Moove

Moove

Der New Mobility Podcast von auto motor und sport

Europas Batterieproblem: Warum China nicht nur billiger produziert

Europas Batterieproblem: Warum China nicht nur billiger produziert

Warum produziert Europa Batteriezellen deutlich teurer als China? Batterieforscher Achim Kampker von der RWTH Aachen erklärt, warum beim Hochlauf einer Zellproduktion noch 10 bis 20 Prozent Ausschuss entstehen können, weshalb Erfahrung und Prozessbeherrschung entscheidend sind und warum Europas Problem weit über hohe Strom- und Lohnkosten hinausgeht.

Wir sprechen über Beschichtung und Trocknung, KI in der Produktion, Northvolt und fehlende Skalierung, LFP, Natrium-Ionen- und Festkörperzellen – und über Kampkers Vision einer hochautomatisierten Batteriefabrik, mit der Europa technologisch wieder aufholen könnte.

E-Auto als Heimspeicher: So rechnet Deutschland V2G kaputt

Elektroautos stehen die meiste Zeit – und könnten währenddessen als riesiger dezentraler Stromspeicher dienen. Doch ausgerechnet die neuen Regeln für Vehicle-to-Grid könnten den wirtschaftlichen Vorteil nach Ansicht von Marcus Fendt von The Mobility House erheblich schmälern. Im Moove Podcast erklärt er, was hinter MiSpeL steckt, warum Strom aus PV, Netz und Autobatterie regulatorisch so schwer auseinanderzuhalten ist und weshalb aus 500 bis 700 Euro möglichem V2G-Vorteil in bestimmten Fällen nur noch 50 bis 70 Euro werden könnten. Außerdem geht es um Netzausbau, Smart Meter, AgNes, Frankreich und die Frage, welches Potenzial Millionen E-Auto-Batterien für das Stromsystem tatsächlich haben.

„Cell-to-Pack ist eine Vollkatastrophe“ – Reparatur-Profi über moderne E-Autos

Was geht beim Elektroauto wirklich kaputt? Reparaturprofi Christopher Drechsler erklärt, welche Schäden er in der Praxis sieht, was Reparaturen kosten, weshalb eine 12-Volt-Batterie teure Folgeschäden verursachen kann und warum Ersatzteilversorgung und Batteriedesign darüber entscheiden, ob sich ein E-Auto überhaupt noch wirtschaftlich reparieren lässt.

Schwefel statt NMC: Europas Chance auf die nächste Batteriegeneration

Die Batterie-Landschaft in Europa hat ein Problem. In der Forschung sind wir vorn mit dabei nur wenn es um die Produktion geht, endet es allzu oft wie Northvolt oder Cellforce. Einen Neustart könnte es mit Lithium-Schwefel-Batterien geben, die deutlich höhere Energiedichten und weniger Abhängigkeit von kritischen Rohstoffen versprechen. Doch warum gibt es sie trotz jahrzehntelanger Forschung noch nicht in Großserie? Theion-CEO Ulrich Ehmes erklärt, welche Probleme Schwefel, Lithium-Metall und Elektrolyt noch bereiten, wie sein Unternehmen von der Knopf- zur Pouchzelle kommen will und warum die Industrialisierung mindestens so schwierig ist wie die Zellchemie selbst.

Wir überschätzen China! Warum der Mythos bröckelt

China gilt als große Bedrohung für die deutsche Autoindustrie – doch ist das Bild wirklich so eindeutig? China-Expertin Beatrix Keim widerspricht einigen der gängigsten Erzählungen. Mit Luca Leicht und Gerd Stegmaier spricht sie über die wirtschaftlichen Probleme Chinas, Überkapazitäten und Preiskampf, den Mythos „China-Speed“, die Expansion chinesischer Hersteller und die Frage, ob VW, BMW und Mercedes in China tatsächlich schon verloren haben.

Der beste E-Motor? Deutschlands Scheitern an der Perfektion

Deutschland kann E-Motoren – doch Perfektion, Kosten und Entwicklungstempo werden zunehmend zum Wettbewerbsfaktor. RWTH-Forscher David Drexler erklärt, was China anders macht, wie Toyota und Lucid ihre Motoren optimieren und ob Mercedes Axialflussmotor oder DeepDrives Doppelrotor-Radialflussmaschine das nächste große Antriebskonzept werden könnten.

Der beste E-Motor? Warum Tesla, BMW und Mercedes nicht denselben E-Antrieb bauen

Der E-Motor gilt als simpel und weitgehend ausentwickelt. RWTH-Forscher David Drexler widerspricht: Moderne Antriebe werden leichter, leistungsfähiger und komplexer. Wir sprechen über Tesla, BMW, Mercedes und VW, 30.000 U/min, Zweiganggetriebe und die Frage, welcher E-Motor wirklich der beste ist.

Mercedes im Fadenkreuz der US-Politiker

Mercedes-Benz gerät in den USA wegen seiner chinesischen Anteilseigner unter Druck. Ein neuer Gesetzentwurf sieht ein Verkaufsverbot für Autohersteller vor, an denen Investoren aus sogenannten „Foreign Adversary“-Staaten beteiligt sind. BAIC und der Geely-Gründer Li Shufu halten zusammen fast ein Fünftel an Mercedes - für einige US-Senatoren ist das offenbar zu viel.

Polestar-Verbot: Das Ende des globalen Autos?

"Deutschland ist digital noch im Neandertal", so lautet das Urteil von China-Kenner Jörg Wuttke, der über drei Jahrzehnte in Peking lebte und dort unter anderem die Deutsche und Europäische Handelskammer gründete. Für die Autoindustrie sieht er dunkle Zeiten bevorstehen, denn zwischen den USA und China sieht er einen Machtkampf anrollen, der Europa unvorbereitet aufreiben könnte.