Moove

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Der New Mobility Podcast von auto motor und sport

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00:00:00: ,400 [Luca Leicht] Musik spielt] Move, der New Mobility Podcast von Auto, Motor und Sport.

00:00:13: ,060 [Luca Leicht] Hallo und herzlich willkommen zu Move, dem New Mobility Podcast von Auto, Motor und Sport. Die Benzinpreise gehen mal wieder richtig durch die Decke. Die Bundesregierung hat reagiert und kurzfristig Entlastungsmaßnahmen beschlossen. Den meisten Experten zufolge sind diese Maßnahmen aber mehr oder weniger wirkungslos, dafür aber richtig teuer. Was definitiv beim Spritsparen hilft, ist elektrisch fahren. Aber auch für E-Autos sind gerade langfristige Regelungen auf den Weg gebracht worden. Die sind nicht wirkungslos, sondern voraussichtlich sogar schädlich und machen für uns alle das Fahren mit Elektroautos ähnlich teuer wie aktuell die Diesel. Welche Regelungen das sind, was es mit dem bidirektionalen Laden, mit Vehicle-to-Grid und Co. zu tun hat, welche Weichen da grade falsch gestellt werden und was das mit der MISPEL zu tun hat und vor allem auch, was diese Regelung tatsächlich ist und bedeutet, das wollen wir heute mit unserem Gast klären. Wir haben nämlich noch einmal Markus Fendt eingeladen von Mobility House. Er war schon mal bei uns in Folge 75 und deswegen sage ich: Hallo noch einmal, lieber Markus. Schön, dass du da bist und dir die Zeit für uns nimmst heute.

00:01:15: ,560 [Marcus Fendt] Gerhard, Luca, schön, euch wiederzusehen und zu hören.

00:01:19: ,820 [Luca Leicht] Genau, du sagtest schon, äh, Markus, du bist ja nicht das erste Mal da. Du warst schon in Folge 75 da, also vor dann bald

00:01:27: ,960 [Luca Leicht] 200 Folgen. Das war 2022, glaub ich. Ähm, und da hast du dich auch schon vorgestellt. Das ist aber schon zwei, drei Tage her. Magst du das vielleicht trotzdem für alle Gäste noch mal machen, wer du bist, was du so tust?

00:01:41: ,180 [Marcus Fendt] Ja, gerne. Ähm, Markus Fendt ist mein Name, ähm, Geschäftsführer bei Mobility House und verantwortlich, ähm, dafür, mit, zusammen mit dem Team Elektroautos intelligent in unser Energiesystem zu, ähm, integrieren. Das ist unsere Vision, ZeroZero. Ähm, zwei Worte, eine Vision. Warum? Weil Elektroautos 23 Stunden am Tag stehen, eine riesen Speicherkapazität haben, ähm, viel zu viel Zyklen leisten können mit ihren Batterien und, ähm, von daher so'n Dual-Use-Case haben und das Autofahren für uns viel billiger und natürlich auch CO₂-freier macht.

00:02:21: ,060 [Gerd Stegmaier] Ja, wir haben ja kürzlich mit deinen Mitstreitern bei The Mobility House gesprochen, mit Herbert Diess und, äh, mit dem Thomas Raffiner. Ähm, kannst du vielleicht gerade deshalb deine Rolle, deine, die, glaub ich, auch neu ist im Unternehmen, noch mal kurz erläutern?

00:02:41: ,920 [Marcus Fendt] Nee, die ist nicht neu, ähm, aber, ähm, wir haben halt, ähm, d-mit, mit Herbert und Thomas als unser Visionär und Ideengeber und Herbert als, äh, tatkräftiger Unterstützer, äh, der das ja damals schon bei VW auch begonnen hat, ähm, quasi Elli mit aus der Taufe gehoben hat, ähm, 'n wie-wichtiger, ähm, Mitstreiter und Partner für uns im Markt. Äh, meine Rolle ist schon immer die gleiche, auf der Vertriebsseite das ganze Thema nach vorne zu bringen, die OEM-Partnerschaften aufzubauen, die Utility-Partnerschaften aufzubauen. Ähm, wir haben ja auch, äh, sagen mal, uns sukzessive als Mobility House, ähm, den, den gesamten Weg erarbeitet und es begann mit den ersten Nissan Leafs, ähm, die überhaupt erst mal, ähm, angeschlossen werden mussten, installiert werden mussten, ähm, wo Ladestationen, ähm, gebraucht wurden. Von daher haben wir so mit TMH Charging 'n Ladestations-, ähm, Onlineshop für Kunden und Elektriker. Wir haben TMH Solutions gegründet, um Flotten auszustatten, Wohnimmobilien auszustatten, ähm, Mitarbeiterladen zu ermöglichen, also Dienstwagenfahrer. Ähm, das haben wir vor, ähm, drei Monaten an Edenred verkauft, äh, und wir haben The Mobility House Energy, wo's darum geht: Wie krieg ich denn diese 650 Euro, ähm, die ich in Folge 75 schon versprochen hab, äh, die im aktuellen BMW-Angebot, ähm, ähm, und auch, ähm, Elli-Angebot sogar getoppt werden. Ähm, und, ähm, da geht's dadrum, wie aggregier ich die Fahrzeuge und wie bring ich die dann auch in den Energiemarkt? Das ist die Verantwortung von, ähm, The Mobility House Energy, äh, und, ähm, da bin ich verantwortlich als Geschäftsführer und, ähm, das Gesicht in den Markt und zu den Kunden hin.

00:04:32: ,120 [Gerd Stegmaier] Okay, ähm, nur noch mal kurz, weil du jetzt gesagt hast, auch Flotten und so weiter. Wer sind deine Kunden als Vertriebsmann?

00:04:41: ,580 [Marcus Fendt] Momentan, ähm, sind's die Automobilhersteller. Du kommst an bidirektionales Laden nicht ohne die OEMs. Ähm, aufgrund der, ja, noch sehr neuen, ähm, Standards, ähm, Interoparale..., äh, die Interoparalität ist noch nicht so gegeben, dass du das ohne Automobilhersteller machen könntest, wie jetzt zum Beispiel beim öffentlichen Laden, wo wir's ja jetzt, ähm, geschafft haben, dass wirklich es überall jedes Auto laden kann. Ähm, und natürlich auch die Energieversorger auf der anderen Seite, weil die haben die Endkunden heute. Und, ähm, wir, ähm, wollen genau dazwischen die Technologie bereitstellen, dass möglichst viele Kunden, ohne ihren Stromversorger wechseln zu müssen, ähm, ähm, bidirektional laden können, ihr Auto, aber auch, ähm, sukzessive, falls sie's haben, einen Heimspeicher, ähm, ähm, oder ihre PV-Anlage optimieren können, also erst mal sich optimieren können und dann auch noch sich zum Markt optimieren können, um so auf die Werte zu kommen, ähm, die jetzt grade im Markt auch kommuniziert sind.

00:05:44: ,920 [Gerd Stegmaier] Mhm. Also von denen hast du schon gesprochen. Wie viel kann der einzelne E-Autofahrer quasi sparen, wenn man, ähm, Batterie des E-Autos und Stromnetz verbindet? Ähm, hast du vielleicht auch noch 'n paar Zahlen, was das dann für unser Stromnetz bedeutet, was ja de facto für uns alle irgendwo wichtig ist? Ähm, wie viel müssen wir da investieren und so weiter?

00:06:08: ,780 [Luca Leicht] Und dann kosten sie ja auch was.

00:06:10: ,140 [Gerd Stegmaier] Genau. Wie viel können wir dadurch sparen?

00:06:14: ,528 [Marcus Fendt] Also da kursieren ganz, ganz viele Werte. Also die FFE hat Werte ausgerechnet, was man im Netz sparen kann, ähm, im zweistelligen Milliardenbereich. Die EU hat jetzt grade in, in ihrem EU-Elektrifizierungsplan, ähm, Einsparungen bis 2045 im dreistelligen Milliardenbereich, also ich glaub, 140 Milliarden waren's, wenn ich's richtig im Kopf habe. Ähm, w-wir haben uns-- Da gibt's Profis, ähm, wie FFE, wie Neon, ähm, die, die das, ähm, ausrechnen. M-McKinsey hat jetzt auch grade ja noch mal 'ne Studie rausgebracht letzte Woche zum effizienten Energiesystem. Ähm, die, die großen Zahlen kann ich nicht, ähm, sag mal, ähm, sattelfest sagen und es kommt-- Keiner weiß genau, wo's hinlaufen wird. Also wie viel Kunden machen bei was wirklich mit? Was wird sich durchsetzen? Is es der Großspeicher? Is es der, ähm, Heimspeicher? Is es der Gebäudespeicher? Is es der Fahrzeugspeicher? Ich, ich würd noch mal auf das First Principle kommen. Wir haben, ähm, erneuerbare Energien, die die günstigsten sind, ähm, in der Produktion. Und wir haben Batterien jetzt, die extrem günstig geworden sind, was man sehr schön sieht, wie, ähm, auch in Deutschland Großbatterien, zumindest mal von den Anträgen her, die, die, äh, äh, die Verteil- und Übertragungsnetzbetreiber überrannt haben. Also wir sprechen da von Anträgen in der Höhe von 500 Gigawatt. Ähm, 80 Gigawatt sind, oder 78, glaub ich, waren's, sind genehmigt worden und sollen irgendwann die nächsten fünf bis, äh, plus Jahre kommen. Ähm, wir sehen das aber auch im Ausland. Also Australien, kann man sich vielleicht noch erinnern, is jetzt, äh, fünf Jahre her, wo, ähm, Tesla dort in 100 Tagen einen 100-Megawatt-Speicher gebaut hat. Ähm, das war damals noch groß. Ähm, Kalifornien, ähm, hat, hat damals, ähm, wie ihnen, äh, so'n Gaskraftwerk kaputtgegangen ist, dann 'n großen Batteriespeicher, ähm, ähm, gebaut. Ähm, inzwischen, äh, sind, weil Batterien so günstig geworden sind, äh, werden sie überall eingesetzt. Wir kennen's im Kleinen von unseren Power Tools zu Hause, ähm, und das wird, das findet jetzt auch im Großen in einem Energiesystem statt. Und da bin, sind wir erst ganz am Anfang und ich glaube, wir wissen erst die Hälfte, ähm, wenn überhaupt, der Möglichkeiten, die da noch drin liegen, insbesondere im Verteilnetz. Und weil der größte Kostenblock, der auf uns zukommt, ist nicht, ähm, die, die Gaskraftwerke jetzt, die wir brauchen für im Durchschnitt sieben Tage Dunkelflaute, sondern der größte Kostenblock is, wenn wir einfach ganz viel Kupfer verbuddeln, ähm, weil wir ja durch die Elektrifizierung, Wärmepumpen, Elektroautos, aber auch die Industrie deutlich mehr Netz brauchen. Und wenn wir das nur mit Kupfer lösen, ähm, um auch die letzte Viertelstunde noch, ähm, im, im Kupfer zu, ähm, übertragen zu können und nicht mit Flexibilität regeln, dann kommen diese, ähm, 550 bis 750 Milliarden, die im deutschen, ähm, Stromnetz verbuddelt werden, ähm, zustande. Und davon sollten wir möglichst viel einsparen. Und wenn wir da nur 30 Prozent einsparen, dann ist es ein, ein Wert, der das ganze Thema, ähm, der Kosten der Gaskraftwerke um den Faktor zehn übersteigt. Also von da, da müssen wir hinkommen.

00:09:36: ,528 [Gerd Stegmaier] Okay, und du glaubst, weil wenn wir die Autos nutzen, äh, nutzen wir auch ein Bestandsnetz quasi, weil die Autos ja in der Regel laden könnten an irgendwelchen Ladepunkten, oder?

00:09:48: ,228 [Marcus Fendt] Genau. Also, äh, das wird natürlich je verteilter ich die nutze, immer komplizierter und wir müssen bis dahin dann auch die Netze digital haben. Aber das is 'n Thema, ähm, was wir ja nicht morgen gelöst haben müssen. Wir müssen ein Zielbild haben. Also von daher, ähm, gefällt mir der Begriff Energiezukunft auch viel besser wie Energiewende, weil wir, wir drehen uns ja nicht um. Wir haben 'ne neue Zukunft, wir haben 'ne neue Technologie. Äh, wir haben Möglichkeiten, die wir vorher nicht hatten. Und, äh, wir haben auch nicht gesagt, wir machen, ähm, eine Telekommunikationswende, ähm, sondern wir hatten plötzlich 'ne digitale Zukunft mit Smartphone und Internet. Äh, es war keine Wende, sondern es ist 'ne Weiterentwicklung. Und genauso was findet grade sowohl in der Automobilwirtschaft statt. Also die, die Automobiler haben plötzlich die Möglichkeit, ähm, des Business der Oil Majors zu übernehmen, in das Thema Flexibilitätsvermarketing reinzugehen und, ähm, und sich da den Markt, äh, mit den Utilities zu teilen.

00:10:49: ,468 [Luca Leicht] Mhm. Das Ganze klingt jetzt mega schön und nach Zukunft und nach ganz vielen, nach, nach Lösungen und nach Verbesserungen. Ähm, einer der Aufhänger, warum wir die Folge heute mit dir aufnehmen wollten, war, weil es neue Regelungen dafür braucht, von denen hast du gesprochen. Eine davon ist die MiSPel.

00:11:09: ,708 [Luca Leicht] Das kannst du gleich erklären, was das genau is. Ähm, was uns aber so aufmerksam gemacht hat, war, dass du schriebst, die MiSPel hat es verhunzt. Ich, ähm, erinner mich, du hast es auch in deinem Post selber, äh, zitiert auf LinkedIn. Du hast eigentlich, äh, vor 'nem Dreivierteljahr, glaub ich, war's oder so was, oder vor 'nem halben Jahr geschrieben: „Es ist safe. Wir sind jetzt da. Die Regelung kommt. Es wird super. Die goldene Zukunft ist da.“ Und jetzt schreibst du vor 'ner Handvoll Tage: „Es ist vorbei. Es ist sch..., nicht gut, es ist verhunzt.“ Was steckt dahinter und warum, ähm, ist irgendwas verhunzt worden? Und was ist verhunzt worden?

00:11:43: ,288 [Marcus Fendt] Ja, das war schon echt 'n Frustpost, ähm, weil, ähm, ich hab mich riesig gefreut nach, boah, ich glaub, fünf Jahre bin ich da in Berlin, ähm, rumgehüpft, äh, der Erklärbär, warum das Potenzial wir nutzen müssen, warum das auch 'n Innovationsvorsprung, ähm, für, für Deutschland einfach ist. Weil wenn wir das als Erste machen, dann können wir es auch als Erste exportieren und verkaufen und sammeln damit Erfahrung. Und, ähm-

00:12:08: ,928 [Luca Leicht] Und Geld und neues Geschäftsmodell und la, la, la. Dinge, die wir nicht brauchen hier in Deutschland.

00:12:13: ,164 [Marcus Fendt] Und wir tun ja immer so, als wenn wir heute was beschließen, als ob das morgen da ist. Also auch die erste Generation der Elektroautos, äh, war nicht top. Ähm, da waren auch echt 'n paar Flops dabei und die sind zu Recht verrissen worden. Und, aber man muss mal wo anfangen und dann macht man's besser. Und genauso wird es mit dem bidirektionalen Laden sein. Das wird nicht top sein. Öffentliches Laden war am Anfang auch nervig, ist immer noch nervig. Wir jammern immer noch über 70 Grad. Wird das in fünf Jahren noch der Fall sein? Nein. Und von daher ist mir so wichtig, dass wir mit dem Bidiladen auch anfangen können, weil ich glaube, es gibt fast nichts Komplexeres, weil zwei ganz große Industrien oder nimm die Netzbetreiber oder Netz noch, ähm, neben Energie und Automobil dazu, sind's drei Industrien, die zusammenarbeiten müssen. Und da sind fünf Jahre Innovationszyklen gar nichts. Ähm, und je später wir anfangen, umso schneller können wir überholt werden. Und darum, äh, war ich jetzt sehr enttäuscht, das mit der MISP. Äh, was, was, was heißt das genau? Also das ist Marktintegration für Speicher und Ladepunkte. Das i-ist die Umsetzung des Bundestagsbeschluss, über den ich mich gefreut habe im November letzten Jahres, wo der Bundestag gesagt hat: „Nein, wir wollen, dass, ähm, ähm, kleine Speicher, sowohl Heimspeicher als auch Elektroautos, mobile Speicher, gleichberechtigt werden zu großen Speichern.“ Die großen Speicher waren schon immer von den Netzentgelten befreit, zumindest mal bis 2029, genau um ihnen so'n Anlauf zu ermöglichen, um zu sehen, was für 'n Wert sie bringen, um, ähm, sie nicht doppelt zu belasten. Pumpspeicherkraftwerke sind auch nicht doppelt belastet, von daher fair enough. Warum dann die kleinen? Und das, äh, sollte jetzt geregelt werden, wie man das machen kann für Heimspeicher und Elektroautos. Und dafür ist dann verantwortlich die Bundesnetzagentur.

00:14:06: ,364 [Marcus Fendt] Und die hat sich da, ja, sehr, sehr detailliert mit auseinandergesetzt, ähm, und hat da 159 Seiten zu Papier gebracht und das hat auch der Branche in den Sommerferien, das kam am 5. August raus, erst mal drei Wo..., erst mal haben alle gesagt: „Oh, super, wir haben's.“ Und im ersten Moment las sich das auch ganz okay. Wenn man dann die Formeln mal durchkalkuliert hat, hat man festgestellt, ja, also, ähm, für 'n Heimspeicher super, ähm, fürs Elektroauto, äh, das ist ja mal richtig ausgebremst worden. Und von daher wollte ich jetzt in 'nem Post nicht gleich persönlich werden und 'ne Behörde angreifen und hab das jetzt mal auf Mispel und Blatt Papier, ähm, begrenzt, aber man muss schon sagen,

00:14:49: ,964 [Marcus Fendt] und ich will jetzt die Au..., Intention mal außen vor lassen. Ich glaube, es ist einfach übersehen worden, bin ich jetzt mal freundlich, ähm, dass das Elektroauto totgerechnet wird. Und man kann natürlich nicht erwarten, dass so 'ne Bundesnetzagentur jetzt alle Use Cases auch wirklich persönlich kennt, aber, ähm, momentan funktionieren Elektroautos mit der MISPL nur sehr, sehr begrenzt.

00:15:13: ,444 [Luca Leicht] Aber Markus, ich muss noch mal fragen. Man kann nicht voraussetzen, dass die Bundesnetzagentur, die heißt Bundesnetzagentur, weil die alles im Blick haben sollte, was irgendwie an so 'nem Kabel am Ende hängt.

00:15:23: ,524 [Luca Leicht] Dass die das nicht kennt, das find ich jetzt, ähm,

00:15:26: ,704 [Luca Leicht] sehr großzügig von dir in der Analyse. Ähm, ich finde, das Auto, wir wissen, das Auto ist nicht die Lösung oder das E-Auto für, für die, ähm, die Speicherung von, von erneuerbarem Strom, aber ist halt zumindest mal 'n relevanter Teil davon. Ähm, und, also, w-wie kann es passieren, dass die da nicht drin sind? Hätten die Autohersteller da auch Lobby machen müssen? Haben nur die Heimspeicherverbände irgendwie Lobby gemacht bei der Bundesnetzagentur? Oder weil man ...

00:15:56: ,924 [Luca Leicht] W-wie kann das sein?

00:15:57: ,864 [Marcus Fendt] Also,

00:15:59: ,044 [Marcus Fendt] ich, ganz ehrlich, ganz genau weiß ich's nicht. Mir kommt vor, wir haben Angst. Wir haben Angst vor der Komplexität, ähm, weil was bedeutet das? Ich muss im kompletten Verteilnetz digitaler werden. Ähm, ich muss die Assets, die natürlich, ähm, millionenfach, also wir haben circa drei Millionen Heimspeicher inzwischen in Deutschland, 20 Gigawattstunden. Im Vergleich dazu haben wir circa wahrscheinlich drei, drei Gigawattstunden Großspeicher inzwischen aufgebaut. Ähm, und wir haben aber rein theoretisch das Volumen von 140 Gigawattstunden, alles, ähm, Werte von 12, 2025, ähm, kann man nachlesen, ähm, o..., in Fahrzeugbatterien. Und d-das bedeutet natürlich, ist eine Riesenherausforderung, das in ein System zu integrieren. Jetzt geh ich mal davon aus, ähm, dass dadurch, dass die Netzbetreiber jetzt plötzlich eh, nachdem sie Jahrzehnte war das immer alles schön vorhersehbar, schön planbar und jetzt kommen wir in eine, ähm, Electro World, ähm, und jetzt müssen plötzlich die Netzbetreiber als der wesentliche, ähm, ähm, quasi, Intermediator dazwischen das Ganze managen. Und sie können nicht einfach nur mit Kupfer das regeln und, ähm, dann ganz im Notfall irgendwas abschalten, ähm, was nie der Fall war, sondern es geht jetzt nur noch digital, weil sie nicht schnell genug sind. Also, sie, ich mein, das hat nichts mit ihnen zu tun, sondern man kann einfach nicht so schnell Kupfer verbuddeln. Äh, da muss ja erst mal die Straße aufgraben. Ähm, und weil sie aber auch nicht digital genug sind, mussten sie auch nicht sein. Und jetzt kommen plötzlich dynamische Tarife. Jetzt kommt Paragraf 14a. Das ist alles innerhalb der letzten eineinhalb Jahre gelauncht worden. Jetzt sollen die Elektroautos integrieren werden und da kommt mir vor, versucht man die auch ein bissel zu, zu schützen, ähm,

00:17:54: ,704 [Marcus Fendt] und vielleicht von daher zu sagen: „Komm, lass uns die Autos noch mal außen vor lassen.“ Vielleicht ist es aber auch nur einfach ein Versehen. Vielleicht ist es aber auch, um ganz böse zu sein, irgendeine ideologische Einstellung. Ähm, ähm, findet man leider auch in den Behörden, dass da Leute sitzen, die sagen: „Nö, das, ähm, wollen wir nicht“, und dann so ihren Guss so durchdrücken. Ich weiß es nicht. Ähm, wir haben ja lang genug, ähm, lobbyiert. Ähm, und lobbyiert klingt oft negativ. Also letztendlich sind, ist es erklärt. Ähm, mit allen Automobilherstellern, also aber auch, ähm, Energieversorger. Also der E.ON steht voll dahinter. EWE, Enercity, ähm, auch, auch mit der EnBW ist ja, ähm, grade, was, was jetzt Heimspeicher angeht, ähm, sind die ja ganz weit vorne dran und wollen die auch integrieren. Ähm, EnBW hat auch, ähm, Fahrzeugversuche gemacht mit ihren verschiedenen Allees und Chaussees, ähm, die Autos nutzen bringen können. Also, ähm, die stehen alle dahinter und mir kommt vor, wir haben so'n bisschen Angst vor der eigenen Courage und denken, das würde übermorgen gleich irgendwie, ähm, durch die Decke gehen, ganz viel Geld kosten. Also da kostet jeder Spritpreisdeckel aber schon mal ganz viel mehr Geld.

00:19:07: ,864 [Luca Leicht] Ja, vielleicht noch kurz als, als, äh, Einschub, die 14A, nur dass wir das Glossar und das Dossier hier im Hintergrund noch aufhalten, ist quasi diese Regelung, die geschaffen wurde, dass man Ladesäulen oder Wärmepumpen oder so was nicht mehr, für-- Also dass der Netzbetreiber die nicht mehr ablehnen darf, wenn ich's richtig weiß, sondern, ähm, man sich an gewisse Regelungen halten muss, wenn sie mehr als

00:19:26: ,944 [Luca Leicht] 4,2 Kilowatt Leistung haben, glaub ich, aber abgeschaltet oder runtergeregelt werden dürfen. Aber deswegen darf er sie nicht mehr ablehnen pauschal, wie's früher der Fall war.

00:19:35: ,784 [Marcus Fendt] Genau.

00:19:36: ,984 [Luca Leicht] Sorry.

00:19:36: ,444 [Marcus Fendt] Also es ist der erste, ähm, also wir haben dynamische Tarife auf der Energieseite, super. Und es ist der erste Versuch, auch 'ne Dynamik auf der Netzseite reinzubringen. Und dass der Netzbetreiber dimmen darf, akt..., muss er aktiv machen, aber spart jedem Elektroautofahrer, der sich für den Paragraf 14A anmeldet, einfach mal, das, da, da gibt's drei Module. Das Modul eins spart dir schon mal, ohne dass du irgendwas, ähm, tun musst, außer 'n Smartmeter zu haben, ohne dass du gedimmt wirst, weil können die Netzbetreiber technisch noch gar nicht, 190 Euro im Jahr. Also dafür, dass ich einen Zettel ausfüll, ähm, ist das ja schon mal ... Also das sind alles diese Kleinigkeiten, die einfach Elektroautofahren billiger machen, ähm, weil es ist mir in den allermeisten Fällen vollkommen egal, ob ich um, um 7 Uhr oder um 5 Uhr geladen werde oder erst um 9 Uhr. Dem Netzbetreiber hilft es wahnsinnig viel, weil ab 11 ist sein Netz leer, ähm, und davor hat er 'ne Spitze. Und von daher versucht er natürlich, möglichst viel nach 11 reinzuschieben.

00:20:42: ,844 [Gerd Stegmaier] Mhm. Ähm, wenn ich's noch mal kurz zusammenfasse, du hast ja grad noch schöne Speicherkapazitätszahlen, äh, reingeworfen. Also, ähm, wir hatten gesprochen von, ähm, Großspeichern, wo wir inzwischen realisiert haben, drei Gigawattstunden, wenn ich's richtig jetzt im Kopf hab. Ähm, und du sprachst von dem 50-fachen, was quasi an E-Autos, ähm, Batterien bereitstellen. Ähm, äh, bezieht sich das auf den Bestand aktuell oder auf den hochgerechneten für die Zukunft?

00:21:20: ,304 [Marcus Fendt] Nee, ist der Bestand aktuell. Ähm, einfach wenn du bei der RW Aachen, die haben so'n, ähm, Speicher-, ähm, und, und Mobilitäts-, ähm,

00:21:32: ,804 [Marcus Fendt] so'n Tracking, wie viele angemeldet sind, ähm, beziehungsweise Fahrzeuge zugelassen sind, aber mit 'ner Durchschnittsbatteriegröße von 50 Kilowattstunden, kriegst du mal so'n Gespür für dieses Verhältnis. Und, ähm, das macht ja vollkommen, also d..., um auf den ersten, ersten Punkt noch mal, diese First Principles. Natürlich müssen wir diese Flexibilität nutzen. Es wäre dumm, das nicht zu tun.

00:21:56: ,324 [Gerd Stegmaier] Ja.

00:21:57: ,124 [Marcus Fendt] Nur auch im Verhältnis, noch mal Pumpspeicherkraftwerke haben wir 40, ähm, ähm, Gigawattstunden.

00:22:02: ,344 [Gerd Stegmaier] Okay.

00:22:02: ,644 [Marcus Fendt] Ähm, also wir haben jetzt schon das Dreifache der Pumpspeicherkraftwerke.

00:22:07: ,044 [Luca Leicht] Aber, aber man muss ja fair auch sagen, die, die liefern halt auch nicht so viel rein. Also, also die sind ja sehr begrenzt in ihrer Wirkmacht. Wo stehen die? Die stehen jetzt selten irgendwie an der norddeutschen Küste. Ähm, also die sind jetzt nicht neben dem Windrad beispielsweise aufgestellt, diese Pumpspeicherkraftwerke. Das heißt, für das gesamtdeutsche Netz tragen die halt nur in, in sehr kleinen Regionen auch wirklich irgendwie

00:22:29: ,844 [Luca Leicht] viel Last mit.

00:22:30: ,492 [Marcus Fendt] Na ja, beziehungsweise du musst, damit du's in ganz Deutschland verteilst, entsprechend große Leitungen immer bauen. Das ist ja das, was wir jetzt grade auch haben mit den, mit den, ähm, Nord-Süd und Ost-West-Westachsen, um den Wind eben in den Süden zu bekommen oder, ähm, mehr Sonne in den Norden. Braucht's selten, aber, ähm ... Und da ist natürlich 'n gewisser Netzausbau macht auch Sinn, aber wir sind ja noch am Anfang dieser Elektrifizierung. Also das Wärmepumpenthema, das kommt ja noch auf uns zu. Die Wer..., die Wärme ist ja der, der größte Faktor und auch gar nicht so wahnsinnig flexibel, weil wenn's kalt ist, wollen halt einfach alle heizen, während ein Elektroauto halt super flexibel ist. Also ich sag immer so die ... Wenn du nur den Durchschnittswert nimmst, dann wird dir das so klar, weil der Deutsche fährt im Schnitt 36 Kilometer am Tag. Das sind acht Kilowattstunden. Acht Kilowattstunden lädst du bei einem 11-KW-Charger, ähm, was die durchschnittliche Anschlussleistung ist, in 'ner Dreiviertelstunde rein. Und wo du diese Dreiviertelstunde hinschiebst, ist ja vollkommen egal. Also du kannst auch nur am Freitag laden und dann aber halt, ähm, ähm, drei Stunden hintereinander laden. Also das ist, äh, das, äh, unglaubliche Flexibilität, die es zu erschließen gilt. Ist es einfach? Ähm, brauch ich da sehr viele Daten? Muss ich da sehr geschickt aggregieren? Müssen die Kunden sich auch dran gewöhnen? Müssen Netzbetreiber verstehen, wie nützlich dieses Potenzial? Ja, dazu brauchen wir halt auch ein, mindestens 'n Vorlauf von, von, von fünf Jahren, bis das alles einigermaßen rund läuft. Und je früher wir anfangen, umso besser geht's. Und dazu brauchen wir halt Rahmenbedingungen. Und, äh, ich find's halt immer schön, wenn man die Rahmenbedingungen nicht über Förderprojekte macht – da kann man mal loslegen mit –, ähm, sondern möglichst betriebswirtschaftlich. Ähm, und das ist immer der Kampf, wo wir gesagt haben, stellt uns mit Großspeichern gleich. Dann, ähm ...

00:24:25: ,872 [Marcus Fendt] Dann funktioniert das, ähm, und dann hätten wir schon vor drei Jahren loslegen können und erste Erfahrungen sammeln, so wie die Franzosen.

00:24:32: ,152 [Luca Leicht] Mhm.

00:24:33: ,592 [Gerd Stegmaier] Mhm.

00:24:34: ,932 [Marcus Fendt] Aber das ist eben die Mispe verhunzt und das erklär ich euch gerne gleich noch mal, [lacht] was, warum hier.

00:24:38: ,992 [Luca Leicht] Ich, ich, ich mich an der Stelle noch, damit die Zahlen noch alle klar haben. Ich glaub, d..., im, im Ideal, was wir an Speicher brauchten, um ein mehr oder weniger vollständig, ähm, EE-Energienetz bei uns zu haben, also erneuerbare Energien zu haben, bräuchten wir, glaub ich, irgendwas die 600 Gigawattstunden Batteriespeicher. Zumindest sind das jetzt die Zahlen. Ich glaub, das Fraunhofer hat die mal hochgerechnet, das ISE. Ähm, und

00:25:02: ,392 [Luca Leicht] wenn wir jetzt halt schon diese 140 Gigawattstunden Batteriespeicher im Auto haben, ist es halt einfach schon ein Viertel davon. Ja, die ganzen alten Zoes und Co. sind nicht BD-fähig. Das ist völlig klar. Aber nur um so'n Gespür zu verkriegen, das Auto jetzt, wie es ist, mit was für einer Marktdurchdringung in Deutschland. Ich glaub, die Neuzulassungen liegen bei 30 Prozent. Ähm,

00:25:21: ,312 [Luca Leicht] also wir, wir kommen da ja-

00:25:22: ,812 [Marcus Fendt] Die Zulassungen liegen nur bei drei Prozent. Das heißt, wenn wir mal 20 Prozent haben, also, und selbst wenn nur zehn Prozent einstecken oder mitmachen, das Potenzial ist einfach insane, weil die Batterie ja schon immer bezahlt ist.

00:25:34: ,712 [Gerd Stegmaier] Ja.

00:25:34: ,872 [Luca Leicht] So.

00:25:35: ,192 [Gerd Stegmaier] Und was man da dazu sagen muss, hast du auch vorher genannt. Heimspeicher haben wir jetzt aktuell 20 Gigawattstunden am Netz. Ähm, hab ich's richtig-

00:25:46: ,852 [Marcus Fendt] Ja, circa drei Millionen, ja.

00:25:48: ,772 [Gerd Stegmaier] Ja. Okay. Und, ähm, du hast jetzt ja, ähm, mehrere Punkte in deinem, äh, Post angesprochen. Einer war, ähm, dass die anrechenbare Strommenge jetzt bei den E-Autos ohne Heimspeicher pauschal ha-halbiert wird. Ähm, kannst du die, die Wirkung dieser Regelung mal kurz illustrieren und erklären, warum genau das so schlecht ist?

00:26:17: ,112 [Marcus Fendt] Also die, die Mispe ist ja, um, um noch mal die, die Intention, wo, wo kommt 'n das Ganze her? Ich hab heute ja Grünstrom, alles, was bei mir im Haushalt von meiner Solaranlage kommt, ähm, und, ähm, ich hab Graustrom, wenn ich noch zusätzlich Strom aus dem Netz bezieh. Und der Grünstrom ist oder PV-Strom ist gefördert und jetzt muss ich das sauber abgrenzen können. Ähm, was ist denn quasi Grünstrom, was ist Graustrom, weil das jeweils beaufschlagt ist. Das haben wir halt so geregelt und diese Regelung wird jetzt plötzlich kompliziert, ähm, wenn ich da noch 'n Heimspeicher habe, der am Energiemarkt teilnehme oder 'n Fahrzeug habe. Von daher hat man gesagt: „Okay, wir machen es einfach mal so: Wir pauschalieren einen bestimmten Betrag einer durchschnittlichen deutschen PV-Anlage und diese, ähm, dieser Durchschnittsbetrag kriegt dann einfach die EEG-Förderung und der Rest ist dann Graustrom, ähm, und der muss, wird einfach ganz normal gehan-gehandhabt wie Graustrom, ähm, aber man lässt diese doppelten Netzentgelte oder genauer gesagt die Netzentgelte für den wieder eingespeisten Strom entfallen. Dazwischen gibt's noch 'ne Indifferenzmenge. Ich persönlich hab nicht genau verstanden, warum, ähm, man die überhaupt braucht, ähm, aber die werden sich da Gedanken gemacht haben. Ich hab mir jetzt auch nur die Teile angeschaut, die wirklich fürs Fahrzeug relevant sind. Und für diesen, diese Indifferenzmenge, ähm, die über, äh, diese, ähm,

00:27:52: ,872 [Marcus Fendt] die Pauschalmenge hinausläuft, ist für den Heimspeicher der Faktor 0,1 angelegt. Das heißt, ähm, der kriegt 'n Abschlag von zehn Prozent und das Elektroauto kriegt aber 'n Abschlag von 50 Prozent. Und durch die Aufaddierung eines durchschnittlichen Heimspeichers, weil das Ganze geht nur mit Solaranlage, ähm, landet das Elektroauto bei einem Zehntel des Wertes nur noch. Und das heißt, von diesen Angeboten, die momentan so im Markt sind, zwischen 500 und 700 Euro, ähm, kommen beim Kunden dann nur noch 50 bis 70 Euro an. Also da kann ich auch unidirektional intelligent laden und einfach auf 'n guten Tarif gehen. Ähm, da, [lacht] da hol ich ... Also wir haben mal so'n Testtarif aufgesetzt mit ION, ähm, da holen wir 350 Euro für den Kunden raus. Also da brauch ich nicht bidirektional machen.

00:28:40: ,572 [Luca Leicht] Ja, und ich mein, da, da schiebt ihr einfach nur den Ladevorgang irgendwann dann hin, wenn's dynamisch günstig ist.

00:28:46: ,492 [Marcus Fendt] Genau.

00:28:46: ,392 [Luca Leicht] Also ganz, ganz langweilig, wenn man so will, von der, von der, von, von der Idee. Da ist nicht irgendwie Rocket Science drin, bestimmt in der, in der Programmierung und allem, aber jetzt von der, von der Idee her-

00:28:57: ,092 [Marcus Fendt] auch, aber also, wenn du nur die dynamische Tarifverschiebung machst, äh, bist du circa bei 150 bis 200 Euro Einsparung. Wenn du dann auch wirklich noch mal tradest, also-

00:29:09: ,352 [Luca Leicht] Ja, okay, stimmt. Ja, ja.

00:29:10: ,652 [Marcus Fendt] Dann kommen noch mal, ähm, gut 100 Euro obendrauf.

00:29:14: ,872 [Gerd Stegmaier] Okay.

00:29:14: ,792 [Marcus Fendt] Das sind jetzt immer Werte vor Kunden, dass wir uns einheitlich da ... Ähm, wir müssen ja auch noch ein bissl was verdienen. Von daher sind's im Energiemarkt dann etwas mehr.

00:29:24: ,812 [Gerd Stegmaier] Mhm.

00:29:24: ,092 [Luca Leicht] Werbung. Was haben eine gute Jeans und ein gutes Auto gemeinsam? Beide müssen funktionieren, ohne dass man lange darüber nachdenkt. Bestes Beispiel: Die Mac Ultimate Driver Jeans von Auto Motor und Sport und Mac Jeans. Jetzt in der Walter Röhrl Edition. Hochwertige Denims in moderner Passform mit eingestickter Signatur der Rallye-Ikone. Präzision, die man tragen kann und Präzision, die man gewinnen kann. Sichere dir jetzt ein Mac Jeans Package mit einer Walter Röhrl Edition, einem weiteren Modell aus der aktuellen Ultimate Driver Pants Kollektion, Shirt und Base Cap. Den Link zum Gewinnspiel findest du in den Shownotes. Jetzt teilnehmen und abräumen. Ich wünsch viel Glück. [Musik]

00:30:07: ,848 [Gerd Stegmaier] Also, äh, ehrlicherweise klang das für mich schon jetzt, wie du's erklärt hast, so monsterkompliziert und dann ist es natürlich auch extrem schwer nachzuvollziehen, an welcher Stelle wird 'n da jetzt das E-Auto nochmals benachteiligt? Aber was wäre denn eigentlich die Vision? Die Vision wäre doch, ich hab 'n E-Auto, das, das 'ne bestimmte, ähm, Speicherkapazität dem Netz zur Verfügung stellen kann und egal, wo ich's anhänge, hat's meinetwegen irgend 'ne Art ID und dann krieg ich diese Bereitstellung von Speicherkapazität quasi in irgendner Form ... ... idealerweise angerechnet. Wenn man das jetzt mit 'ner PV-Anlage und 'nem Heimspeicher verknüpft, dann ist man ja maximal sowieso schon von dieser Superflexibilität entfernt. Ähm, aber

00:30:59: ,968 [Gerd Stegmaier] dann auch noch quasi in verschiedenen Faktoren alles Mögliche runterzurechnen, das kann ja am Ende,

00:31:07: ,168 [Gerd Stegmaier] ähm, ja einerseits keiner mehr nachvollziehen und andererseits ist die Wirkung ja genauso, wie du beschrieben hast. Dann lässt man's halt, oder?

00:31:15: ,308 [Marcus Fendt] Genau. Also, äh, ich glaub, der, was fehlt, ist die Vision dahinter. Ähm, was gemacht wurde, ist, sag ich mal, die maximale Vermeidung von Missbrauch. Und jetzt, äh, ist es natürlich schon auch so'n bisschen, äh, äh, so'n deutsches Muster. Wir haben alle Angst, dass irgendeiner irgendwie bevorteilt wird. Das ist so dieses, äh, die Einzelgerechtigkeit, in der wir als absolut saturierte Gesellschaft gelandet sind. Und da tut dann auch keiner mehr nachrechnen, was denn das kostet. Also wenn man sich das anschaut, die 159 Seiten, die müssen ja implementiert werden. Also da muss ich IT-Systeme für bauen, die muss ich warten, da muss ich Leute drauf schulen, da können Fehler passieren, weil's so kompliziert ist. Dann hab ich Servicefälle. Das heißt, je komplizierter ich so'n System mach, umso teurer wird auch so'n, so'n System. Und das lass ich mir eingehen, ähm, dann, wenn es 'ne entsprechende Größenordnung hat. Wenn ich mir anschaue, dass wir aber grade momentan maximal so im, im, im deutschsprachigen Raum irgendwie, ähm, 200.000 Fahrzeuge haben, die bidirektional, ähm, ähm, loslegen könnte, wenn alle mitmachen,

00:32:32: ,308 [Marcus Fendt] dann kommen da überhaupt gar keine Missbrauchsbeträge zusammen. Und selbst wenn ich irgendwo einen Missbrauch finde, dann würd ich eher da 'ne Formel mir überlegen, der sagt, wenn einer übervorteilt wird, was wir hier noch nicht, ähm, sehen, dann können wir das unmittelbar stoppen und auch zurückfordern. Keine Ahnung. Dann machst du halt so 'ne Formel rein. Aber nein, wir versuchen das alles zu regeln, ähm, auf 100 Seiten. 866 Netzbetreiber müssen das implementieren. Ähm, jeder muss es seinen Kunden erklären. Das kann nicht funktionieren. Und da mu..., da muss auch keiner mal der, der, die, die Rechnung machen, was denn meine Verordnung tatsächlich auch an Kosten verursacht.

00:33:12: ,528 [Luca Leicht] Aber was, was, was ist denn das für 'ne Übervorteilung, von der du sprichst? Ist das, dass ich bei meinem Arbeitgeber jetzt, ähm, bösen, bösen, dunklen Grau- oder, oder Kohlestrom geladen hätte, ähm, und das dann zu Hause zu meinem Solartarif ein-einspeise und dann krieg ich ganz viel Ge... Also ist das das Szenario, von dem wir sprechen, dass da dann am Tag jemand mit seinen 50 Kilowatt, äh, durchschnittlichem Speicher den voll macht, weil er den abends leer gefahren ... Nee, oder wie auch immer er das macht und den dann daheim wieder nachts ins Netz ... Was, was, wie, wie könnte so'n Szenario aussehen, das schlimm wird?

00:33:43: ,168 [Marcus Fendt] Also, ähm-

00:33:44: ,508 [Luca Leicht] Oder unfair. Nee, unfair, ungerecht. Nicht schlimm.

00:33:47: ,228 [Marcus Fendt] Es ist ja nicht offen kommuniziert, also dass die gesagt haben: „Okay, wir sehen diese fünf Problemszenarien. Beschreibt uns mal Industrie, ähm, wie, ob die auftreten, wie die zu verhindern sind, ob ihr da was tun könnt, ob wir da was tun, ähm, können.“ So, es, es sind jetzt Annahmen und eine Annahme ist schon genau das, was du grade gesagt hast. Da würde einer beim Arbeitgeber vielleicht umsonst Solarstrom laden und den nimmt er dann mit nach Hause und verkauft ihn dann im Energiesystem. So, und dann würde er da quasi, ähm, von, ähm, profitieren. Und im Ideal..., also im krassesten Fall hat der Arbeitgeber 'ne eigene Erzeugungsanlage, eben so wie, wie 'ne Solaranlage oder 'n eigenes Kraftwerk oder wie auch immer. Und dann würden dem Netzentgelte, ähm, ähm, müsste der keine Netzentgelte zahlen.

00:34:38: ,088 [Luca Leicht] Der Arbeitgeber?

00:34:40: ,788 [Marcus Fendt] Ja, beziehungsweise dann der, der Elektro-, also der, der bidirektionale Elektroau..., ähm, Autobesitzer. So, jetzt überschlag mal ganz kurz: Wie viel zahlst du Netzentgelte im Jahr bei 800 Euro durchschnittlichen Stromkosten, die du hast? Ähm, sind davon, sag ganz pauschal, ein Drittel Netzentgelte, sind irgendwie

00:34:58: ,108 [Marcus Fendt] 260 Euro oder so was. Ähm, also es, es, ist hanebüchen. Also und, und dann bei 200.000 Kunden, die das, ähm, maximal machen können. Also ich verweise wieder auf den Spritpreisdeckel.

00:35:10: ,608 [Gerd Stegmaier] lacht] Ähm, ganz ehrlich, ich finde ja die, sehr erhellend, wie schräg die Perspektive ist, weil de facto ist es doch so, würde der das wirklich so machen, würde Solarstrom bei seinem Arbeitgeber laden und den dann dem Netz dienlich zur Verfügung stellen, dann wäre doch das genau im Sinne der Regelung. Also wir wollen ja genau das, dass irgendwie wir die Speicherkapazität vom Elektroauto flexibel verwenden, um Strom aufzuheben, den wir erzeugt haben, wenn ihn keiner braucht, um ihn dann später wieder einzuspeisen. Und wir regeln's uns jetzt kaputt, weil wir Angst haben, dass einer 2,50 Euro im Jahr zu viel bekommt und der andere nicht.

00:35:59: ,420 [Marcus Fendt] Ja, aber Gerd, du siehst nicht die Millionen von bidirektionalen Elektroautofahrer, die immer nach Frankreich dann rüberfahren, französischen Atomstrom laden, um den dann zurückzubringen. Also du musst dir schon der Tragweite [lacht] bewusst sein, was alles passieren kann. Nein, also absolut. Und was ja das viel Krassere ist, was du, wa..., äh, was du da grade, ähm, begonnen hast. Also wir haben jetzt 'ne Politik, die hat gehandelt. Die hat 'ne Maßgabe gesetzt. Wir wollen bidirektionales Laden haben. Wir wollen unsere Automobilindustrie da fördern. Und der gesamte Bundestag hat das beschlossen und dann in der Verwaltung wird das tatsächlich verhunzt und dann brauchen wir uns nicht wundern, dass, dass wir als Bevölkerung sagen: „Ja, irgendwie geht bei uns auch nichts vorwärts.“ Und dann sagen, dann wählen wir Parteien, die Kettensägen und was weiß ich alles haben, weil wir denen zutrauen, ähm, dass endlich mal was anders läuft. Das kann's nicht sein. Also, ähm, wir müssen die Dinge, die wir, ich sag mal, die politischen Richtungen auch in der Verwaltung so umsetzen, dass es bei den Leuten ankommt und nicht so kompliziert, äh, dass es dann ... Keiner mehr versteht. Also,

00:37:07: ,100 [Marcus Fendt] brauchen wir auch nur bei der Wärmepumpe anschauen mit dieser, äh, Biogastreppe, jetzt hier Mispel bei Elektroautos, ähm, also eichrechtskonformer Zähler. Wir haben die gesamte Ladeinfrastrukturindustrie in Deutschland, äh, kaputt gemacht meines Erachtens, weil wir die Einzigen sind, die diesen eichrechtskonformen Zähler verlangt haben.

00:37:26: ,780 [Luca Leicht] Mhm.

00:37:26: ,480 [Marcus Fendt] Ähm, also wir sehen's ja jetzt bei Kabelabschnitten. Ähm, also da werden dann Kabel abgeschnitten bei öffentlichen Ladern und dann muss ich diese Lader, ist aber zum Glück jetzt noch schnell abgebogen, aber hätt ich nacheichen müssen. Also wir, wir, wir, wir, wir machen da eine Übergenauigkeit und keiner rechnet mehr genau, ob das überhaupt 'ne Relevanz hat.

00:37:46: ,080 [Luca Leicht] Mhm. Aber ich, also ich, w-würde gerne, irgendwer muss es ja an dieser Stelle, glaub ich, auch tun, die Lanze brechen für die Behörde und so was. Ähm, ist es vielleicht einfach so, dass die Behörde gerne diese, diese Regularien, die sie schafft, auch zukunftsfest zu machen? Du argumentierst, und das versteh ich persönlich ja auch sehr gut, ähm, immer auf den Punkt mit: „Wir haben ja aktuell noch nicht so viel.“ Ähm, aber wir wissen auch, wie laut wir alle aufschreien werden, wenn jetzt eine Regelung kommt und dann stellen wir in vier Jahren fest: „Ey Leute, wir müssen die leider auf links drehen, weil

00:38:18: ,120 [Luca Leicht] ihr fandet es jetzt schon cool, was möglich war und ihr seid jetzt echt viele und jetzt geht's nicht mehr.“ Das sehen wir, wenn, ähm, eine E-Auto-Förderung plötzlich abgedreht wird. Wir sehen's, wenn, äh, Baukostenförderung nicht mehr da sind. Wir sehen's bei allem, wo irgendwie Elterngeld jetzt eingekürzt wird, was eine Frechheit ist an der Stelle. Ähm,

00:38:35: ,620 [Luca Leicht] an, an vielen Stellen drehen dann die Leute am Rad, weil die Regelung geändert wurde. Jetzt könnte man doch auch argumentieren mit: „Cool, die denken das Ding endlich fertig.

00:38:45: ,200 [Luca Leicht] Und ja, das macht Startschwierigkeiten, aber dafür müssen wir's nie mehr anfassen.“

00:38:50: ,560 [Luca Leicht] Kannst du das, ka-kannst du das zugestehen, dass vielleicht so'n, der Gedanke da dabei stehen könnte? Sehr viel Konjunktiv.

00:38:57: ,340 [Marcus Fendt] Nee, nee, weil dann hätt ich ein Zukunftsbild da abgebildet. Wir haben ja kein Zukunftsbild. Wir haben ja eine sehr kleinteilige Regelung, die Vehicle-to-Grid erst mal nur mit 'ner Solaranlage und 'nem Heimspeicher erlaubt. Also das ist kein Zukunftsbild, sondern das ist 'ne Einschränkung. Wir haben dann, wenn ich, ähm, also ich kann das schon machen, aber dann brauch ich 'n zweiten Zähler. Wir alle wissen, ich brauch 'n zweiten Zählerplatz. Ähm, ähm, wenn ich den nicht habe, dann bin ich eher bei 3.000 Euro Kosten. Wenn ich keinen zweiten Zähler, äh, wenn ich 'n zweiten Zählerplatz habe, dann komm ich vielleicht für 1.000 Euro mit 'm, mit 'm, mit 'm Zähler hin. Ähm, wir alle wissen aber auch, dass der Smart Meter jetzt schon nicht vorwärtskommt. Wenn ich dann noch 'n zweiten brauch, möcht ich nicht wissen, in welche Begeisterung mein Netzbetreiber ausbricht.

00:39:40: ,680 [Luca Leicht] Ja, und das kostet ja auch dann jährlich Geld. Also das ist ja dann, das kostet dann-

00:39:43: ,280 [Marcus Fendt] 100 Euro pro Jahr noch mal, genau.

00:39:45: ,880 [Luca Leicht] Genau, also-

00:39:46: ,300 [Marcus Fendt] O-Oder sogar noch 'n bisschen mehr. Dann mit Solaranlage, aber ohne Heimspeicher – das war der Fall, den wir grade schon besprochen haben, Gerd – ähm, kommen nur noch irgendwie zehn Prozent an. Und dann, ähm, wenn ich aber, ähm, 'ne Solaranlage und 'n Heimspeicher habe, dann funktioniert's weitestgehend. Ähm, da hab ich 'n kleinen Abschlag, ähm, aber, äh, dann würd es noch funktionieren. Nur dann bin ich genau da, wo ich eigentlich nicht hin will, dass ich's nur noch für die mach, die sowieso schon das Geld haben, ähm, sich 'ne Solaranlage zu kaufen, einen Heimspeicher zu kaufen und noch 'n Elektroauto bidirektional mit, ähm, jetzt leider anfänglich, ähm, aufgrund der, der Hochlaufkosten, ähm, oder Mengen, ähm, mit noch 'ner teuren, ähm, DC-Ladestation. Also das ist dann das volle Luxusprodukt und da, da steckt keine Vision dahinter, wie du sie grade, ähm, verlautmachst. Trotzdem geb ich dir vollkommen recht. Ich hab noch nie eine

00:40:45: ,300 [Marcus Fendt] ... Ich persönlich finde, ähm, so

00:40:49: ,200 [Marcus Fendt] strukturierte Herangehensweise einer Behörde gesehen, ähm, wie, wie die Bundesnetzagentur das jetzt macht. Also ich finde da, Klaus Müller macht da einen mega Job, ähm, äh, auch mit diesem ganzen Agnes-Thema, zu sagen, ich glaub, die Netz, letzte Netzentgeltreform war irgendwann, ähm, zwei fünf oder so was um den Dreh rum. Und wir kommen jetzt in eine neue Welt, ähm, in, in diese Elektrowelt, wo wir sagen müssen: Wie verhindern wir jetzt, dass wir maximal Kupfer in den Boden legen? Wie realisier ich Flexibilität? Wie müssen dann Netzentgelte ausschauen, dass sich Leute nicht davon verabschieden, weil sie sich eben nur noch im Heim optimieren? Also genau das, wo Vehicle-to-Grid funktioniert für die, ähm, vier Millionen PV-Anlagen-Besitzer, ähm, ähm, die, die sich da selber optimieren können heute und sich mei-weitestgehend vom Netz verabschieden. Genau da arbeiten sie in 'nem, find ich, sehr toll und sehr guten kommunikativen Prozess auch mit dem Agnes. Und, ähm, d-das

00:41:56: ,120 [Marcus Fendt] ... Also von daher will ich nicht gegen die Bundesnetzagentur reden, aber diese Zwischenregelung, ähm, hätte man auch ganz einfach viel einfacher machen können und sagen, die gilt bis 2029 und dann kommt was anderes. Ähm, dann hast du auch nicht dieses, dass du was wegnimmst, sondern, nö, das war ja immer nur so lange angelegt. Bei Großspeichern ist es auch so: Mitte 2029 müssen die Netzentgelte zahlen. Keiner weiß, wie viel, aber du weißt schon mal, bis dahin hab ich so viel und dann kannst du darauf 'n Case machen. Die Franzosen haben gesagt, fünf Jahre, ähm, also bis 2030 haben die einfach sämtliche Netzentgelte erlassen, haben gesagt: „Wir schauen mal, was rauskommt.“ Da ist ganz klar ein Sunset Date da. Da gibt's dann auch kein Gejammere, sondern da musst du halt dafür kämpfen, ähm, mit sinnvollen Argumenten, dass es Sinn ergibt, die weiter wegzulassen oder nur halb so hoch zu machen, wie auch immer.

00:42:46: ,560 [Luca Leicht] Ja gut, oder am Ende sind die Eintrittskosten nicht mehr so hoch, dass sich dann trotzdem halt lohnt, weil, keine Ahnung, Batteriespeicher so billig werden, weil E-Autos so billig werden, weil ohnehin so viel Strom im Netz da ist, dass es sich auch gar nicht mehr lohnen würde, dann da noch, ähm, d-d-das Feld zu bestellen.

00:43:00: ,900 [Marcus Fendt] Na, gesamtgesellschaftlich. Also für 'n Einzelnen müssen wir uns das dann, ob das noch so relevant ist, aber gesamtgesellschaftlich. Sprechen wir die ganze Zeit und da muss ich so lachen, weil mir der, der, der w-war ja wirklich mal 'n witziger, ähm, ähm, Post von Söder, ähm, Özdemir und Lies hatten so'n Post gemacht, wie man jetzt Technologieoffenheit für den hocheffizienten, äh, Hightech-Verbrenner, ähm, leisten muss. Also, ähm, toll, was unsere Autos alles können. Ähm, und dann war eben auch ein, ein Thema: „Und wir brauchen günstigere Strompreise.“ Da sag ich: „Ey, Leute, die günstigeren Strompreise, die haben wir.“ Also mit Vehicle-to-Grid, also günstiger geht's nicht. Wir sind auf null. Ähm, ob das dann in zehn Jahren noch für alle, ähm, so viel Geld bringt, äh, das glaube ich auch nicht. Aber dann bleibt unser Gesamtsystem günstig. Und genau das, das wollen wir ja. Also wir geben ja für die Energiezukunft grade sehr viele Investitionen aus, die, wenn sie getätigt sind, ähm, dann ein, ein sehr, sehr günstigen Strom uns ermöglichen. Also wenn du dir das anschaust, was wir an Sch..., an, an, an Milliarden immer, ähm, ähm, an, an die Erdöl exportierenden Länder zahlen, das können wir auf ein, ein-- Wir werden's nicht ganz runterfahren, aber wir können uns da viel, viel resilienter machen.

00:44:26: ,460 [Gerd Stegmaier] Mhm. Ähm, du hast jetzt von Agnes gesprochen. Ich glaub, das müssen wir auch noch mal auseinanderdröseln. Ähm, ich kannte das Wort bis heute auch noch nicht. Ähm, vielleicht kannst du's kurz mal ausfalten.

00:44:40: ,620 [Marcus Fendt] Ähm, ich kann dir ge..., äh, ganz ehrlich gesagt gar nicht sagen, was das ausgesprochen heißt.

00:44:44: ,980 [Luca Leicht] Das ist die allgemeine Netzentgeltsystematik, System? Strom auf jeden Fall am Ende. Ich glaub Systematik. Allgemeine Netzentgeltsystematik Strom.

00:44:57: ,060 [Marcus Fendt] Genau, das, das Grundprinzip ist, dass ich, ähm, ja heute einfach pro Kilowattstunde zahlt jeder, äh, quasi das gleiche Netzentgelt. Ähm, und diejenigen jetzt zum Beispiel, die kaum noch, ähm, Strom vom Netz nehmen, weil sie 'n großen Heimspeicher haben, 'ne große Solaranlage, ähm, die verabschieden sich aus 'm System, brauchen es aber natürlich an den, sag ich mal, zumindest mal, ähm, Dunkelflautentagen, ähm, sieben im Durchschnitt in Deutschland. Ähm, ich glaub, das Maximum waren mal bei 21, ähm, wenn man jetzt die Normalverteilung anschaut, ähm,

00:45:35: ,560 [Marcus Fendt] aber tendenziell eher im Winter. So, und da will man quasi durch einen höheren Leistungspreis, ähm, der, der einfach auf den, äh, den Anschluss geht, ähm, und dann niedrigeren Netzentgelten, ähm, dem entgegenwirken. Und, äh, natürlich vollkommen klar, derjenige, der im Hochhaus wohnt, der hat halt leider auch keine Flexibilität. Der kann nicht, ähm, seine eigene Solaranlage irgendwo aufs Dach schrauben oder, ähm, ist auch abhängig davon, was, was der Vermieter unten in den Keller reinbaut und so weiter. Äh, von daher muss man schon schauen, dass man die, diese Kosten fair verteilt. Und das ganz Coole, was sie wirklich machen, sie machen sie dynamisch. Ähm, das heißt, ähm, dass es mit dem Ganzen auch 'n Preisschild gibt, äh, weil natürlich, ähm, kannst du ganz viele Dinge, wenn ich jetzt anschaue, in Frankreich sind schon immer die Heizungen, ähm, abschaltbar. Die werden nur zehn Minuten abgeschalten, aber dann eben rotierend, wenn die 'n wo 'n Problem haben. In England sind die Boiler, ähm, schon immer, ähm, ähm, da werden die vom Tarif verschoben. Also, äh, man kann sehr, sehr viele Flexibilitäten, ähm-

00:46:44: ,620 [Luca Leicht] Aber, aber in Deutschland doch auch. Ich mein, mit den ganzen Rundstromdingern, die wir-- Wie heißt das? Rumstrom, Rund..., nein, Rundsteuergerät, Empfänger oder so was? Ist ja schon-- Also wir haben das ja technisch auch auf ...

00:46:57: ,920 [Marcus Fendt] Wir haben das theoretisch, ähm, aber nicht mehr praktisch, seit die, äh-- Das war halt ideal für Atomkraft, ähm, weil man da viel versucht hat, in die Nacht zu schieben. Da gab's ja diese Nachtspeicheröfen, wo man einfach, ähm, Backsteine, ähm, aufgeheizt hat, die dann tagsüber weggestrahlt haben. Ähm, gibt's aber jetzt, ähm, nicht mehr.

00:47:19: ,420 [Marcus Fendt] Ist eingeschlafen. Und die Ge..., die, die Technologie ist auch viel zu teuer. Also da hier ist immer noch so'n Kästchen reinzuschrauben. Das soll ja kommen mit dem Smart Meter. Da ist ja 'ne Steuerbox mit dabei. Darüber sollte so was wieder kommen.

00:47:31: ,500 [Marcus Fendt] Ob das so kommen muss oder ob man es nicht auch einfach über Backend steuert, werden wir sehen.

00:47:36: ,080 [Luca Leicht] Mhm. Ähm, und weil du jetzt vorhin gesagt hast, dass das jetzt von der, vom Bundestag, also von der Politik, ähm, beschlossen wurde, dass es gut ist. Und dann kam die Behörde und die macht jetzt, äh, Dinge. Was ich mich dann noch gefragt hab, ist, ähm, wie schaut es denn aus EU-regulatorischer Sicht aus? Weil wir ja auch feststellen, in diesen ganzen Systemen bewegen sich ja die Politiker und auch die Behörden selten, wenn nicht jemand anders sie dazu anstiftet. Ähm,

00:48:02: ,960 [Luca Leicht] ist, ist das vielleicht eine der, der Lösungen, dass die EU das oder irgendwo anders

00:48:08: ,300 [Luca Leicht] so vorsieht, dass man das so tun lösen müsste? Aber vielleicht müsste Frankreich da ja nicht so ausscheren und die, alle anderen.

00:48:14: ,316 [Marcus Fendt] Und wir, wir meckern ja oft, ähm, ähm, über die EU und über irgendwelche Regelungen, die dann-- Ich kann mich noch an früher irgendwie Traktorsitze und Bananenkrümmungen oder so was. Ich weiß auch gar nicht genau, ob das nur, ähm, ähm, erfunden ist oder halluziniert ist oder tatsächlich wahr war. Ähm, aber in dem Fall, was jetzt die ganze Elektrifizierung angeht, wo ich mich jetzt da, da, mit besser auskenne und, ähm, und auseinandergesetzt hab, macht die EU richtig gute Vorgaben. Also dass wir dynamische Tarife bekommen, ähm, dass wir dynamische Netzentgelte bekommen, dass ich neue Player am Energienetz teilnehmen lasse, ähm, wie Aggregatoren. Und da gibt's diese Rolle des Independent Aggregator, weil denen natürlich vollkommen klar ist, dass, ähm, dass bestehende Energieversorger teilweise, ähm, noch möglichst lange das verzögern wollen, dass ihre, ihre Kunden, ähm, jetzt auch moderner werden und, oder sie moderner werden müssen. Das kostet ja auch alles Geld. Man braucht die Leute, man braucht da die Motivation dazu. Und jedes Utility lebt heute von den, ähm, von den Leuten in der Grundversorgung oder im Grundtarif. Also, ähm, wir können alle, äh, äh, oder die allermeisten von uns kön-können heute 200 Euro pro Jahr sparen, indem sie in einen günstigeren Tarif bei dem bestehenden Anbieter oder beim, beim, beim anderen wechseln. Und, ähm, da macht die EU sehr viel, ähm, dass wirklich auch, sag mal, die modernen Instrumente, ähm, Ansatz finden. Und grade, was sie jetzt grade noch mal rausgebracht haben, dieser Electrification Action Plan, ähm, könnt ihr mal verlinken, ist auch wirklich cool, wo die noch mal gesagt haben, wir haben, wir haben jetzt allein für diese Nahostkrise, ich glaub, die haben von 50 Milliarden hat uns das gekostet. Wenn wir uns davon unabhängiger machen, ähm, mit mehr Solar oder Wind bei uns. Also ich mein, Solar, wir brauchen 2% der deutschen Fläche, müssten wir mit Solarpanelen vollknallen und wir könnten uns, ähm, weitestgehend, ähm, autark versorgen.

00:50:22: ,316 [Luca Leicht] Wenn wir ausreichend Batteriespeicher haben.

00:50:25: ,356 [Marcus Fendt] Wir brauchen Speicher dazu, wir brauchen auch Gaskraftwerke, aber es geht eigentlich mehr um die Fläche, 2%. Wir, wir haben heute 6% der Fläche bauen wir für Energiepflanzen an, also für Pflanzen, die, ähm, wo Biokraftstoffe oder E10 draus gemacht wird. Also es ist nichts 2%. Und, und in diese Richtung zu gehen und all die Flexibilitäten zu nutzen, haben sie dann noch mal sehr klar herausgearbeitet. Und muss ich sagen, find ich, find ich, ist die EU wirklich, ähm, anschiebend. Nur jedes Land setzt es dann halt wieder anders um, wie Deutschland mit ihrem Smart Meter, äh, Spezial. Der, der ja auch, der kostet jeden von uns, kostet der 350 Euro, wenn man das so umrechnet, bis das alles installiert ist. Ähm, in anderen Ländern kriegen die's für 100 Euro. Und müssen wir uns auch fragen: Warum machen wir die Dinge so teuer? Ähm, hat jetzt a bissel die Herkunft. Ähm, damals 2015 haben wir alle noch irgendwie kein Instagram gehabt und uns sowieso, äh, sag mal, im Internet nackig gemacht. Ähm, da dachte man plötzlich, man kann das Fernsehprogramm ablesen über den Smart Meter. [lacht] Ist heu..., ist heute auch jedem wurscht, aber das war halt, wie das losging so und wir haben's halt bis zum Schluss durchgezogen. Jetzt kommt ja Smart Meter light, da sparen wir jetzt mal ein bisschen was.

00:51:42: ,556 [Gerd Stegmaier] Okay, ähm, du hast jetzt am Ende, ähm,

00:51:47: ,616 [Gerd Stegmaier] drei Punkte angesprochen, die du bei der Mispel unbedingt ändern würdest. Äh, die bidirektionalen Ladepunkte,

00:51:55: ,096 [Gerd Stegmaier] ähm, sollte man konsequent wie Speicher behandeln, den Zugang ohne, äh, Photovoltaikpflicht öffnen und die pauschale Halbierung bei den Fahrzeugbatterien wieder streichen. Wenn ich jetzt dich gehört hab, du hast jetzt extra gesagt, die Bundesnetzagentur hat eigentlich an vielen Stellen 'n super Job gemacht. Ähm, die Politik war jetzt auch total hilfreich, ähm, mit der Verabschiedung, äh, des Gesetzes. Ähm, wie kriegen wir jetzt diese drei Punkte da rein? Wen müssen wir schlagen, damit das endlich was wird? [lacht]

00:52:30: ,836 [Luca Leicht] Lieb streicheln, gern lieb streicheln, nicht schlagen.

00:52:34: ,915 [Marcus Fendt] Ja, ähm, manchmal ist es schon ganz gut, ich sag mal, so auf den Tisch zu hauen, um Leute noch mal zum Denken zu bringen, so. Ähm, und, äh, wir gehen ja davon aus, dass da einfach was übersehen wurde, nicht im Detail gerechnet wurde. Wenn wir diesen Faktor 0,5 auf 0,1 setzen, ähm, das kann man auch noch schnell bis 1. Oktober machen. Das kriegt dann auch kaum einer mit, ähm, außer, ähm, Profis in der Branche. Und dann kann man sagen: „Ups, verrutscht.“ Ähm, und wenn wir diesen Zweizählerfall noch etwas einfacher machen, ähm, dann könnte man mal loslegen. Es geht uns ja ums Loslegen. Es geht nicht dadrum, dass wir jetzt schon das perfekte System haben. Das werden wir bei Weitem noch nicht haben. Müssen alle noch lernen, Automobilhersteller, Energieversorger, Netzbetreiber. Aber wenn ich keinen Wert für Kunde generier, dann passiert natürlich auch nix. Also, und das ist ja das erste Mal, dass es ein schönes Produkt ist, was an sich schon fliegt. Und dann haben wir natürlich noch ein Ding, was, was gar nicht, ähm, erwähnt wurde bis jetzt, weil wir uns sehr auf Mispel konzentriert haben, aber im, ähm, es soll ja noch diese 50% Begrenzung bei der Einspeisung kommen. Ähm, das ist jetzt im, im EEG ein Vorschlag. Ich hoffe, dass das im Bundestag, ähm, abgesägt wird, weil das würde jede PV-Anlage, jeden Heimspeicher, jedes Elektroauto einfach mal so auf 50% begrenzen. Das wär so, wie wenn du jetzt sagst: „Oh, jedes Kraftwerk darf nur noch 50% einspeisen.“

00:54:03: ,436 [Luca Leicht] Also, also von dem liefern, was es könnte. Also kannst du es vielleicht noch mal kurz, kurz genauer erklären, was da der Hintergrund ist? Weil aktuell gibt's ja auch die ganzen Bauern beispielsweise, die sich mit, mit großen Fördergeldern damals ihre Solaranlage auf ihre

00:54:18: ,236 [Luca Leicht] Überstände für Traktoren und Co gebaut. Die, die speisen ja voll ein.

00:54:23: ,156 [Luca Leicht] Und die würden dann aber auch nur noch von der Logik her, wenn sie das neu machen würden, nur noch die Hälfte einspeisen können von ihrem Potenzial, richtig? Und den Rest müssten sie selbst verbrauchen. Das, die Idee ist ja, den Eigenverbrauch zu erhöhen.

00:54:34: ,396 [Marcus Fendt] Genau. Ähm, es gilt für alle Solaranlagen unter 100 Kilowatt. Der Bauer wird da mehr haben wahrscheinlich. Ähm, aber, ähm, für die gilt es jetzt erst mal, ähm, weil man halt nicht will, dass die, also natür..., aber, also dass die alle einspeisen, weil man Angst hat, dass es noch viel, viel mehr werden und die nicht, ähm, gesteuert werden, will man das jetzt einführen. Äh, da nimmt man jetzt quasi wieder die Pflicht von den Netzbetreibern, zu sagen: „Ja, werdet doch digital und regelt das, wo wir ein Problem haben. Und wenn wir, wenn ihr regeln müsst, ähm, das, äh, schreibt ja der Paragraf 14 vor, dann könnt ihr abregeln. Ähm, ihr könnt jederzeit runterregeln, ähm, aber ihr müsst dann auch das Netz ausbauen.“ Das heißt, also, ähm, man entlastet da einfach diese Branche, weil

00:55:23: ,236 [Marcus Fendt] da, glaub ich, ist schon so'n bisschen Lobbyismus auch dahinter, die dann sagen: „Ja, das kriegen wir alles nicht hin, ist alles viel zu kompliziert und so weiter.“ Ja, ich mein, heute ist nichts mehr kompliziert. Also das muss ich einfach tun und digital machen.

00:55:36: ,504 [Gerd Stegmaier] Mhm. Aber jetzt noch mal gefragt: Ähm, diese drei Punkte, wenn wir sie verbessern wollen, wir haben gesehen, die Politik war guten Willens, ähm, in der Umsetzung ...

00:55:47: ,704 [Gerd Stegmaier] Hat's offensichtlich gehapert, weil's Ergebnis nicht so ist, wie's eigentlich die Politik vorgesehen hat. Wie kriegt man's jetzt hin? Also wem müsste man konkret sagen, wir müssen das und jenes ändern?

00:56:00: ,404 [Marcus Fendt] Ja, also wir haben ja 'n offenen Brief an die Bundesnetzagentur geschrieben. Die ist der Ansprechpartner dafür. Die müsste das auch ändern. Ähm, und, ähm, es gibt noch mal einen Aufruf, äh, im, jetzt Anfang dieser Woche mit noch mal viel mehr Playern. Ähm, und ich hoffe, das wird erkannt und dann können sie die drei Punkte schon noch bis 01.10., die kann man auch noch mal nachlaufend ändern, ähm, und nachbessern. So was g..., kommt auch immer wieder mal vor

00:56:30: ,224 [Marcus Fendt] und ich hoff auch, dass wir da einfach auf Einsicht stoßen und jetzt so'n innovatives Thema für Deutschland, ähm, nicht hinten runterkippen.

00:56:40: ,464 [Gerd Stegmaier] Mhm. Äh, am Ende wär's, so sollten sie jetzt sich da querstellen oder das nicht machen wollen, ähm, müsste man doch schon konstatieren, dass das Ergebnis dem politischen Willen eigentlich zuwiderläuft. Das heißt, letzten Endes müsste man auch Politik motivieren, denen noch mal auf die Finger zu klopfen, weil's schlecht, also nicht in, im politischen Sinne umgesetzt ist, oder?

00:57:07: ,684 [Marcus Fendt] Absolut. Ähm,

00:57:09: ,724 [Marcus Fendt] jetzt muss man natürlich sagen, es ist natürlich schon sehr ein Nischenthema.

00:57:12: ,404 [Gerd Stegmaier] Mhm.

00:57:13: ,764 [Marcus Fendt] Ähm, also d-das ist halt auch richtig Arbeit, dann da die Bundestagsabgeordneten, die energiewirtschaftlichen Sprecher dafür zu sensibilisieren. Ähm, und jetzt muss man aber wieder sagen, die haben schon andere Themen auf der, ähm, wie man Stromkosten senken kann, ähm, ähm, die ihnen jetzt mehr und näher am Herzen liegen wie jetzt mal 'ne Technologienische. Muss man ehrlich zugeben, ist am Anfang 'ne Nische, ähm, und irgendwann wird das halt mal Standard sein und ich hoffe halt in Deutschland und nicht wie Frankreich. Ich mein, das ist ja wirklich schön. Der steckt nur ein, der kriegt pro Stunde zehn Cent, der französische, ähm, Elektroautofahrer. Und auch da gibt's 'ne Einschränkung und da funktioniert's genau bei Kunden mit PV-Anlage nicht, ähm, weil sie das auch nicht abgebildet bekommen haben bis jetzt. Jetzt muss man sagen, gibt's in Frankreich, ähm, ich glaub, 'n bissl über 100.000 private PV-Anlagen. Das sind jetzt nicht so viel. Ähm, und, ähm, von daher kann man damit mal leben und, äh, und loslegen, aber die arbeiten da auch dran, dass sie's wegkriegen. Ich hoffe, dass das-- Eigentlich wollten sie's bis Ende dieses Jahr haben. Mal schauen, ob das klappt. Und dann fährst du da, im Schnitt fahren die Franzosen 8.000 Kilometer umsonst, einfach weil sie ihrem System helfen. Und das, das ist ein No-Brainer fürs Elektroauto, grade die kleinen. Also es ist ja Renault jetzt, ähm, bei dem das funktioniert. Da kostet auch die Ladestation mal grade nur 500 Euro mehr. Ähm, wenn ich mir so was für so'n ID. Polo vorstell, ähm, ist doch faszinierend, ähm, zu sagen: „Hey, schau her, kauft euch den ID. Polo, ähm, und ihr fahrt 8.000 Kilometer umsonst.“ Da brauch ich keinen Spritpreisdeckel mehr, weil da hab ich alle Pendler, ähm, zufriedengestellt und grade die Zielgruppe, die, die ich erreichen will. Also ich, ich kann mir das leisten, aber wir wollen ja, wir, wir müssen's ja bei denen ankommen lassen, äh, d-die jetzt auch wirklich 'n Problem haben.

00:59:10: ,324 [Gerd Stegmaier] Mhm. Ja.

00:59:11: ,044 [Luca Leicht] Ich, ich, ich würd mich-- Oder was mich dann bei der ganzen Sache interessiert, bei dem bidirektionalen Laden. Wir sprechen jetzt hier auch und auch meistens ist die Rede davon, dass das bidirektionale Laden für Endkonsumenten, für Haushalte, für Einzelpersonen, Familien und so 'n, 'n spannender Case ist. Was ich mir dachte, schon ganz ho-oft und spätestens, als ich einmal bei, bei Amazon zu Besuch sein durfte und als sie die Rivians, diese EDV 500, glaub ich sind's, eingeführt haben, ähm, wie viele Autos die einfach haben, die nach Amazon-Aussage auch nur tagsüber fahren beziehungsweise nicht zu spät fahren. Warum? Weil der Kunde nicht will, dass sie so spät klingeln. Das war zumindest damals die Aussage von Amazon. Die könnten rund um die Uhr fahren. Also die stehen da auch die Nacht über rum. Und ist da nicht in diesen ganzen Depotstellen – und jetzt ist Amazon und liefert dann noch relativ spät, aber da gibt's ja noch genug andere, ähm, Unternehmen, bei denen die Dinger ab, keine Ahnung, wahrscheinlich 16, 17 Uhr rumstehen, noch die da im Sommer vor allem die restlichen drei, vier, fünf Stunden schönen Solarstrom mit, mit reinladen könnten.

01:00:16: ,824 [Luca Leicht] Klar, nicht der Mittags-Peak und dann aber halt das ganze, äh, Induktionsfeld kochen und Co. mit, mit, mit wegziehen könnten. Und das wären dann ja auch große Systeme, weil ich mein, welcher Logistiker hat denn zwei Autos? Die haben eher so 20 bis 100 oder so, ähm, und könnten da ja wirklich was reißen auch. Ist das nicht eigentlich auch eher für bidirektionales Laden und die ganze Nummer 'n Thema und wieso ist es so wenig da? Also was ist da auch dein Ding und würde da auch 'n Vorstoß nicht auch mehr Bewegung in das, in das ganze Thema seitens Netzagentur ziehen können?

01:00:49: ,616 [Marcus Fendt] 100 Prozent. Also, ähm, ähm, die ist ja auch Kunde von uns, ähm, machen da auch sehr detaillierte Projekte. Auch die österreichische Post, die irische Post, ähm, wo, wo ja auch, ähm, bisschen weniger Fahrzeuge, aber jetzt in Österreich, glaub ich, sind jetzt auch 8.500 Fahrzeuge. Ähm, und da sieht man schon sehr schön, was, was alles machbar ist. Ähm, du hast aber immer diese Dreistufigkeit im Depot. Als Allererstes vermeidest du den Netzanschlussausbau auf ein Max..., äh, Maximum. Also das heißt minimaler Netzanschluss, weil der kostet einfach richtig viel Geld, Kupferkabel. Dann kannst du ja schon mal was unidirektional verschieben und dann noch mal bidirektional. Bei den Preisen, die heute 'ne bidirektionale Ladestation kostet noch, schauen die sich das Ganze erst mal noch in, in Projekten an. Und dann bist du im Depot auch in so'm gleichen Setup, wie du in 'nem Mehrparteienhaus sein wirst. Es werden nicht alle Fahrzeuge ... Bidirektionalität machen können, weil sie eh schon nicht alle gleichzeitig laden können. Und das ist so'n, ist 'n, ist 'n Optimum, das du da finden musst zwischen Netzausbau, unidirektionale Optimierung, bidirektionale Optimierung. Und da fangen jetzt die ganz großen Flotten an, jetzt, und groß heißt, ähm, also eher über 5.000 Fahrzeuge, mal 'ne unidirektionale Optimierung sich anzuschauen.

01:02:18: ,856 [Marcus Fendt] Ähm, aber-

01:02:19: ,836 [Luca Leicht] Oh, krass. [lacht]

01:02:21: ,896 [Marcus Fendt] Ja, nur du musst-- Ich, ich hab das auch immer gedacht, ja, also, ähm, jetzt vom Vertrieb her kommen, ähm, ich hab, Bechtle ist so'n Kunde mit, mit, mit 1.000 Autos oder 1.500. Das muss doch 'ne riesen, ähm, Einsparung für den sein. Am Ende kommen da halt unidirektional 15.000 Euro raus. Bei, beim Business, was der macht von 'ner Milliarde, also da muss der Einkäufer halt auch überlegen, wo leg ich meine Eink..., äh, meine, meine, äh-

01:02:49: ,396 [Luca Leicht] Die Referenz drauf, einfach klar.

01:02:51: ,736 [Marcus Fendt] Ja, auch einfach meine Aufmerksamkeit drauf, weil man muss ja sagen, die haben ja auch schon sehr günstigen Strom, den die beziehen. Der zahlt jetzt nicht 30, ähm, Cent wie der Privatkunde, sondern der liegt ja eh schon eher Richtung 18 Cent, so was. Und von daher ist, ist das nicht sein Hauptthema grade.

01:03:10: ,296 [Luca Leicht] Mhm. Und das zweite-

01:03:12: ,016 [Marcus Fendt] Aber schönstes Beispiel sind amerikanische Schulbusse. Ähm, ähm, wir waren ja auch bis vor drei Monaten in den USA aktiv, ähm, äh, mussten dieses Business leider auch verkaufen, weil's halt unter dem aktuellen Regime wirklich, äh, keine, k-keine Zukunft seh..., absehbar ist. Ähm, aber diese Schulbusse, die stehen halt richtig lang am Tag. Ähm, und, äh, also die, die haben 180 Kilowattstunden Batterien. Also das, äh,

01:03:42: ,016 [Marcus Fendt] funktioniert sofort. Das ist schön zu sehen.

01:03:45: ,836 [Gerd Stegmaier] Ja, kann man sich gut vorstellen. Du wolltest noch was sagen, Luca?

01:03:48: ,396 [Luca Leicht] Ja, ich, ich wollte fragen, und weil die zweite Nummer ist ja dann auch, dass man sozusagen ein, eine Art mobiles bidirektionales Laden hätte oder bi-hybrides System. Auch da denk ich mir dann irgendwie an LKWs, die an den ganzen Ladestationen sonst irgendwo stehen. Ich hab, äh, kürzlich wieder mit, mit, äh, Tobi Wagner geschrieben, ähm, dem Elektro-Truck. Und ich dachte dann so, ist das nicht eigentlich auch so'n Ding, dass man auch da diese ganzen Rasthöfe, die da diese Anschlussleistung ja auch mitbringen, du hast vorhin gesagt, das ist eigentlich der, das, das Thema. Die müssen sie haben, sonst kommt der LKW-Fahrer ja auch nicht zum Laden. Ähm, da dann was zu machen, um diesen, diesen Time Shift zu nutzen, um auch da die Ladekosten zu senken. Wobei man vielleicht auch sagen muss, dass die Ladekosten da wahrscheinlich relevant billiger sind, ähm, als wir das, also von großen Flotten, als wir das als normal E-Autofahrer gewohnt sind, von dann irgendwie 79 Cent pro Kilowattstunde bei den Großen.

01:04:37: ,976 [Marcus Fendt] Tobi ist ja gestern losgefahren.

01:04:39: ,756 [Luca Leicht] Ja, genau.

01:04:39: ,056 [Marcus Fendt] Die Ladestops um die Welt. Äh, ist ja ein Ex-Mitarbeiter auch von uns. Ähm, von daher war ihm das sehr, sehr eng. Hat mir noch 'ne Message geschickt gestern vorm Tor. Ähm, nee, also

01:04:52: ,116 [Marcus Fendt] wir müssen aufpassen, Luca, dass wir nicht-- Das sind alles so Spezialfälle, also LKW, öffentliches Laden und so weiter. Also, ähm, wir müssen jetzt mal schauen, dass wir's für die hinkriegen, äh, wo's funktioniert. Und das muss man ehrlicherweise sagen, das sind schon die Leute, die 'ne PV-Anlage haben und 'nen Heimspeicher, weil die haben 'ne sehr hohe Affinität, ähm, zu diesem Thema. Die verstehen das auch technisch, die finden das auch cool und die haben auch oft noch mal 'n Euro 50 am Anfang über, zu sagen: „Ah, ich will das jetzt einfach mal ausprobieren.“ Und das sind die Leute, die auch die Kosten dann, ähm, so diese, ähm, ähm, First Movers, Innovators, die die Kosten dann für die Masse nach unten treiben. Und, ähm,

01:05:37: ,556 [Marcus Fendt] werden wir in 20 Jahren, also so wie wir heute überall Mobilfunk haben, geh ich einfach davon aus, dass in 20 Jahren gibst du halt bestimmte Dinge, die sind standardmäßig im Auto hinterlegt und wenn immer du irgendwo eingesteckt bist, was auch immer notwendig ist, in den Rahmenbedingungen, die du vorgibst, wird aus deinem Auto gemacht, weil's dir vollkommen egal ist, weil deine Batterie 3.500 Zyklen hat. Ähm, das sind, ähm, was sind das? Sind ja mal, äh, drei Millionen Kilometer. Da ist dir vollkommen egal, wenn da noch mal 1.000 Zyklen V2G gemacht werden. Hauptsache, dein Laden wird 'n bisschen billiger. Und ich glaub, das ist einfach ganz automatisch in, in, in den Systemen dann mal eingebaut. Um da hinzukommen, muss man irgendwo anfangen. Und das Schlimmste, was, was ja der Ausgangspunkt auch unserer Diskussion ist, dass wir uns regulatorisch da so ausbremsen, dass wir's nicht mal beginnen können, nicht lernen können. Wenn ich mir vorstelle, was der Renault alles schon gelernt hat in, in den zwei Jahren jetzt, mit wie man mit dem Kunden umgehen muss, wie, wie man die Usability erhöht, wie man es auch in, in Verkaufsargumente und, und Marketing Messages einbauen kann. Also das, das, das hat der jetzt schon verinnerlicht. Der kommt, sobald Dinge dann möglich sind, auf den Markt mit zwei Jahren Vorsprung gegenüber, äh, einem anderen Hersteller. Und, und da verbauen wir uns einfach Innovation und weil wir nicht mutig genug sind, ähm, teilweise auch vielleicht auch 'n bisschen rückwärtsgerichtet.

01:07:11: ,816 [Luca Leicht] Mhm.

01:07:13: ,156 [Luca Leicht] Gut.

01:07:14: ,796 [Gerd Stegmaier] Ist zwar kein besonders optimistisches Schlusswort, aber vielleicht-

01:07:19: ,076 [Luca Leicht] Aber ich finde ein motivierendes.

01:07:21: ,616 [Gerd Stegmaier] lacht] Ja, und sein, wie wir unseren regulatorischen Standortnachteil in Deutschland bekämpfen wollen.

01:07:29: ,116 [Luca Leicht] Sollen, bitte.

01:07:30: ,536 [Gerd Stegmaier] lacht] Sollen.

01:07:32: ,476 [Marcus Fendt] Es braucht halt wirklich Mut und, ähm, dazu braucht's halt auch immer, ich sag mal, Kommunikation und Beispiele. Und ich mein, da, äh, seid ihr ja kontinuierliche Aufklärer auch, die da Beispiele in diesen Markt bringen, was alles geht, Blickwinkel und wo wir hoffentlich dann auch auf offene Ohren stoßen und auch immer mehr Mut zu sagen: „Ja, komm, das probieren wir jetzt mal aus.“ Wir haben zum Beispiel, muss ich eine, eine Story erzählen. Wir haben Großspeicher in Bulgarien, die wir vermarkten. Also man, f, f, haben halt begonnen, 2016 Batterien, ähm, so Second-Life-Batterien zu vermarkten. Hatten wir auch schon drüber gesprochen. Und momentan werden halt sehr viele Großspeicher aufgebaut und dann macht halt unser Trading-Arm, ähm, vermarktet die halt. In Bu-Bulgarien sind inzwischen sechs Gigawatt an Großspeichern im Markt. Fünf Komma irgendwas, vier oder so. Ende des Jahres werden's sechs sein. Der, der Peak, ähm, in Bulgarien, also Peak Last von Bulgarien, sind sechs Gigawatt. [lacht] Das heißt, die, die sind, im Schnitt sind es 3,1-Stunden-Systeme, also 'n paar zwei, 'n paar vier Stunden Systeme. Und jetzt hatten wir, diesen Sommer war's 'n bisschen heißer und jetzt musste Rumänien und, und Ungarn mussten zusammen drei Atomkraftwerke abschalten. Die hatten richtig Stress, die mussten Industrie runterfahren, die mussten Klimaanlagen abschalten und so weiter. Bulgarien ist den gesamten Sommer durchgerutscht. Warum? Weil sie so viel Speicherkapazität haben. Und da, da siehst du so in, in so Nischenländern, wie wir's ja auch bei der Elektromobilität sehen, wo plötzlich ganz, äh, wilde Dinge passieren, siehst du plötzlich: „Ah, so kann 'n System ja funktionieren.“ Jetzt hat Rumänien von der Regierung her beschlossen, Notprogramm. Sie wollen sofort ein Gigawatt an Großspeichern haben bis Ende nächsten Jahres, ähm, um da resilienter zu sein. Und da, die Dinge passieren so an den Rändern, wo Dinge auch einfacher und schneller gehen. Ähm, jetzt haben wir natürlich auch ein sehr komplexes, vernetztes Netz mit vielen Playern, mit vielen Interessen. Da dauert es 'n bisschen länger, aber ich hoff, dass durch solche Beispiele, ähm, i-immer mehr sehen wird: „Ja, klar, das geht. Das trauen wir uns jetzt auch.“ Und schön wär halt, wenn wir da die, die, die, die Marktführerschaft haben.

01:09:47: ,216 [Gerd Stegmaier] Ja.

01:09:48: ,036 [Luca Leicht] Guck mal, jetzt bist du doch bei deinem positiven Ende, Gert.

01:09:50: ,976 [Gerd Stegmaier] Sehr gut. So mag ich das.

01:09:52: ,656 [Luca Leicht] lacht] Äh, ganz zum Ende wollen wir dich aber auch in dieser Folge und vor allem, weil ich mir die, die letztes Mal noch mal angehört hab, was du da sagtest, äh, nicht ohne die A- und B-Fragen, äh, gehen lassen, Markus. Deswegen, du weißt, wie's funktioniert. Die Zuhörer wahrscheinlich zum überwiegenden Teil auch. Ich stell dir 'ne Frage. Du antwortest schnell für das Für oder Wider und i-ich, mal gucken, ob du, ob's die gleichen noch sind. Bist du mehr der-

01:10:15: ,716 [Luca Leicht] Typ Streaming-Dienst oder CD und Schallplatte?

01:10:18: ,836 [Marcus Fendt] Streaming.

01:10:19: ,496 [Luca Leicht] Ferrari oder Tesla?

01:10:21: ,596 [Marcus Fendt] Tesla.

01:10:22: ,516 [Luca Leicht] Apple oder Google?

01:10:25: ,076 [Marcus Fendt] Beides. [lacht] Am Handy Apple und am Laptop ist es, äh, Google.

01:10:30: ,676 [Luca Leicht] Dann Google. Ähm, Loft in der Stadt oder altes Bauernhaus auf dem Land?

01:10:34: ,276 [Marcus Fendt] Loft in der Stadt.

01:10:36: ,356 [Marcus Fendt] Action.

01:10:37: ,156 [Luca Leicht] Okay, okay. Ähm, ich, ich meine, da war was, da, da war, da war noch dies-dieses, dieses, dieses, äh, Wohnen in Innsbruck im Schönen. Aber ja.

01:10:46: ,016 [Marcus Fendt] Loft in der Stadt. [lacht] Ist ein Loft über der Stadt.

01:10:51: ,876 [Luca Leicht] Okay, okay. Ähm, Auto oder Fahrrad?

01:10:56: ,496 [Marcus Fendt] Am liebsten Fahrrad.

01:10:59: ,416 [Luca Leicht] Okay. Und wenn du dann im Auto bist, vorne oder hinten?

01:11:02: ,096 [Marcus Fendt] Am liebsten hinten.

01:11:04: ,576 [Luca Leicht] Okay. Ähm, in Sachen Datenschutz und AGB bist du mehr der Aluhut oder Accept all?

01:11:11: ,916 [Marcus Fendt] Accept all. [lacht]

01:11:12: ,376 [Luca Leicht] Immer noch mit, mit schlechtem Gewissen warst du letztes Mal, glaub ich, 'n bisschen.

01:11:15: ,916 [Marcus Fendt] Ja, ich schaff's einfach nicht.

01:11:17: ,896 [Luca Leicht] lacht] Ähm, in Sachen Wunschadrenalinpegel mehr Motorradfahren oder eher Fliegenfischen?

01:11:24: ,056 [Marcus Fendt] Motorradfahren.

01:11:25: ,196 [Luca Leicht] Okay. Star Wars oder Star Trek?

01:11:28: ,396 [Marcus Fendt] Star Trek.

01:11:29: ,816 [Luca Leicht] Und, äh, Kaffee oder Tee?

01:11:31: ,056 [Marcus Fendt] Kaffee.

01:11:32: ,736 [Luca Leicht] Steak oder Falafel?

01:11:37: ,576 [Marcus Fendt] Ja, Falafel ist jetzt nicht mein Ding. Von daher muss ich jetzt Steak sagen. [lacht]

01:11:41: ,936 [Luca Leicht] Okay.

01:11:43: ,436 [Luca Leicht] Okay.

01:11:43: ,176 [Marcus Fendt] Aber brauch ich nicht so viel.

01:11:45: ,256 [Luca Leicht] Okay. Und Nachteule oder Lerche?

01:11:48: ,316 [Marcus Fendt] Ähm, beides, ähm, zum Leidwesen [lacht] meiner Kollegen. [lacht]

01:11:56: ,916 [Luca Leicht] Kei-kein Aluhut, aber dafür always on. Ähm,

01:12:00: ,996 [Luca Leicht] alles klar. Markus, vielen Dank, äh, dass du uns in die Welt, in die vielleicht auch nicht nur schöne Welt von der Mispel, ähm, mitgenommen hast und erklärt hast, um was es geht, was da dahinter steckt, was man vor allem tun könnte und noch viel wichtiger vielleicht auch jetzt tun sollte. Deswegen, äh, vielen, vielen Dank dafür, Markus. An euch da draußen auch vielen Dank fürs Zuhören, Zuschauen. An dich, Gert, auch vielen Dank, dass du wieder dabei warst uuund, äh, wir das alles hier durchgewutscht sind. Und jetzt noch die große Sache: Schreibt uns gerne Kommentare, schreibt uns gerne E-Mails an podcast@move-magazin.de. Äh, Kommentare bei YouTube, Apple, Spotify und Co. Wir kümmern uns um Antwort und die holen wir sicherlich auch von dir, Markus, ein. Stimmt's?

01:12:42: ,976 [Marcus Fendt] Immer gerne.

01:12:43: ,496 [Luca Leicht] Super. Machen wir. Ihr schreibt, wir antworten und dann sag ich vielen Dank. Tschüss und bis zum nächsten Mal.

01:12:49: ,176 [Gerd Stegmaier] Danke. Ciao, ciao.

01:12:54: ,516 [Marcus Fendt] Ciao. [Outro-Musik]