütung, ähm, das ändert, das ist absolut.
00:42:58: ,712 [Luca Leicht] Kannst du, kannst du da 'ne, 'ne Prognose auch vielleicht 'n, aus, aus'm Bauch heraus, wie viel Prozent man denn dann da on the long run, ähm, die, die Preise fürs, fürs, fürs Autofahren runtersetzen könnten? Keine Ahnung, sind das dann eher 10 %, sind's 50 %? Und klar, es hängt davon ab, wenn ich jetzt der Vielfahrer bin, der 70.000 Kilometer im Jahr fährt, wird sich das anders verhalten, weil mein Stromverbrauch ein anderer ist, als wenn ich nur 2.000 Kilometer fahr. D-d-das ist also Frage, aber der Durchschnittsdeutsche fährt ungefähr 12 bis 15.000 Kilometer im Jahr. Wenn du bei 12.000 rechnest, dann bist du immer so bei und dann sagst 20 Kilowattstunden, glaub ich, ist immer so diese Rechnung, die wir hatten pro 100 Kilometer, dann bist du irgendwie bei rund 3.000 Kilowattstunden Stromverbrauch oder Energieverbrauch, die dein Fahrzeug übers Jahr so hat.
00:43:46: ,432 [Maximiliane von Butler] Mhm.
00:43:47: ,072 [Luca Leicht] So nur grob.
00:43:50: ,242 [Maximiliane von Butler] Genau, das ist einer der Gründe, warum wir diesen Piloten oder Testaufbau da machen. Ich will's selber erst einmal wissen und erlebt haben,
00:43:59: ,892 [Maximiliane von Butler] ähm, bevor ich da irgendwie mit Zahlen in den Markt kriege, weil also rechnen im Excel kann ich viel.
00:44:05: ,692 [Maximiliane von Butler] Ich kann auch das Angebot, äh, von Wettbewerbern lesen. Daran würd ich mich jetzt zum Beispiel o-orientieren.
00:44:11: ,052 [Maximiliane von Butler] Aber
00:44:14: ,702 [Maximiliane von Butler] wirklich dran glauben, tu ich erst, wenn ich's, wenn ich's einfach mal live durchlaufen habe. Wenn ich nicht auf idealisierten Zahlen irgendwas ausrechnen, sondern es, also, auf'm Excel hast du vollständige Informationen und bist aber im Energiehandel. Das heißt, du hast Prognosen.
00:44:29: ,172 [Luca Leicht] Mhm.
00:44:30: ,152 [Maximiliane von Butler] Im Fuhrpark ist es bestimmt einfacher als
00:44:34: ,212 [Maximiliane von Butler] irgendwie erratisch in der Masse. Warum? Da gibt es Arbeitsabläufe, die Autos stehen immer regelmäßig da. Das kann ich irgendwie planen.
00:44:41: ,672 [Luca Leicht] Mhm.
00:44:41: ,112 [Maximiliane von Butler] Das kann ich prognostizieren. Wenn das irgendwie zu willkürlich ist, ich die Nutzer gar nicht kenne, äh, schwierig, ja. Dann ist das Auto erst da, wenn sich's an der Ladesäule meldet und dann auch erst, kann ich auch erst den SOC auslesen. Davor weiß ich ja gar nichts über den Nutzer. Und die Sachen will ich mir einmal gescheit angucken. Davor kann ich dir auch darauf überhaupt keine Antwort geben.
00:45:00: ,712 [Luca Leicht] Gescheit angucken könntest du dir jetzt schon, äh, Frankreich und UK. Was haben denn die jetzt schon so anders und so gut, dass es da schon da ist und mehr als bei uns?
00:45:10: ,592 [Maximiliane von Butler] Also ich hab geschaut, was da in UK jetzt so viel mehr da ist, äh, I don't know. Also ich werd nur, für mich ist halt immer wichtig, nicht was, was, was steht in irgendeinem Announcement, sondern kann ich's wirklich buchen, kann ich's bestellen und krieg ich's dann auch?
00:45:25: ,392 [Maximiliane von Butler] Joa, da würd ich jetzt nicht sagen, dass da 'n großer Abstand zu uns ist. Frankreich ist was anderes. Frankreich ist live seit zwei Jahren, anderthalb Jahren.
00:45:33: ,652 [Luca Leicht] Ich glaub, anderthalb. Ich glaub, ja, mit, mit Mobilize, also die, die, was ist das? Renault-Tochter.
00:45:38: ,872 [Maximiliane von Butler] Renault.
00:45:38: ,892 [Luca Leicht] Und, ähm, ich glaub, The Mobility House war da auch mit, mit am Start und dann irgendein traditionell französisch, wir machen alles nur mit französischen Zulieferern, außer The Mobility House lustigerweise, ähm, wurde dann so 'n System gebaut, das aber auch, glaube ich, nicht interoperabel ist halt, sondern wieder so 'n closed circle.
00:45:56: ,072 [Maximiliane von Butler] Also,
00:45:59: ,182 [Maximiliane von Butler] genau. Ich hab mal versucht, 'n bisschen schlau zu machen, äh, was, was denn da in Frankreich jetzt so viel anders war. Ich glaub, die haben dieses letzte Glied in der Kette, nämlich die, äh, die Abrechnungskomplexität und wei, was wird wie versteuert. Da gab's so 'ne Art Sandbox Umgebung. Sagen wir, das haben sie 'n bisschen lockerer gesehen über 'n paar Jahre-
00:46:17: ,622 [Luca Leicht] Mhm
00:46:17: ,602 [Maximiliane von Butler] ... und gesagt, wir, wir, ähm, wir schaffen da jetzt einfach 'n Raum, um das Ganze mal live zu setzen. Was ist dort auch anders? Ein Netzbetreiber, ein Verteilnetzbetreiber.
00:46:26: ,672 [Luca Leicht] Ha.
00:46:26: ,672 [Maximiliane von Butler] Ähm, das ist Enedis, das ist bei uns nicht der Fall. Deswegen, ähm, ich glaub, wir sind gefühlt auf demselben Pfad.
00:46:33: ,102 [Luca Leicht] Mhm.
00:46:34: ,232 [Maximiliane von Butler] 'N bisschen zeitversetzt, aber das meint ich schon. Also das Bild, was du vorhin als zu wenig Start-up Attitüde, äh, aber für mich ausreichend, äh, was ich gezeichnet hatte, nämlich mit dem langsamen Hochlauf.
00:46:49: ,771 [Maximiliane von Butler] Das, ähm, denk ich, ist auch dort der Fall. Es gibt, es gibt immer bei diesen Technologien so die, die Fast, First Mover. Das sind die, die wahrscheinlich jetzt schon warten, ständig nachfragen, aber das sind nicht so viele.
00:47:02: ,192 [Luca Leicht] Mhm.
00:47:03: ,532 [Maximiliane von Butler] Um etwas in die Masse zu tragen, muss es skalieren. Das heißt, die breite Bevölkerung muss damit vertraut werden und auch dazu Zugang bekommen
00:47:11: ,492 [Maximiliane von Butler] und erst dann wird es deutlich anziehen und Frankreich ist da am Anfang. UK ist noch sehr am Anfang und wir sind kurz danach.
00:47:20: ,912 [Luca Leicht] Okay, ähm, weil du's auch grade gesagt hast, dass das da vielleicht bisschen einfacher ist, wenn du nur einen Verteilnetzbetreiber hast zum Beispiel oder einen überhaupt Netzbetreiber. Ähm, wie wird sich das in deinen Augen in Deutschland dann entwickeln? Wenn ich jetzt von, keine Ahnung, ich arbeite in Hannover und wohne aber irgendwo in der Peripherie, dann ist es im Zweifel nicht derselbe Netzbetreiber. Ähm, ich hab aber ein Auto und ich möchte ja im Idealfall auch, wenn ich jetzt bei der Arbeit bin und da netterweise laden kann,
00:47:50: ,892 [Luca Leicht] vielleicht auch V2D-fähig sein. Oder machen wir's noch besser: Ich geh in Urlaub, hast du selber angesprochen, und dann steht mein Auto am Flughafen und wirklich nutzlos, 24/7 rum, 'ne Woche, zwei, wenn man sich das leisten kann und will. Ähm, und
00:48:07: ,652 [Luca Leicht] es ist ja auch so 'n Thema.
00:48:08: ,892 [Maximiliane von Butler] Die Refinanzierung der Parkkosten wär schon mal gut. [lacht]
00:48:10: ,852 [Luca Leicht] Ja, also nein, nein, oder zumindest mal, wir sagen vielleicht 50 %, dann ist es immer noch quasi das, das weitere Flugticket, das du dir sparst bei zwei Wochen. Ähm, aber nein, das ist ja unfassbar teuer und da ist das Auto ja verlässlich da. Ich kann ja sogar einloggen mit. Dieses Auto wird niemand bewegen, weil niemand mit Schlüssel vor Ort ist, ähm, und wegfahren kann.
00:48:31: ,988 [Luca Leicht] Dass wir das dann sehen, dass es wirklich so interoperabel wird oder wird es eher so sein, dass dann, wie ich mir das bildlich vorstelle, ich 'nen zweiten, 'ne zweite Zählernummer für meine Wallbox bekomme und ich auch mit meinem Auto dann dieses, diese V2D-Technik nur an diese eine Wallbox bekomme oder, oder, oder nutzen kannOder also a-an, an was hängt dann das? Hängt's an meinem Auto, diese Bidi-Ladefähigkeit oder hängt die dann an der Wallbox oder an der Zählernummer? Oder keine Ahnung, w-wie, wie läuft 'n das dann am Ende ab?
00:49:03: ,588 [Maximiliane von Butler] Stand heute an allen dreien. Also Stand heute ist es sozusagen das, was bekannt ist, Auto und, äh, Wallbox.
00:49:10: ,268 [Luca Leicht] Mhm.
00:49:11: ,448 [Maximiliane von Butler] Das muss zusammengehören. Das siehst du tatsächlich auch international an all den jetzigen-
00:49:16: ,888 [Luca Leicht] Aber das heißt, die, gehen also nur die zwei zusammen. Ich kann nicht sagen, ich hab 'ne Arbeitgeber-Wallbox und 'ne Zuhause-Wallbox und dann läuft's an beiden.
00:49:23: ,588 [Maximiliane von Butler] Wenn die Arbeitgeber, also ges..., wäre, wäre jetzt,
00:49:28: ,068 [Maximiliane von Butler] hätten wir jetzt 'n Mitarbeiter, der, ähm, zu Hause mit derselben, mit einer Bidi-fähigen Wallbox lädt und dahinterliegend ein iMSys hätte.
00:49:39: ,618 [Luca Leicht] Ein iMSys?
00:49:40: ,248 [Maximiliane von Butler] Äh, intelligentes Messsystem.
00:49:42: ,488 [Luca Leicht] Okay.
00:49:43: ,328 [Maximiliane von Butler] Also Smart Meter.
00:49:46: ,688 [Maximiliane von Butler] Und würde dieser A, dieser Kollege oder diese Kollegin dann auch beim Arbeitgeber in demselben Setup mit der dazugehörigen Wallbox und dem dazugehörigen Messsystem, äh, laden, dann, dann ginge das.
00:49:58: ,028 [Luca Leicht] Okay.
00:49:59: ,628 [Maximiliane von Butler] Stand heute.
00:50:01: ,388 [Luca Leicht] Weil das Mis-
00:50:02: ,988 [Maximiliane von Butler] Der Markt ist jetzt noch nicht so groß, dass das der Fall ist, aber ist 'n interessanter nächster Schritt. Vielleicht wird das ja unser,
00:50:09: ,928 [Maximiliane von Butler] unsere, eine unserer Zukunftsprojekte.
00:50:10: ,738 [Luca Leicht] Eine der Verbindungsfähigkeiten. Ja, weil ich hab mich das, ähm, gefragt, wie dass ich da verhalten würde, wenn ich zum Beispiel schon in 'nem Mehrparteienhaus bin und dann vielleicht, also das sieht man ja immer mehr, ähm, ich glaub, heute lustigerweise ging auch 'ne Förderung für Mehrparteienhäuser raus mit 500 Millionen, ähm, Ladestationen dort auszurüsten, dass ich halt nicht das ganze Mehrparteienhaus und alle Parkplätze mit, ähm, Wallboxen ausstatten muss, sondern dass man da auch vielleicht roulieren kann und weil's einfach günstiger ist letztendlich in der, in der Ausrüstung. Und dann ist ja nicht immer dasselbe Auto an derselben Wallbox, sondern sind es halt acht Wallboxen.
00:50:43: ,808 [Maximiliane von Butler] Ja.
00:50:43: ,247 [Luca Leicht] Ähm, und dann können die halt nicht so eng gematcht sein. Und das ist nämlich eines der Themen, wie ich's zumindest verstanden hab aus der Mobilize-Nummer, dass dieses Auto wohnt an dieser Wallbox und nicht an der Wallbox auf 'm nächsten Stellplatz. Und das macht's natürlich komplex, also auch in der, in, in der Handhabung.
00:50:59: ,128 [Maximiliane von Butler] Also wir haben 'ne homogene Flotte, ne. Alle unsere Autos sind ID.Buzz, aber welcher von den ID.Buzz da an unserer Wo, an, an der Wallbox grade lädt, das ist mir wurscht.
00:51:07: ,748 [Luca Leicht] Ah, das ist schon mal was.
00:51:08: ,188 [Maximiliane von Butler] So, das ist egal.
00:51:10: ,368 [Luca Leicht] Okay.
00:51:10: ,128 [Maximiliane von Butler] Der muss nur 'n richtigen Softwarestand haben. Wenn das Gesetz ist, passt es.
00:51:13: ,308 [Luca Leicht] Okay.
00:51:14: ,608 [Maximiliane von Butler] Insofern da, da, das ist austauschbar. Das Beispiel von dir, so 'n Mietshaus mit wahrscheinlich unterschiedlichen Mietern, die u-unterschiedliche Autos fahren.
00:51:23: ,168 [Luca Leicht] lacht]
00:51:24: ,728 [Maximiliane von Butler] Da bist du, also, also da, da braucht's die Norm, die du vorhin angesprochen hattest.
00:51:29: ,068 [Maximiliane von Butler] Erst wenn die im Markt sind oder sowohl von Seiten der Wallbox-Hersteller als auch von Seiten der Automobilindustrie genutzt werden und dass beides zusammenpasst, dann ist es so austauschbar.
00:51:42: ,608 [Luca Leicht] Okay. Wen siehst du denn da jetzt von diesen, vor allem vielleicht auch von diesen beiden Parteien? Du hast ja vorhin skizziert, die haben beide schon den Drang, dass es geht. Wen siehst du denn da aus deiner persönlichen, vielleicht aus der Energiewirtschafts-Sicht, äh, äh, Brille, den,
00:51:56: ,928 [Luca Leicht] den stärkeren Zug dahinter? Wer, wer will da dringender ran, dass da was geht?
00:52:00: ,648 [Maximiliane von Butler] Das ist sehr frei gesprochen, ne. Also die, ähm, diejenigen, die in die Technologie investiert haben, sowohl die Automobilhersteller als auch die, äh, Wallbox-Hersteller, das sind Unternehmer, die ihre Produkte in den Markt bringen und bringen wollen. Die haben dieses sehr konkrete
00:52:18: ,528 [Maximiliane von Butler] Bedürfnis,
00:52:22: ,848 [Maximiliane von Butler] das b, in der Energiewirtschaft vielleicht 'n bisschen indirekter. Also wenn ich jetzt die Zahlen erwähnt habe, es erleichtert den Netzaus- oder es reduziert den Netzausbau, wenn wir da wirklich die, die E-Autos nutzen. Ähm,
00:52:37: ,568 [Maximiliane von Butler] und es hat auch, also es hat volkswirtschaftlichen Nutzen. Ich hatte noch was Drittes im Kopf, das ist mir jetzt entfleucht. Das ist sozusagen, die Relevanz ist ähnlich hoch, aber es ist nicht so akut.
00:52:48: ,308 [Luca Leicht] Mhm.
00:52:49: ,548 [Maximiliane von Butler] Das heißt, wer kommt jetzt ins Spiel? Wer treibt das Ganze? Der Kunde. In dem Moment, wo der Endkunde,
00:52:55: ,828 [Maximiliane von Butler] nee, in dem Moment, wo die Regulierung glasklar ist und der Endkunde dann sagt: „So, lieber Netzbetreiber, ich bitte schließ mir das an",
00:53:03: ,548 [Maximiliane von Butler] dann kommt der Drive rein.
00:53:04: ,748 [Luca Leicht] Mhm.
00:53:06: ,477 [Maximiliane von Butler] Und darauf sind wir dann vorbereitet und sollte die ganze Branche vorbereitet werden, weil das, das wird der größte Hebel sein. Aber dieses Henne-Ei-Problem, wer zieht hier grade am meisten und wie kommen die alle miteinander zusammen?
00:53:22: ,948 [Maximiliane von Butler] Schwierig zu beantworten. Also guck dir doch die Market Launches mal an derzeit, Luca. Das ist ja dann, äh, es wird 'n halbes Jahr lang angekündigt, 'n Dreivierteljahr lang und dann wartet man darauf, dass ein Kunde dieses eine Auto mit dem einen Leasingvertrag und der einen dazugehörigen Wallbox kauft und dann ist der Hochlauf vielleicht ein Jahr nach, nach Product Launch. So ist das jetzt so,
00:53:46: ,698 [Maximiliane von Butler] das zieht nicht, also wahrscheinlich, also mein, mein Bauchgefühl, so sehr zieht das jetzt nicht. Ähm, wir haben die Autos gekauft, weil wir sie eh in der Flotte brauchen, weil wir diese Fahrzeuge gerne nutzen. Bidi ist 'n Zusatz und 'n Add-on, ähm-
00:54:04: ,178 [Luca Leicht] Ich, ich, ich frag vor dem Hintergrund-
00:54:05: ,628 [Maximiliane von Butler] Deswegen sind wir ins Handeln gekommen. So, wir wollten's einfach, wir wollten's einfach machen, aber wir hatten die Assets auch schon da.
00:54:10: ,868 [Luca Leicht] Ja, und, und vielleicht auch, weil ihr nicht überrumpelt werden wolltet an der, an der ganzen Geschichte, weil wenn das dann da ist alles und dann kommen die Kunden und fragen an.
00:54:18: ,388 [Maximiliane von Butler] Ja, aber das ist genau dieses Spannungsfeld, das ich vielleicht, das ich anfänglich da aufgemacht habe mit: Wir wissen, wir brauchen's. Die Prozesse dahinter, die sind noch extrem oldschool und eigentlich aus 'ner Welt, die, die so nicht gedacht war.
00:54:29: ,128 [Luca Leicht] Mhm.
00:54:30: ,208 [Maximiliane von Butler] Und jetzt müssen wir das kurzfristig heilen und mittelfristig gibt's da neue Regeln für. Und in dieser Übergangsphase sind wir grade.
00:54:36: ,368 [Luca Leicht] So wie ich's verstanden hatte, ist es so, dass der Netzbetreiber
00:54:39: ,968 [Luca Leicht] nicht dich dann verpflichtend anschließen muss mit deinem Bidi-System und sagen: „Ja, cool", sondern der kann halt auch sagen: „Cool, dass du das willst, aber du wartest jetzt erst mal,
00:54:48: ,456 [Luca Leicht] weil ich's halt noch nicht kann." Aber dann gibt's kein Momentum zu sagen-Wir geben dir sechs Monate Zeit und dann werde ich anschließen und ist mir völlig egal, was du mit deinem Netz in der Zeit gemacht hast. Das würde ja dem Verbraucher und allen drum rum ein gewisses Druckmittel geben und so kann ein Netzbetreiber sagen: „Ich hab's verstanden, ich hab's gehört".
00:55:06: ,235 [Maximiliane von Butler] Genau, genau. Also noch mal 'n Schritt zurück. Das, was du grade beschreibst, hast du ja heute auch schon bei Speichern.
00:55:11: ,416 [Luca Leicht] Eben, genau. Und das wird sich bei den Beedie-Sachen ja nicht ändern oder doch?
00:55:15: ,416 [Maximiliane von Butler] Wir sprechen die Zukunft, aber, also, weil ich glaube zum Beispiel,
00:55:20: ,396 [Maximiliane von Butler] ich hab mal nachgefragt, ich hab bisher noch keinen Netzbetreiber gefunden, der außerhalb von Forschungsprojekten aktiv gefragt wurde: „Schalt mir bitte meine Beedie Wallbox live".
00:55:31: ,476 [Luca Leicht] Das ist sehr sp-
00:55:32: ,336 [Maximiliane von Butler] Das heißt, diese, diese, diese Frage und das, was du jetzt sozusagen suggerierst, die werden das dann nicht machen. Das
00:55:40: ,036 [Maximiliane von Butler] schick's mir, also würd mich ernsthaft interessieren, wenn es da, äh, sch-schick, schick mir das. Das hab ich so noch nicht erlebt.
00:55:46: ,436 [Luca Leicht] Aber super, das können wir doch auch gerne an unsere Zuhörer rausgeben.
00:55:47: ,716 [Maximiliane von Butler] Weil diese Frage noch keiner gestellt hat.
00:55:48: ,376 [Luca Leicht] Aber das können wir doch gerne an unsere Zuhörer rausgeben und Zuschauer, dass wenn ihr so 'ne Wallbox habt, vielleicht habt ihr eine, äh, seid irgendwie da im, im Kontakt und euer Netzbetreiber sagte dann: „Will ich noch nicht so gerne", dann schreibt uns das gerne, weil ich glaub, Maximiliane würd's auch gern sehen und ich auch.
00:56:02: ,756 [Maximiliane von Butler] Genau. So, jetzt komm ich auch zu dem, äh, zu dem zweiten Schritt. Das, was letztes Jahr passiert ist im November, dass, ähm, im EWG gesagt wurde, diese mobilen Speicher sind zu be-, oder sind, ich hab die genaue Formulierung jetzt nicht parat, aber die sind zu behandeln wie stationäre Speicher. Das war das erste Mal der Schritt, wo gesagt wird, die gibt's und die, die sind den Speichern ähnlich.
00:56:22: ,976 [Luca Leicht] Mhm.
00:56:24: ,976 [Maximiliane von Butler] Und das, was ich angedeutet habe, wir brauchen jetzt noch die klare Definition, wie denn genau, ist natürlich auch der Grund, warum Netzbetreiber das noch gar nicht können. Also es ist keine Frage des Wollens, sondern das ist reguliertes Geschäft. Die brauchen Regeln, nach denen so etwas gemacht wird und die müssen festgelegt werden. Und wenn die da sind und das Ganze beschrieben ist,
00:56:46: ,515 [Maximiliane von Butler] dann dürften sie jetzt nicht Nein sagen. Es sei denn, es gibt irgendwie eine kritische, äh, Infrastrukturprobleme, aber auch diese, wenn der Kunde dann, jetzt in die Zukunft gesprochen, Steuerbarkeit herstellt und so weiter, das dürfte eigentlich nicht ausgeschlossen werden.
00:57:00: ,956 [Luca Leicht] Mhm.
00:57:00: ,296 [Maximiliane von Butler] Aber wir sind in diesem Zwischenraum, dass der mobile Speicher einfach nicht klar definiert ist. Und deswegen, auch wenn sie wollten, können sie heute gar nicht sagen: „Klar, mach ich".
00:57:09: ,136 [Luca Leicht] Okay, verstehe.
00:57:10: ,696 [Maximiliane von Butler] Und das wird sich in den nächsten Wochen oder Monaten ändern.
00:57:12: ,766 [Luca Leicht] Okay, wenn wir dann jetzt in, in Richtung Zukunft gucken, was glaubst du, bis das wirklich flächig da ist und nicht nur die, die geneigten Early Adopter am Start sind, ähm, wann wird das flächig ausgerollt sein, das System, dass wir das, dass es vielleicht sogar
00:57:28: ,596 [Luca Leicht] Alltag ist, dass niemand mehr ein Auto lädt ohne, ohne Beedie?
00:57:32: ,776 [Maximiliane von Butler] Da hat die, ähm, da hatt ich ja vorhin schon erwähnt, dass es sozusagen von der energiewirtschaftlichen Seite die Reform der Netzentgelte gibt, die Ergnisreform. Dort ist der Zeitraum bis '29 und genauso gibt's das, was du vorhin angesprochen hattest, Luca, diese Norm, ähm, die ISO-20.
00:57:50: ,336 [Luca Leicht] 14118-20, genau ja.
00:57:53: ,156 [Maximiliane von Butler] Genau. Ich merk mir das.
00:57:55: ,506 [Luca Leicht] Alles gut. [lacht]
00:57:55: ,296 [Maximiliane von Butler] Ich find das total faszinierend mit der Strich zwei. Ähm, und die muss sowohl bei den Automobilherstellern als auch bei den Wallboxen implementiert sein. Wenn diese drei Sachen zusammenkommen, dann wird das skalieren. Vor '29 seh ich das nicht.
00:58:10: ,916 [Luca Leicht] Okay.
00:58:10: ,176 [Maximiliane von Butler] Also nicht in der Masse.
00:58:12: ,096 [Luca Leicht] Und wer wird dann am stärksten, ähm,
00:58:16: ,276 [Luca Leicht] auf der, auf der Konsumentenseite vielleicht, ähm, ziehen? Weil mei-mein Eindruck war, dass was häufig nicht besprochen wird, ist das ganze B2B-Thema. Also ich denk an irgendwelche Amazon-Logistikflotten, wo dann diese ganzen Rivians die Nacht überstehen. Ich hatte mal die Gelegenheit, so 'ne Reportage bei Amazon zu machen und da wurde mir dann auch erklärt, was ich faszinierend fand, ab 19 oder 20 Uhr stehen die da wirklich fix, weil, lustig, die Kunden von Amazon nicht wollen, dass danach geklingelt wird. Die würden rund um die Uhr ausliefern, aber die, es, es, der Kunde will es nicht. Das heißt, diese Rivians mit ihren, ich hab's nicht auswendig, wie groß die Akkus sind hier in, in Europa mit diesen, mit diesen, ähm, EDV 500 sind's, glaub ich. Die würden liefern, aber die wollen nicht. Das heißt, die stehen dann alle an diesen 50 kW DC Wallboxen
00:59:05: ,696 [Luca Leicht] und haben, stehen sie die Räder eckig. Jede Nacht.
00:59:08: ,996 [Maximiliane von Butler] Mhm.
00:59:10: ,316 [Luca Leicht] Und wird das der Hauptangriffspunkt sein, weil das planbarer, größere Flotten auch für die virtuelle Kraftwerks, äh, Idee dahinter besser ist? Oder ist es am Ende wirklich der, der einzelne Luca und Co, der, ähm,
00:59:27: ,216 [Luca Leicht] das in der breiten Masse umsetzen und auch davon profitieren wird?
00:59:31: ,776 [Maximiliane von Butler] Also wir, wir fokussieren uns grade auf dein Beispiel von Amazon, weil das sehr parallel ist zu dem, was wir haben.
00:59:39: ,436 [Maximiliane von Butler] Ähm, ich würd immer aus dem ableiten, so was man schon kennt und das, das kennen wir, das können wir dann. Ich würd mal unterstellen, dass
00:59:47: ,426 [Maximiliane von Butler] da, ich weiß jetzt nicht, wie es bei dir aus dem Gewölbekeller aussieht,
00:59:51: ,956 [Maximiliane von Butler] lacht] aber ich könnte mir vorstellen, dass die meisten E-Auto-Hauptfahrer zu Hause vielleicht dann doch auch eher erst mal 'ne Eigenverbrauchsoptimierung machen, weil sie 'ne PV-Anlage haben und du dann erst mal das zu Hause optimierst und danach, ähm, mit der restlichen, äh, Flexibilität ins Netz gehst. Deswegen glaube ich, dass der größere Hebel für Flexibilitäten erst mal bei den B2B-Kunden zu finden ist.
01:00:17: ,320 [Luca Leicht] Und dann da im privaten Fuhrpark, weil ein weiteres Szenario, das ich im Kopf hatte, ist, wir hatten ja auch schon mit, mit Tobi Wagner, dem Elektrotrucker, vielleicht bekannt, äh, gesprochen, der wirklich coolen Content macht an der Stelle mal wieder, äh, gerne empfohlen. Ähm, nachts laden, weil die Lkw-Fahrer ohnehin ihre Ruhezeiten haben müssen, sollen, Gott sei Dank, ähm, dann könnten die ja auch einstecken. Und dann müssten die jetzt auch nicht an 'nem Megawattlader einstecken, sondern könnten ja auch mit geringeren Lasten letztendlich auch be- und entladen werden. Da muss halt nach Ende der Ruhezeit die Karre voll sein oder halt auf dem entsprechenden SOC stehen wie gewünscht.Und da hättest du ja wirklich große Speicher mit dem, so 'n, so 'n, so 'n E-Actros mit seinen 600 Kilowattstunden und dann hast du davon mal 20 Stück, die irgendwo aufm, aufm Hof stehen. Dann bist du ja schon bei 'nem veritablen, weiß nicht, Groß-Großspeicher,
01:01:13: ,780 [Luca Leicht] aber weit weg von so 'nem Ding, was in meinem Keller stehen könnte.
01:01:17: ,780 [Maximiliane von Butler] Ja.
01:01:17: ,520 [Luca Leicht] Und ist das dann ein Szenario oder ist das jetzt auch wieder zu, weil da bist du dann halt nicht mehr bei dem Fahrer oder bei dem Besitzer des Fahrzeugs, sondern bist du bei dem Infrastrukturbetreiber, der ja den Ladepark am, keine Ahnung, Rasthof betreibt. Ist ja noch mal 'ne ganz andere Welt, auch abrechnungsseitig. Deswegen, was, was glaubst du, wenn du sagst, B2B ist das, wo ihr euch hindenkt, wird's die Firma sein oder wird's so was wie 'n Ladeparkbetreiber sein? Oder 'n Strom, äh-
01:01:44: ,220 [Maximiliane von Butler] Also Schritt eins ist sozusagen mittleres Gewerbesegment, weil ich jetzt einfach das mache, wir haben ja jetzt das große Fass aufgemacht: Was musst du alles beachten und wie kompliziert ist die Welt? Ich nehm mir jetzt das Einfachste raus. So. Und das ist das mittlere Gewerbesegment. Die größeren Kunden, die du beschrieben, wo, wo's jetzt so 'n bisschen hingeht, da unterstelle ich dann, dass es davor, ähm, vielleicht noch zusätzlichen Speicher gibt oder 'ne PV-Anlage, um dann dort dieses größere Gelände auch auszugleichen oder 'ne Lastverschiebung zwischen den L..., zuladend, beladenen Autos stattfindet. Dort brauchst du dann 'n gescheites Energiemanagementsystem, um das Ganze vielleicht erst mal hinter dem Zähler auszutarieren und dann erst in die Vermarktung zu gehen. Da wäre dann Peak Shaving zum Beispiel auch wahrscheinlich der erste Anwendungsfall, bevor man gleich in die Flexibilitätsvermarktung geht. Also ich trenn das immer mit hinter dem Zähler, behind the meter und in front of the meter.
01:02:37: ,180 [Maximiliane von Butler] Und das, diese Kategorie, dass es, ähm, technisch auch machbar
01:02:42: ,400 [Maximiliane von Butler] – also wir haben auch Energiemanagementsysteme im Einsatz – ähm, hab ich, würd ich mir dann im Nachgang anschauen. Also ich würd gern, wirk, wie ge, wie gesagt, Schritt für Schritt erst das eine live schalten, dann das nächste live schalten.
01:02:57: ,920 [Maximiliane von Butler] Aber ich-
01:02:58: ,339 [Luca Leicht] Okay.
01:02:59: ,220 [Maximiliane von Butler] Das, also die, die, die, das ist genau der Grund, warum wir so 'n hohen Hebel in der E-Mob-Flexibilität sehen. Ist jetzt nicht so ein Beispiel vom Parken am Flughafen, weil jetzt naheliegend, weil man sich das so leicht vorstellen kann, ne, und weil da jeder auch Zugang zu hat. Auch das Laden zu Hause, das ist so griffig. Da schaut man sein Auto an und kann sich gleich was vorstellen. Aber die große Flexibilität ist dort im B2B-Lastverkehr. Ähm, und das ist auch das, was, ja, wo die Chancen für, fürs Energiesystem auch zu finden sind.
01:03:30: ,640 [Luca Leicht] Mhm. Seid ihr dann auch intensiv in Kontakt, um, keine Ahnung, mit Mercedes, um den Sprinter euch reinzuholen, nicht nur der ID.Buzz, der ja für sich genommen nicht als Nutzfahrzeug entwickelt wurde, sondern echte Nutzfahrzeuge wären dann so was Crafter, äh, TGE und Co.
01:03:44: ,300 [Maximiliane von Butler] Ich glaube, wenn wir die, wenn wir die Technik live setzen und, äh, uns positionieren als geeigneter Ansprechpartner für das Thema, dann, dann wird sich das alles schon fügen. [lacht]
01:03:54: ,980 [Luca Leicht] Das ist ja auch 'ne schöne Idee. Okay. Äh, Maximiliane, das war ziemlich spannend alles. Ich hab zum Schluss vom Move Podcast noch ein kurzes A/B-Fragespiel mit dir vor. Ähm, das heißt, du kriegst ein Für und ein Wider gestellt und darfst dich für das eine oder das andere entscheiden. Bist du mehr der Typ Streamingdienst oder CD und Schallplatte?
01:04:13: ,680 [Maximiliane von Butler] lacht]
01:04:13: ,780 [Luca Leicht] Ein wenig off top.
01:04:14: ,520 [Maximiliane von Butler] Wenn ich ehrlich bin, Schallplatte.
01:04:16: ,740 [Luca Leicht] Schön, das hatten wir, glaub ich, erst dreimal oder so. Jetzt musst du aber sagen, was, was wär die spezielle Schallplatte, die du, die du allen Leuten empfiehlst und in den, in den, äh, auf den Teller legen würdest?
01:04:28: ,800 [Maximiliane von Butler] Ach tatsächlich, ich hab von meiner Großmutter klassische Musik geerbt und, ähm, sie hat damals aus der, ähm, aus die Presseartikel ausgeschrieben, wenn, wenn sie beim Konzert war. Die sind alle ausgeschnitten und die liegen vorne drin in der Schallplattensammlung. Das heißt, immer wenn ich eine öffne, seh ich das Konzert, in dem sie saß, mit ihrer kleinen Notiz, wann sie da war. Und dann denk ich immer an meine Großmutter. Das, das ist der Filter.
01:04:51: ,400 [Luca Leicht] Das ist wunder-wunderschön. Ähm,
01:04:55: ,180 [Luca Leicht] weiter zur nächsten Frage: Ferrari oder Tesla?
01:04:59: ,400 [Maximiliane von Butler] Ich mag Tesla.
01:05:01: ,760 [Luca Leicht] Okay.
01:05:03: ,920 [Luca Leicht] Apple oder Google?
01:05:04: ,300 [Maximiliane von Butler] Google.
01:05:06: ,560 [Luca Leicht] Loft in der Stadt oder altes Bauernhaus auf dem Land?
01:05:10: ,520 [Maximiliane von Butler] Beides.
01:05:11: ,900 [Luca Leicht] Das ist 'n Entweder-oder-Spiel.
01:05:14: ,940 [Maximiliane von Butler] Ähm,
01:05:17: ,840 [Maximiliane von Butler] dann nehm ich den Bauernhof.
01:05:18: ,600 [Luca Leicht] Okay. Auto oder Fahrrad?
01:05:20: ,320 [Maximiliane von Butler] Fahrrad. Klappfahrrad tatsächlich.
01:05:23: ,080 [Luca Leicht] Wenn du dann, doch mal, k-cool, Klappfahrrad, okay. Ähm, wenn du im Auto bist, dann vorne oder hinten?
01:05:29: ,900 [Maximiliane von Butler] Vorne.
01:05:29: ,600 [Luca Leicht] Links oder rechts? Also Fahrer oder Beifahrer?
01:05:33: ,920 [Maximiliane von Butler] Links. Ich fahr gerne.
01:05:35: ,040 [Luca Leicht] Okay, du fährst gerne. Bist du 'ne gute Fahrerin?
01:05:39: ,460 [Maximiliane von Butler] Toi, toi, toi, unfallfrei.
01:05:40: ,540 [Luca Leicht] Okay, okay. Ähm, in Sachen Datenschutz und AGBs, bist du mehr der Typ Aluhut oder Accept All?
01:05:46: ,060 [Maximiliane von Butler] Uh, das sind ja Kontraste. Ähm, Accept All.
01:05:50: ,240 [Luca Leicht] Okay. Ähm, in Sachen Wunschadrenalinpegel, bist du mehr, ähm, Motorradfahren oder mehr so Fliegenfischen?
01:05:57: ,780 [Maximiliane von Butler] Boah, ich hab ganz andere Adrenalinquellen wieder. Noch gibt's nicht, ne? Dann nehm ich die Fliegen, dann bin ich an der frischen Luft und lief.
01:06:02: ,400 [Luca Leicht] Okay. Ähm, Star Wars oder Star Trek?
01:06:06: ,080 [Maximiliane von Butler] Star Wars.
01:06:07: ,660 [Luca Leicht] Kaffee oder Tee?
01:06:09: ,620 [Maximiliane von Butler] Kaffee.
01:06:10: ,800 [Luca Leicht] Steak oder Falafel?
01:06:11: ,500 [Maximiliane von Butler] Falafel.
01:06:12: ,200 [Luca Leicht] Und Nachteule oder Lerche?
01:06:14: ,540 [Maximiliane von Butler] Lerche.
01:06:15: ,460 [Luca Leicht] Alles klar. Ähm, Maximiliane, vielen, vielen, vielen Dank. Ähm, hat mich sehr gefreut, hat mir viel Spaß gemacht. Wenn ihr noch Fragen habt an die Maximiliane oder an mich oder an uns, an die Sache, ähm, schreibt's uns gerne in die Kommentare, schreibt uns gerne an podcast@move-magazin.de, ähm, auf iTunes, Spotify, YouTube und Co. Ihr wisst, wie Kommentieren funktioniert. Und bitte, wenn ihr Erfahrung habt mit bidirektionalem Laden, spezielle Wünsche oder irgendwas dergleichen, lasst uns auch das wissen, weil ich find das wirklich sehr spannend, was ihr da draußen davon denkt und wie ihr das auch nutzen würdet. Deswegen an der Stelle einfach fleißig kommentieren und schreiben, so wie immer. Und, äh, an dich, Maximiliane, dir gehören die letzten Worte. Hast du noch irgendwas, was ganz wichtig ist zu der Sache, die wir alle wissen müssen?
01:06:58: ,399 [Luca Leicht] Und los.
01:07:00: ,110 [Maximiliane von Butler] Ähm, Mut zur Lücke, Fragen stellen. Ich find das super, dass 'n Podcast wie diesen gibt, weil, äh, die Komplexität vom bidirektionalen Laden, die lässt sich nur klären, und, wenn wir all diese Puzzlestücke zusammenfügen. Und sich da an jeder Stelle 'n bisschen aufzuschlauen, führt dazu, dass wir, dass wir das Thema lösen. Alle wollen's. Also ich hab selten an 'nem Thema in der Energiewirtschaft gearbeitet, bei dem 's so viel Rückenwind und wenig Gegenwind gab. Ähm, das heißt, irgendwas scheint noch nicht zu funktionieren. Das müssen wir gemeinschaftlich herausfinden, weil ich hab, bin, ich bin zum Beispiel auf niemanden gestoßen, also dieses Suggerierte, da sagt dann jemand Nein und sagt: "Ich bearbeite das nicht, ich will das nicht", das hab ich nicht erlebt bisher. Ich hab nur erlebt: "Das ist schwierig, kannst du mir nicht helfen?" Und das können wir tun. Wir können einander helfen.
01:07:44: ,880 [Luca Leicht] Das ist ein wunderschönes Schlusswort. Vielen, vielen Dank dafür auch und, äh, an euch noch mal vielen Dank. Tschüss und bis zum nächsten Mal.
01:07:50: ,740 [Maximiliane von Butler] Tschüss. [Outro-Musik]