Moove

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Der New Mobility Podcast von auto motor und sport

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00:00:00: ,320 [Speaker 0] Intro spielt]

00:00:04: ,400 [Luca Leicht] Move, der New Mobility Podcast von Auto, Motor und Sport.

00:00:13: ,740 [Luca Leicht] Hallo und herzlich willkommen zu Move, dem New Mobility Podcast von Auto, Motor und Sport. Mein Name ist Luca Leicht und heut auch wieder hier bei mir auf dem Sofa im Studio in Stuttgart, Gerd Stegmaier. Guten Morgen. Hallo Luca. Freut mich, dass ich hier sein kann. Ähm, wenn man über das Thema Qualität spricht oder über Autos allgemein, dann kommt ja Qualität und Materialqualität, Verarbeitungsqualität, Materialgüte, Haltbarkeit sind immer riesige Themen und, ähm, selten ist es so, dass man nicht sagt, früher war alles besser. Bei der Materialqualität hab ich ganz oft das Gefühl, dass ganz oft heißt, früher war alles besser und schöner und toller.

00:00:46: ,460 [Luca Leicht] Um ehrlich zu sein, ich glaub, meistens ist es einfach nur nostalgischer früher gewesen. Ähm, aber das soll uns jetzt heute nicht davon abhalten, dass wir auch heute uns dem Thema Qualität widmen und klären, was Qualität denn eigentlich wirklich ist, wie man sie misst, wie man sie erreicht und ob mindere Qualität denn tatsächlich immer irgendwie billig ist oder auch billig war und so geplant war. Ähm, und deshalb freu ich mich sehr, dass Andreas Crepp hier den Weg zu uns gefunden hat. Er ist nämlich, das muss man sagen, Chief Quality Officer im VW-Konzern. Das klingt unheimlich groß und mächtig. Und die Frage ist, wie mächtig ist man denn in so 'ner Qualitätssicherungsposition und wie viel Einfluss hat man denn da? Oder ist am Ende nicht der Finanzer, der dann doch wieder zwei, drei Cent rausziehen will, doch mächtig? Aber wir freuen uns, dass du da bist, Andreas, dir die Zeit nimmst, uns hier besuchst. Herzlich willkommen.

00:01:32: ,980 [Andreas Krepp] Danke schön.

00:01:32: ,000 [Luca Leicht] Magst du dich auch erst mal selber kurz vorstellen? Wer bist du? Was hast du bisher gemacht? Was ist das, was wir uns von dir, deine Qualitäten, die wir uns von dir merken sollten?

00:01:40: ,040 [Andreas Krepp] Ja, okay. [lacht] Ich versuch das. Also, ist eigentlich ganz einfach, ne. Ich bin seit, äh, 34 Jahren bei der Volkswagen AG beschäftigt, ne.

00:01:48: ,380 [Luca Leicht] Mhm.

00:01:48: ,800 [Andreas Krepp] Aber ich glaub, ich erklär, erzähl das 'n bisschen besser, 'n bisschen mehr. Also, ich hab tatsächlich vor 34 Jahren hier im Ländle, ähm, in Neckarsulm 'ne Lehre bei Audi angefangen-

00:01:57: ,420 [Luca Leicht] Mhm

00:01:58: ,860 [Andreas Krepp] ... zum Industriemechaniker und, äh, dann auch, äh, gewerblich gearbeitet, immer, äh, wieder mich, äh, weiterent-entwickelt und, äh, äh, weitergelernt, nebenher Fernstudium und so weiter und so fort. Komm dann übers Presswerk, Karosseriebau, Montage, äh, Kaufteile, also

00:02:18: ,120 [Andreas Krepp] viele Bereiche, ne, durchgemacht. Ähm, zwölf Jahre in Neckarsulm gewesen, danach nach Ingolstadt gegangen, wurde in, äh, einem, 'nem Bereich, äh, neu aufgemacht, aufgebaut. Baureihe hieß es, also so Projektmanagement, äh, war ich dann, ähm, 'n Teilprojektleiter für den Audi Q7, den ersten SUV von Audi. War 'ne ganz, ganz spannende Geschichte. Ähm, es hat dann geheißen: „Ups, äh, ja, das Auto bauen wir ja in Bratislava. Es wär doch ganz gut, wenn du mal für 'n paar Wochen nach Bratislava gehst und weil das ist zwar Audi, VW ist ja ein Konzern, aber das könnte sein, dass hier und da vielleicht 'n paar Themen, äh, nicht ganz so, äh, sind.“ Ne, das war damals der Dr. Winterkorn, damals, äh, Chef von Audi AG, der mich da hingeschickt hat. So, nach drei Jahren [lacht]-

00:03:13: ,160 [Luca Leicht] 150 Wochen.

00:03:14: ,060 [Andreas Krepp] Nach drei Jahren bin ich, äh, äh, dann weitergegangen. Ich glaub, die Stelle gab's dann gute zehn Jahre noch.

00:03:21: ,620 [Luca Leicht] Mhm.

00:03:21: ,060 [Andreas Krepp] Äh, also man, man sieht, äh, Kommunikation ist alles, äh, und, äh, die, äh, die Themen gehen nicht aus. Ähm, danach war ich vier Jahre in Kaluga. Wir hatten ja da 'n Werk in Russland gebaut, in der Nähe von Moskau. Äh, äh, da war ich für die

00:03:38: ,320 [Andreas Krepp] Qualitätssicherung Kaufteile zuständig, also Lieferantenmanagement. Da haben wir die ganzen Lieferantenparks dort aufgebaut. War auch 'ne spannende Geschichte. Erst mal, äh, mit Gummistiefel angefangen, äh, ganz toll. Und auch in einem Markt, wo's Automobilindustrie so in der Art n-nicht gegeben hat, ne. Es gab ja den Lada, den staatlichen, und die ganzen Lieferanten haben auch dazugehört. Äh, das heißt-

00:04:02: ,660 [Luca Leicht] Wo, wo, wo sind wir da zeitlich grade ungefähr?

00:04:04: ,339 [Andreas Krepp] Das war, äh, 2008 bis 2012, äh, war ich da. Ähm, also war auch 'ne ganz, äh, tolle Zeit. Also Aufbau, immer mehr Werke, immer mehr Autos. Also wir haben

00:04:18: ,540 [Andreas Krepp] Volkswagen und Škodas dort gebaut und, äh, danach kam der Move, nach China, äh, zu gehen, Foshan. Das ist 'n Großraum Guangzhou, Süden der Republik, also in der Nähe von Hongkong. Also

00:04:33: ,620 [Andreas Krepp] plus 40 Grad, zehn Monate im, im Jahr und dann kam der kurze Winter mit plus 20 Grad. So, und, äh, in der Zeit mit plus 40 Grad, also gefühlt dreimal am Tag Regen.

00:04:44: ,300 [Luca Leicht] Mhm.

00:04:45: ,280 [Andreas Krepp] Also subtropisch, äh, alles. War auch sehr spannend, auch da 'n Werk aufzubauen, Gummistiefel, rote Erde, äh, und da als Qualitätsleiter und auch stellvertretender Werkleiter. Äh, war, war 'ne, 'ne tolle Geschichte. Ähm, da haben wir Audis und, und Volkswagen gebaut, äh, bis dann der Move kam, bisschen nördlicher, äh, in, in, äh, China was anderes aufzubauen. Äh, nächstes Werk dann als Werkleiter und President von, äh, von der Branch in Qingdao. Äh, kennt man, Qingdao Bier, also ehemals 'ne deutsche Kolonie. Äh,

00:05:21: ,200 [Andreas Krepp] und, äh, das, das war auch 'ne tolle Zeit, bis dann Move, der nächste Move kam und, äh, es geheißen hat: „Äh, Andreas, äh, wir haben da 'n Thema. Ich glaub, du musst in die USA.“

00:05:32: ,380 [Luca Leicht] Mhm.

00:05:32: ,180 [Andreas Krepp] So, und, äh, ja, ich hab das, äh, mehr schlecht als recht zu Hause verkaufen können, wie's halt so immer ist. Äh, ne, nach Hause und Frau: „Ja, wir ziehen jetzt um.“ „Wo?“ „Hol mal die Karte, ich erzähl's dir.“

00:05:45: ,980 [Luca Leicht] lacht] Weit.

00:05:45: ,736 [Andreas Krepp] Genau, genau. Erst mal ganz weit, äh, also minus zwölf Stunden, ne, Zeitunterschied. Ah ja, okay. Oder nicht okay, aber wir sind trotzdem dahin gezogen. Washington, D.C., äh, fünf Jahre, ähm, dort.

00:06:01: ,656 [Andreas Krepp] Eine Region, Qualitätsregion aufgebaut, äh, gehört dazu hat, äh, Kanada, USA und, und Mexiko. Wir haben da einige Werke, unterschiedliche Marken. Äh, also spannende Zeit, auch Dieselgate-Ausläufer noch, äh, sauber, ähm, hingedeichselt. Ähm, danach, also fünf Jahre Washington, D.C., dann sind wir noch mal zwei Jahre umgezogen nach, äh, Tennessee, also auch an... ganz anders Amerika.

00:06:32: ,176 [Luca Leicht] Ja, genau, noch mal.

00:06:33: ,876 [Andreas Krepp] Genau, da, da wo wir mal 'n Werk haben, also der ganze technische Bereich ist in den Süden gezogen, ähm,

00:06:40: ,096 [Andreas Krepp] bis dann der nächste Move kam, wo es geheißen hat: „Andreas, äh, ich glaub, du musst jetzt die Marke Volkswagen-

00:06:47: ,096 [Luca Leicht] Die Heimat ruft.

00:06:48: ,676 [Andreas Krepp] Genau, als Qualität übernehmen. Und, äh, ja, dann war ich zurück und, äh, siehe da, es waren genau auf 'n Tag, auf 'n Tag genau 20 Jahre, wo ich weg war aus Deutschland. Also, erste, 31. Juli 2005 raus, erster August, äh, 2025 wieder rein. Ähm, dann als, ähm,

00:07:08: ,576 [Andreas Krepp] Leiter, äh, der Marke Volkswagen. Äh, vier Wochen später, äh, gab's 'n nächsten Job obendrauf, also Brand Group Core. Also wir sind ja in Brand Groups aufgeteilt, also Core, äh, da gehört Volkswagen, äh, PKW, Volkswagen Nutzfahrzeuge, Seat, Cupra und, und Skoda dazu. Das hab ich vier Wochen später, äh, mit dazu bekommen und wa-weil man gedacht hat: „Mensch, das ist ja, also da ist noch Luft nach oben.“ Deswegen hab ich 'n paar Monate später dann noch mal 'n gesamten Konzern obendrauf bekommen. Äh, das heißt, mit den, diesen drei Hüten lauf ich, äh, seitdem. Also 'n Konzern hab ich dann im Januar mit dazu bekommen. Das, äh, das dazu.

00:07:49: ,435 [Luca Leicht] Das heißt, du, du, du bist jetzt der, der verantwortlich ist für das Thema Qualität. Ich hab eingangs ja schon gesagt, über Qualität wird oft und viel gesprochen, wenn's ums Auto geht. Was ist denn für jemanden, der sich seit vielen Jahren wohl hauptberuflich mit dem Thema Qualität auseinandersetzt, was ist Qualität für dich persönlich? Woran machst du's fest? Wann sagst du, das ist gute Qualität, wenn du 'n Produkt in der Hand hast, zum Beispiel?

00:08:11: ,495 [Andreas Krepp] Also,

00:08:12: ,336 [Andreas Krepp] das ist, ähm, das Thema ist, ich hab ja, ich war ja in der, ähm,

00:08:18: ,576 [Andreas Krepp] in der, in den Projekten, äh, drin. Ich war in der Produktion und ich war in der Qualitätssicherung.

00:08:24: ,736 [Andreas Krepp] Und Qualität, es ist Qualität der Arbeit. Also Qualität ist überall. Das heißt, es gibt 'ne, 'ne Entwicklungsqualität, ein, ein Produkt, was sauber entwickelt ist, ne. Es, es fängt aber auch schon viel früher an, äh, da,

00:08:40: ,096 [Andreas Krepp] äh, wo die richtige

00:08:43: ,876 [Andreas Krepp] Nachfrage oder die Kundenzufriedenheit vorher abgefragt wird: Was will denn der Kunde überhaupt? Was-- Das, das ist auch schon Qualität. Das, äh, die Qualität fängt, äh, ja nicht damit an, dass, äh, äh, beim, bei 'nem Auto, jetzt bleiben wir beim Fahrzeug, beim Auto die, die Räder abfallen, ne. Das ist, das ist 'ne Produktqualität, das ist 'ne mindere Qualität. Man muss dann schauen, was das Thema ist, ne. Sind da, äh, falsche Werkstoffe im, im Spiel gewesen? Ist, äh, ist das Konzept Thema oder, oder ist, hat der Lieferant geschludert? So, äh, das, das ist ein Thema. Aber für mich fängt Qualität, äh, viel früher an, äh, mit, mit der Entwicklung, dass da 'n richtiges Produkt entwickelt wird, ne. Und da kann man auch mit Studien arbeiten. Dann muss man, äh, natürlich in der Lieferantenauswahl sauber vorgehen, dass 'n Lieferant da ist, der das auch kann. Nicht nur, dass er sagt, er's kann, sondern dass er's kann. So, und, und, und dann ist es 'n Thema, 'n Fahrzeug, ne. Auch da haben wir Leute und überall in diesen, äh, äh, in diesen Kettengliedern haben wir Leute, die für die Qualität verantwortlich sind. Also,

00:09:47: ,976 [Andreas Krepp] die haben wir da. Und wenn das Auto gebaut ist, ist es noch lange nicht, äh,

00:09:54: ,456 [Andreas Krepp] weg, sondern, äh, was passiert 'n? Garantie danach und so weiter und so. Auch wir, wir sagen da Feldqualität dazu. Das heißt, das ist auch, auch 'ne ganz wichtige Geschichte, dass 'n, 'n, 'n Kunde merkt: „Also wir haben jetzt das Auto nicht verkauft, Gott sei Dank, ne, weg, sondern wir fühlen uns verantwortlich als Firma für das, was da im Feld passiert.“ Und das ist, äh, Unternehmensverantwortung. Das ist alles Qualität für mich. Also ganz viel und ganz kompliziert, aber eigentlich für mich ganz einfach.

00:10:26: ,076 [Luca Leicht] Okay, ähm, äh, ich find es cool, dass du's ansprichst, dass, dass Verantwortlichkeit 'n Stück weit da drin ist. Ähm, du bist jetzt, hast gesagt, seit 2025 im Amt. Ähm, mein erster Gedanke war dann: Wie oft bist du jetzt wohl dankbar, dass, dass du nicht bei den Qualitätsthemen in der Entscheidung warst, als die ganze Golf-8-Misere, die ID.3-Geschichten und so was, ähm, anfingen? Ähm, ich mein, w-w-w-, also mein erster Gedanke war impulsiv: Wie oft verfluchst du deine Vorgänger, wenn dein Telefon klingelt und wieder jemand anruft und sagt so: „Ich hätte“, oder 'ne E-Mail reinkommt und „Müsste man nicht“ oder „Sollte man nicht“ oder „Zum Himmel, was ist da passiert?“

00:10:57: ,396 [Andreas Krepp] Na ja, ich, ich, ich verfluche sie nicht. Ich versteh ja, wir sind, wir sind ja 'ne, 'ne unheimlich, äh, komplizierte, äh, ich sag mal, also nicht--

00:11:07: ,476 [Andreas Krepp] Also 'n Fahrzeug an sich ist das, äh, das komplizierteste Gut, so Massengut, was, was es grad so auf der Erde gibt, ne. Das, äh, also da ist, hast du alles drin, ne. Da ist Elektronik drin, da ist Sprengstoff drin, also in den Airbags, da, da ist Leder drin. Äh, da ist so ziemlich alles, äh, drin, was, was es so, äh, die, die Erde hergibt. Äh, und es ist total kompliziert. Und wir als Firma natürlich mit unseren unterschiedlichsten Marken, wir bauen vom günstigsten Auto bis zum teuersten Auto. Wir bauen, äh, Modelle, äh, paar tausend Stück am Tag und wir haben Modelle, hm, haben wir ein pro Woche. So, das heißt, und das alles, äh, im Fokus zu halten, ist 'ne verdammt schwere Aufgabe. Und,

00:11:56: ,876 [Andreas Krepp] äh, äh, ja, das kann man immer, immer besser machen, klar. Und das, was ich reinbringe, ist,

00:12:02: ,016 [Andreas Krepp] äh--

00:12:05: ,476 [Andreas Krepp] Äh, Thema Golf acht, Thema ID drei, ist die Kundensicht. Das hab ich, äh-- Das Gute ist ja, dass, dass ich, äh, einmal um die Erde herumgereist bin in den 20 Jahren und das Thema hab ich zum Beispiel in den USA gelernt, ne, mit Jedi Power, mit, mit den ganzen Studien, wo ganz klar, ganz strukturiert der Kunde abgefragt wird, also was, was will er, was will er nicht. Äh, äh, und das ist, also da, da, da können wir lernen, da sind wir schon dabei. So was Ähnliches hab ich grad, äh, in, in, in, in Deutschland gestartet, ne, dass wir auch verstehen, äh, was, was der Kunde will, ne. Man sagt: „Ja gut, äh, wir haben kein, äh, hm, ich sag mal, wir wissen eigentlich, äh, was der Kunde will. Wir haben Umsetzungsprobleme.“ Nein, nein, nein, nein, nein. Also es sind schon Themen, wo wir meinen, wir wissen, was der Kunde will.

00:12:55: ,796 [Gerd Stegmaier] Mhm.

00:12:55: ,516 [Luca Leicht] Mhm.

00:12:56: ,336 [Gerd Stegmaier] Cooles Beispiel dafür ist ja, wo man immer, weiß ich gar nicht, ob man gemeint hat, das zu wissen, was der Kunde will, ist dieser unbeleuchtete Slider für die Lautstärke.

00:13:07: ,896 [Andreas Krepp] Zum Beispiel.

00:13:08: ,036 [Gerd Stegmaier] Ähm, da, wenn man den Kunden gefragt hätte, hätte er sicher nicht gesagt: „Ja, ich will so'n Ding, was ich nachts nicht sehe und was auch schwierig zu bedienen ist.“

00:13:16: ,736 [Andreas Krepp] Super, macht ja auch Sinn.

00:13:17: ,796 [Gerd Stegmaier] Ja. [lacht]

00:13:17: ,536 [Luca Leicht] Aber er hätte garantiert auch nicht gesagt: „Ich will das beleuchtet haben“, weil er sich das Pro..., dem Problem wahrscheinlich gar nicht bewusst ist.

00:13:22: ,316 [Andreas Krepp] So, und, und da gib..., also kann man das mit Kliniken, das, äh, das machen, dass man 'n Kunden, äh, einfach mal so was si-simuliert, dass man ihn so was, ne, als 'n Prototypen mal fahren lässt und, und-- Also nicht, am besten nicht den Ingenieur, der es entwickelt hat und, und auch bitte nicht seine Kollegen, weil die finden das alle super.

00:13:42: ,556 [Luca Leicht] Ja, aber jetzt muss ich doch grade da fragen. Der Ingenieur, also man, man sieht es ja, die fahren dann auch nachts rum und keine Ahnung was. Dem wird doch auch mal unterwegs aufgefallen sein, dass es irgendwie 'ne, sorry to say, aber 'ne Scheißaktion ist, laut und leise zu machen müssen, wenn die Sonne untergegangen ist. Das wird doch irgendwie denen auch mal aufgefallen sein.

00:13:59: ,136 [Luca Leicht] Oder es haben die alle irgendwie Igel-Eyes und können nachts sehen.

00:14:04: ,396 [Andreas Krepp] Wahrscheinlich sind ihm 9.999 andere Dinge aufgefallen, die auch abgestellt worden sind.

00:14:13: ,996 [Gerd Stegmaier] Aber das ist halt-

00:14:13: ,996 [Andreas Krepp] Bis auf das. [lacht] Ja, und das, das ist so diese, äh, ja, Betriebsblindheit dann teilweise. Es, es ist so, ne. Man kann's hinterher, äh, kann man nicht sagen, wa-warum grade das, ne. Wir stellen ja Tausende von Sachen am Tag ab.

00:14:26: ,696 [Gerd Stegmaier] Mhm.

00:14:26: ,056 [Andreas Krepp] Und, und, äh, äh, daher die eingangs, äh, ähm,

00:14:32: ,036 [Andreas Krepp] gesagte, ne, das ist 'n, 'n Fahrzeug ist verdammt kompliziert. Und, und dann haben wir grade Sachen abgestellt, äh, die alle Lichtjahre mal passieren, ne, alle Schaltjahre mal passieren und dann sagen: „Mensch“, und, und rückwärts und, ne, und, und dabei aus'm Fenster gucken und diesen Knopf drücken,

00:14:51: ,316 [Andreas Krepp] das haben wir abgestellt.

00:14:52: ,776 [Luca Leicht] Mhm.

00:14:53: ,136 [Andreas Krepp] Aber so was, ja.

00:14:54: ,716 [Gerd Stegmaier] Ja.

00:14:55: ,616 [Andreas Krepp] Das Gute dabei ist, wie schnell lernen wir?

00:14:59: ,916 [Andreas Krepp] Wie schnell setzt man das um, dass das nie wieder passiert, ne? Und das ist ja, ne, das ist ja auch so'n Qualitätsgedanke, so PDCA, ne, Plan, Do, Check, Act. Das heißt, äh, dieser, dieser Qualitätszirkel, ne, wenn man das ein..., äh, anwendet, dass man sagt: „Okay, super. Hast du abgestellt, du bist der Held.“ Kann das noch mal passieren?

00:15:21: ,716 [Luca Leicht] Mhm.

00:15:22: ,576 [Andreas Krepp] Mhm, genau.

00:15:24: ,976 [Luca Leicht] Das ist 'n anderes Thema. Das versteh ich. M..., ich, ich komm eher aus der Ecke zu sagen, also krieg ich jetzt auch aus den Kommentaren bei YouTube und Co., sehen wir immer wieder, ähm, und auch sonst in den Kommentarspalten, dass das landläufige Gefühl da ist, dass die Qualität abnimmt. Und dass eben das, was du sagst, abstellen, besser werden, gar nicht stattfindet, sondern das Gegenteil, sondern dass es irgendwie immer schlechter wird.

00:15:47: ,656 [Andreas Krepp] Hm.

00:15:48: ,376 [Luca Leicht] Wie, wie, wie erklärst du dir denn das um Himmels willen dann? Und dann haben wir nämlich genau diese ID.3-Systemik, dass wir ganz viele neue Sachen haben, wie jetzt Elektroautos, neues Design, neue Designsprache et cetera pp. Und dann kollabiert irgendwie der ganze alte Prozess, der vorher da war, der scheinbar zu 'nem passablen Ergebnis geführt hat.

00:16:06: ,516 [Andreas Krepp] Hm.

00:16:07: ,936 [Andreas Krepp] Also ich, ich würd das, ähm, ich glaub, ich weiß, wa-was, was, was ihr meint. Äh, ich würd das, ähm, so

00:16:16: ,616 [Andreas Krepp] in zwei Levels erklären. Es gibt für mich erst mal so 'ne

00:16:22: ,096 [Andreas Krepp] Old-Style-Quality, ne. Das ist, wo, wo, wo, wo dann die Räder abfallen und wo, wo der Motor ausgeht und nimmer angeht und so weiter und so fort. Also, äh,

00:16:32: ,776 [Andreas Krepp] da sind so die Hardware-Sachen.

00:16:37: ,216 [Andreas Krepp] Äh, wenn man sich die,

00:16:40: ,356 [Andreas Krepp] die, die Zeitleiste anschaut und das, das hab ich jetzt, äh, gemacht letztes Jahr, äh, mir das angeguckt, also die Gewährleistungskosten, also nicht die Kosten, sondern die, die Fälle über die, die letzten zehn, 15 Jahre anschaut, haben wir, sind wir massiv besser geworden, also massiv besser geworden. Ähm, trotz dass die Fahrzeuge

00:17:03: ,956 [Andreas Krepp] also deutlich komplizierter geworden sind. Ich, ich kann Ihnen sagen, dass, äh, ich sag mal, 'n Golf fünf

00:17:10: ,136 [Andreas Krepp] deutlich öfters kaputt, mechanisch kaputtgegangen ist als 'n Golf sieben, Golf acht.

00:17:17: ,936 [Andreas Krepp] Trotz dass der Golf sieben, Golf acht mit dem Golf fünf, also gar nicht, kein Vergleich ist. Mechanisch. Mechanisch.

00:17:24: ,596 [Luca Leicht] Ich, ich, ich möcht deshalb da einhaken, weil man liest auch und hört auch und spürt es auch, hab ich selber am eigenen Leib schon erfahren, ähm, dass man früher aber auch kulanter war. Also im Zweifel eben auch mehr Fälle da waren und heute: „Ah, hm, das System gibt's nicht her.“ Also i-ist, sind die Zahlen, mit denen du da arbeitest, kannst du denen dahingehend tatsächlich voll trauen, weil die auf der gleichen Datenbasis erhoben sind?

00:17:44: ,896 [Andreas Krepp] Das sind die Zahlen vom, von außen, aus den Werkstätten. Das sind die-

00:17:49: ,756 [Luca Leicht] Die, die, die Realmeldung mit Anfragen, Kulanz, nicht die bewilligten Anfragen für Kulanz, für Gewährleistung et cetera.

00:17:55: ,336 [Andreas Krepp] Wir haben beides.

00:17:56: ,956 [Luca Leicht] Und da geht's zurück?

00:17:57: ,116 [Andreas Krepp] Also die, die Anzahl der, der Fälle geht zu..., geht zurück, ja, ja.

00:18:02: ,796 [Luca Leicht] Okay.

00:18:02: ,876 [Andreas Krepp] Also das ist das Thema, das ist das Thema, äh, mechanische Qualität.

00:18:06: ,236 [Gerd Stegmaier] Mhm.

00:18:08: ,048 [Andreas Krepp] Was

00:18:10: ,328 [Andreas Krepp] Ich möcht nicht sagen zugenommen hat, weil, weil's vor zehn Jahren gar nicht gegeben hat, ist das Thema Software natürlich.

00:18:15: ,848 [Luca Leicht] Ja.

00:18:15: ,568 [Andreas Krepp] Genau, das, das ist 'n anderes Thema. Äh, und da lernen wir, lernen wir alle, ne, weil die Software, das ist teilweise entwickeln wir das, teilweise, äh, wird es, äh, von den, äh, von den Lieferanten entwickelt, äh, und wir, wir lernen da alle. Wenn man sich anschaut, wie, wie die Software, äh, ich sag mal, mit, mit, mit dem ersten, äh, ID.3 haben sie jetzt, äh, haben wir jetzt, äh,

00:18:41: ,948 [Andreas Krepp] angesprochen, äh, und, und Vergleich zu dem New Urban Family, was, was wir jetzt, äh, auf, auf der Straße haben, das ist auch Tag und Nacht, ne. Das Thema, wir haben jetzt, äh,

00:18:53: ,708 [Andreas Krepp] den ID. Polo seit 'n paar Monaten, äh, oder seit 'n paar Wochen. Ich fahr ihn seit 'n paar Monaten, aber [lacht] ja genau, ich muss immer gucken, seit 'n paar Wochen auf, aufm, äh, im Feld und wir haben schon 'n Over-the-Air-Update drauf, ne, und, und nächster kommt bald. Das heißt, ähm, das sind Themen, äh,

00:19:12: ,848 [Andreas Krepp] wo ich sage,

00:19:14: ,568 [Andreas Krepp] wir müssen uns von, äh, von einem, grade im Softwarebereich, von einem fehlerfreien Produkt zu 'nem Start-of-Production-Zeitpunkt verabschieden, weil, weil's den nicht gibt, ne. Das heißt, es kommen auch ständig neue Themen. Das ist so kompliziert, kommen st..., neue Themen. Was wir, es kennen wir ja auch vom, vom, vom, vom Handy und, und von anderen, äh, softwarebasierten, äh, Themen, äh, was wir lernen müssen und wo wir dran sind und auch, äh, jetzt, äh, auch Erfolge haben, ist das Thema Over-the-Air-Updates. Das heißt, wie schnell, wie oft kann ich das updaten? Was wir festgestellt haben, und da kommt vielleicht auch das Thema Unmut und Social Media. Äh, äh,

00:19:58: ,128 [Andreas Krepp] natürlich gibt's jetzt mehr Social-Media-Einträge wie vor zehn Jahren. Vor zehn Jahren gab's ja kein So-Social Media in dem Sinne, ne.

00:20:06: ,208 [Luca Leicht] Die MySpace-Gründer würden das anders sagen, aber ja, ja, ich versteh, ich versteh schon, worauf du hinauswillst.

00:20:09: ,488 [Andreas Krepp] So, das heißt, man, man fühlt sich ja jetzt sofort da, äh, ne, unter Druck gesetzt und man, man muss da jetzt irgendwas auch absetzen, ne, wenn, wenn da was passiert. Äh, was ich sehe, ist, dass, äh,

00:20:23: ,108 [Andreas Krepp] wir, äh, bei den, äh, MEBs, äh, First Generation vor, vor drei, vier Jahren, ne, äh, wenn da was passiert ist, auch noch vor zwei Jahren, ne, dann sind sie zur Werkstatt, zack, äh, äh, also 'ne physische Andockung u-und, und dann Update, ne. Und, äh, hat mir 'n Händler gesagt, OTA haben wir gesagt, Over the Air, ne. Der sagt: „Ja, ja, OTA macht ihr schon länger. Das heißt Over the Autohaus.“ So, äh, äh, das ist, äh, und, äh, das ist auch wichtig, mit, mit den Händlern, äh, das zu besprechen. Das, das war 'n Thema. Das natürlich, ne, wenn, wenn, wenn sie dann zum, ins Autohaus müssen und dann anschließen und dieses Gefühl, ich geb das Auto ab und da wird irgendwas mit dem Auto gemacht, das erzeugt

00:21:12: ,268 [Andreas Krepp] schon, schon von der Basis her nega-negative Gefühle, weil d-das, da passiert was mit meinem Auto. Ich weiß nicht, äh, macht da einer vielleicht noch 'ne Kappe kaputt oder irgend so was, ne. Wenn, wenn sie das Over the Air bekommen, wenn sie dann morgens, wenn sie ins Auto einsteigen, okay, zack, sie haben 'n Update und das wie mit dem Handy ist, äh, und wir, wir haben das aus, äh, äh, aus Kundenmeldungen, ähm, wow, super. Das heißt, äh, das ist wie so 'ne Aufwertung.

00:21:38: ,928 [Luca Leicht] Mhm.

00:21:38: ,608 [Andreas Krepp] Das heißt, äh,

00:21:40: ,448 [Andreas Krepp] wenn, wenn sie jetzt, äh, mehrere Updates hintereinander schalten, also der Kunde fühlt sich auch, äh, besser, wenn, wenn ein Up-Update, äh, es ist ja oft so, wow, ich hab da was kostenlos dazu bekommen. Also mein Auto ist jetzt besser als vorher, ne. Und das, das ist, das ist der Switch, der jetzt kommt.

00:21:59: ,508 [Luca Leicht] Werbung. Schnell, schneller, ultraschnell. Mit Shell Recharge wird die Ladepause zum Ladepäuschen und das deutschlandweit. Denn mit Shell Recharge kannst du nicht nur an über 2.300 Ladepunkten laden, sondern auch noch ultraschnell. Bis zu 400 kW Ladeleistung sorgen schon nach wenigen Minuten für 100 Kilometer Reichweite. Und falls es doch ein paar Kilometer mehr sein sollen, findest du an den Shell-Stationen einen Snack oder einen Kaffee. Oder du nutzt die Zeit gleich für einen Einkauf bei den Shell Recharge Partnern wie Rewe oder Penny. So wird aus der Ladezeit keine Wartezeit, sondern deine Zeit. Die Bezahlung ebenfalls ganz einfach, so wie du möchtest. Per Shell App oder per Ladekarte, per Kreditkarte oder EC oder einfach direkt mit dem Handy oder der Smartwatch über Google oder Apple Pay. Alle weiteren Infos zu Angeboten, Preisen und weiteren Services findest du unter shell.de/einfachladen.

00:22:54: ,508 [Gerd Stegmaier] Aber eigentlich ist doch für euch fast angenehmer, äh, mit diesen Over-the-Air-Updates, weil ihr danach noch was tun könnt. Und wie habt ihr das jetzt im Vergleich zur Hardware, ähm, praktisch als Prozess, den du vorher beschrieben hast, Plan, Do, Act und Check, ähm, implementiert bei der Software? Also wie entsteht diese Software,

00:23:18: ,528 [Gerd Stegmaier] ähm, unter Qualitätsgesichtspunkten und plant ihr dann schon vorher ein, ja, wir können ja dann danach noch was updaten?

00:23:25: ,888 [Andreas Krepp] Ja, ja, klar. Also wir, das ist immer so 'ne Abwägung.

00:23:29: ,988 [Andreas Krepp] Es sind ja Sachen, die länger dauern zum Abstellen und sind Sachen, die kürzer dauern. Und wir, wir packen das in Packages zusammen, wo ich sage, dass man, äh, zu, äh, also besser öfters kleinere Updates-

00:23:44: ,668 [Luca Leicht] Tatsächlich? Okay.

00:23:45: ,168 [Andreas Krepp] ... äh, geben und, äh, als, als warten, ein, ein großes Paket, äh, da, äh, rauszuschieben. Natürlich, äh, natürlich müssen wir dann immer abwägen, was macht Sinn? Wir machen auch nicht, nicht jeden zweiten Tag dann Update, nur weil 'n, 'n Bug gefixt worden ist. Wir müssen dann abwägen, wie, wie oft kommt das vor? Ist das 'n Sicherheitsthema? Kein Sicherheitsthema, bei Sicherheitsthema, es gibt's ja keine Diskussion, aber das muss alles abgewogen werden. Aber ich bin dafür, dass man lieber öfters kleinere Sachen, äh, fixt, als da ewig wartet und einmal pro Jahr oder alle halbe Jahre da, äh, 'n, 'n, 'n Update, äh, ich sag mal, macht.

00:24:23: ,460 [Luca Leicht] Also, ich, ich seh da zwei Punkte. Du hast grad eben das Handy angesprochen als, als die Symbolik zum Thema Update. Ähm,

00:24:30: ,260 [Luca Leicht] ich weiß nicht, wie lange ich jetzt Smartphones nutze, aber ich kann mich nicht erinnern, dass ich jemals 'n Update installiert hab und dachte danach: „Cool, jetzt ist dieser Fehler weg.“ Manchmal kommt, krieg ich 'n OS-Update oder irgendwie so was und dann hab ich 'ne neue Funktion. Darüber bin ich dankbar. Aber wenn's Bugfixes sind, das find ich nervig. Das will ich auch gar nicht haben. Ich will keinen einzigen Bugfix auf meinem Handy haben. Ich will auch an sonst keinen Geräten Bugfix haben, weil ich nicht will, dass da 'n Bug drin war. Und das fühlt sich dann nämlich nicht für 'ne Aufwertung an, sondern das fühlt sich dann ganz oft an, als, äh, hätten die halt irgendwie eine, so 'ne Bilanzverschiebung gemacht und gesagt: „Wir bauen das heute nicht fertig, sondern geben das Geld für den Entwickler, für die Scha..., Herrscharen morgen, übermorgen, überübermorgen aus und eben nicht heute.“ Und hübschen damit unsere Bilanz auf oder irgendwie so was und eben nicht ein Funktionsupgrade et cetera pp. Hab ich auch, weiß nicht, ob beim Auto auch persönlich den Anspruch hätte, dass mein Auto besser wird mit der Zeit. Natürlich nehm ich's mit. Aber die ganze Gemengelage grade im, im Bereich Auto, weiß ich nicht, ob die so tatsächlich sich manifestieren wird. Oder, oder se-seht ihr tatsächlich, dass die Kunden sagen oder drauf warten, dass sie endlich neue Funktionen kriegen und, und dann ... Oder sind's nicht vorrangig Bugfixes, dass sie sagen: „Geil, endlich schaltet sich mein Au..., mein, mein Entertainment-System nicht mehr willkürlich schwarz.“ Also, das ist ja 'ne andere, 'n anderes Level, was ich aufm Handy aber so nie wahrgenommen hab.

00:25:52: ,720 [Andreas Krepp] Die, die, ähm, die Updates sind ja auch als Updates deklariert. Also, ich sag mal, wir schreiben ja nicht, [lacht] Sie haben jetzt 'n Bugfix, äh, und, und so weiter und so fort. Deswegen, es wird schon, also, ich kann sagen, es wird schon positiv aufgenommen. Es ist so.

00:26:06: ,800 [Luca Leicht] Okay.

00:26:06: ,320 [Andreas Krepp] Genau, es wird positiv aufgenommen. Es ist 'n Update, ne. Es sind ja auch, ähm,

00:26:12: ,640 [Andreas Krepp] in manchen Updates sind ja auch Upgrades drin.

00:26:16: ,380 [Luca Leicht] Eben.

00:26:16: ,380 [Andreas Krepp] Genau. Deswegen, deswegen wird das ja, das, äh, ist, ist ja 'n Gemengelage von dem Ganzen. Das heißt, äh, das, in Summe wird das positiv aufgenommen, ja.

00:26:24: ,620 [Luca Leicht] Okay.

00:26:26: ,360 [Gerd Stegmaier] Ähm, du hast vorher davon gesprochen, dass Qualität bei der Entwicklung beginnt. Jetzt, äh, Softwareentwicklung findet ja bei euch nicht in der gleichen Abteilung statt wie die Hardwareentwicklung. Ähm, hm, wie kommuniziert ihr oder wie, wie bewertet ihr Qualität quasi jetzt zum Beispiel von Cariad? Weil von da kommt ja die Software. Habt ihr da dann auch Schnittstellen zu denen hin?

00:26:51: ,780 [Andreas Krepp] Natürlich.

00:26:52: ,340 [Gerd Stegmaier] Ähm, kannst du als, sag ich mal, Hardware-Sozialisierter dann den Kollegen eigentlich irgendwas sagen zum Thema: Wie, wie macht ihr jetzt Software, damit ihr nachher möglichst wenig Bugs habt, oder?

00:27:06: ,400 [Andreas Krepp] Ja, das ist, ähm, das ist 'ne gute Frage. Das ist 'ne gute Frage und, äh, ich glaub, so eindeutig, äh, die Antwort, äh, die hat keiner drauf. Wir lernen alle.

00:27:16: ,800 [Luca Leicht] Mhm.

00:27:16: ,760 [Andreas Krepp] Wir lernen alle, sowohl die deutschen Hersteller als auch die chinesischen Hersteller, als auch die amerikanischen Hersteller. Ich hab ja das Glück gehabt, äh,

00:27:26: ,040 [Andreas Krepp] überall länger zu leben und, und, äh, mich mit dem Thema dort zu beschäftigen. Es, es ist wirklich 'n Lernfeld, ne. Das ist, äh, es ist wirklich, äh,

00:27:37: ,240 [Andreas Krepp] wir müssen umdenken,

00:27:39: ,700 [Andreas Krepp] äh, weil, äh, 'n Bauteil, äh,

00:27:43: ,860 [Andreas Krepp] was, um, um, um das qualitativ, äh, zu bewerten, da, da gibt's 'n physische Tests, ne, oder 'n Alterungstest irgendwo im Labor, Salzsprühtest. Dann wird halt simuliert, wie das Teil nach zehn Jahren ausschaut. Äh, ich meine, mit der Software, das ist 'ne ganz andere Geschichte. Da müssen, äh, müssen Use Cases drüberfahren, äh, und wir machen alle, wir lernen alle dazu, ne. Jetzt machen wir die Use Cases, jetzt machen wir die anderen Use Cases.

00:28:11: ,520 [Andreas Krepp] Ist das, äh,

00:28:13: ,439 [Andreas Krepp] ist das 'ne 100-prozentige Absicherung? Nein, weil wir alle lernen. Äh, und, äh, wir, wir haben halt, äh, bei den physischen Bauteilen haben wir halt 'n paar Jahrzehnte, Jahrhunderte Vorsprung, weil wir wissen, was mit 'ner Schweißnaht passieren kann. Das wissen wir, ne. Fast immer, äh, genau, auch hier passiert, äh, da und hier was, aber, äh, mit der Software sind wir, sind wir am Anfang und alle sind am Lernen. Und jetzt geht's dadrum, wer lernt das am schnellsten?

00:28:43: ,040 [Gerd Stegmaier] Und im Grundsatz, äh, sind's ja zwei Ebenen. Also, ihr lernt praktisch den Prozess und die Verbesserung von Software. Ähm, gleichzeitig wird es ja aber womöglich aufgrund der vielen Möglichkeiten, die die Software bietet, äh, am Ende immer 'n statistisches Problem sein. Also, man kann, glaub ich, nicht 'ne Software rausbringen, die schon vorher alle Use Cases berücksichtigt hat. Es wird immer welche geben, die dann im Feld auftauchen. Und

00:29:15: ,480 [Gerd Stegmaier] jetzt gilt's ja quasi, den Prozess so zu machen, ähm, dass man möglichst schnell 'ne durchlässige, ähm, Verbesserungsvariante hat, ähm, um diese Bugs dann möglichst schnell wieder ins Feld zu bringen. Also, dann ist ja auch die, die Kundenwahrnehmung 'ne statistische am Ende, ne?

00:29:35: ,660 [Andreas Krepp] Genau. Also, das, das ist die Thematik, ne, dass man sagt, äh,

00:29:41: ,380 [Andreas Krepp] und, und, und da kommt Qualitätssicherung ins Spiel, auch mal sagen, was, was ist denn diese, die Grauzone? Weil,

00:29:49: ,800 [Andreas Krepp] ich sag mal, die, der eine Pol heißt

00:29:54: ,000 [Andreas Krepp] fehlerfreie Software. Gibt's nicht. So. Der andere Pol heißt

00:30:00: ,320 [Andreas Krepp] Gefahr für Leib und Leben.

00:30:02: ,700 [Luca Leicht] Mhm.

00:30:02: ,620 [Andreas Krepp] Da gibt's auch keine, äh, äh, Diskussion zur Entscheidung. Stopp, ne. Stopp, ne.

00:30:09: ,880 [Andreas Krepp] So, und dazwischen ist viel grau.

00:30:14: ,140 [Andreas Krepp] Was, äh, lässt der Kunde zu oder was, äh-

00:30:18: ,740 [Gerd Stegmaier] Tolerierte.

00:30:19: ,428 [Andreas Krepp] ... toleriert der Kunde? Ne, wo können wir sagen, auch, äh, welches Fahrzeug, welche Fahrzeugklasse, ne? Das alles, äh, bringen wir rein und sagen mal: „Okay.“ Und auch-- Okay, wie lange toleriert er das? Das heißt, kann ich so was reinbringen

00:30:36: ,668 [Andreas Krepp] und vier Wochen später kriegt er Over-the-Air-Update? Ist 'ne andere Geschichte wie, ich bring das erst mal rein und dann gucken wir erst mal, ob man das überhaupt abstellen können. No-go.

00:30:47: ,628 [Luca Leicht] Mhm.

00:30:47: ,388 [Andreas Krepp] Das ist aber jetzt, äh, die interne Abwägung. Also da fa..., das Thema fahr ich extrem, ne, dass wir keine Thematiken ins Feld, äh,

00:30:58: ,108 [Andreas Krepp] bringen, die, äh,

00:31:01: ,468 [Andreas Krepp] also die, wo, wo die Abstellung noch nicht da ist, weil, weil Sie wissen, äh, selber, das ist, ne, einmal im Feld ist der Druck weg, alles klar, ne. Dann kümmern wir uns um andere Themen. Ach so, das abstellen? Ja, dat machen wir irgendwann mal. So, das heißt, äh,

00:31:18: ,668 [Andreas Krepp] wir lassen nur die Sachen raus, wo wir wissen, okay, da gibt's was, da gibt's was, ne. Und das ist wie immer 'ne Abwägung. Wie, wie lange brauch ich, um da die Software dann auch fertig zu kriegen? Ist das-- Und jetzt beim ID. Polo oder, oder diese Urban Software, äh, ähm, Urban-

00:31:37: ,708 [Luca Leicht] Family.

00:31:37: ,188 [Andreas Krepp] Family, genau. Äh, haben wir, äh, haben wir,

00:31:42: ,308 [Andreas Krepp] also 'n paar Wochen später nach SOP haben wir schon die erste Over-the-Air-Update gehabt.

00:31:46: ,288 [Luca Leicht] Und was musste dann repariert werden oder verbessert werden, verändert werden?

00:31:50: ,288 [Andreas Krepp] Ja, das sind, äh, Fälle, die, also das ist ja Statistik, ne. Da gibt's 'n Fall, der tritt alle fünf Millionen Kilometer auf und den, das haben wir zeitlich da nicht reingekriegt erst mal. Also es sind keine, äh-

00:32:02: ,968 [Luca Leicht] Aber was zum Beispiel? Was ist, was ihr dann da ...

00:32:04: ,908 [Andreas Krepp] Black Screens und, und, und solche Themen. Das ist ja das, was, äh, allen im Moment, äh, ich sag mal, die, äh, äh, ich sag mal, die, das Kopfzerbrechen bereitet, ne. Dann zack, haben sie, haben sie 'n schwarzen Bildschirm oder irgend so was. Das sind Themen und, und da muss dran gearbeitet werden.

00:32:20: ,608 [Luca Leicht] Mhm.

00:32:21: ,748 [Andreas Krepp] Aber das ist die Auswirkung.

00:32:23: ,408 [Luca Leicht] Mhm.

00:32:24: ,748 [Andreas Krepp] Die haben ja völlig unterschiedliche, äh, Ursachen, ne. Das ist ja nicht, nicht, äh, wie bei 'nem Rad, äh, Rad fällt ab. [lacht] Das waren die Schrauben. Nee, nee, nee. Das, äh, das hat 100.000 unterschiedliche, unterschiedliche Auswirkungen, ne. Und, ähm, was wir nicht, äh, aus den Augen verlieren dürfen, ist das Thema, äh,

00:32:46: ,308 [Andreas Krepp] bei, vor, vor lauter, äh, Bugfixes und, und Qualitätsverbesserungen und, und, äh, UX, UI, das bringen wir auch immer, immer rein, dass das, äh, dass dieses, äh, S-Sliden immer smoother wird. Es ist, ne, es sind auch Verbesserungen, die, die ständig mit reinfliegen. Und wenn ich euch sage, das, äh, was da in der, in der Software neu ist, das kann man ja auch beim Handy lesen. Dat sind irgendwie 20.000 Sachen, die, die erneuert, äh, sind.

00:33:14: ,748 [Andreas Krepp] 19.999 hat man davon eigentlich nie erlebt.

00:33:17: ,548 [Luca Leicht] I-i-ich persönlich bin ja immer wa..., also ich, ich,

00:33:20: ,848 [Luca Leicht] ich bin wahrscheinlich einer von diesen zwei Leuten, vielleicht sind's d..., zweieinhalb auf dem Planeten, die tatsächlich beim Auto, wenn das Update reinkommt, wenn wir hier Testwägen haben, versuche, in das, in, in den Changelog zu gucken. Und da steht dann genau oder ähnlich detailliert und schön, wie das häufig bei irgendwie iPhone-Update ist, allgemeine Bugfixes für, für systemische Verbesserungen, mehr Stabilität. Ich bin immer so: Wie? Warum? Wo? Womit? Was war kaputt? Das schreibt ihr ja alles auch nicht rein. Ihr bleibt ja schon an vielen Stellen sehr kryptisch. Also ich persönlich fänd's cool, wenn ihr reinschreiben würdet, was, was da vorher irgendwie das Ding war und was es jetzt nicht mehr ist. Also einfach das f-fänd ich jetzt cool. Aber das macht ihr ja auch nicht. Warum eigentlich?

00:33:59: ,008 [Andreas Krepp] Das, äh, das kann man gar nicht beschreiben, weil, weil's so kompliziert ist. Dann wird 'n Bugfix, äh, erledigt, w-was, ne, alle fünf Millionen Kilometer passiert, wenn sie rückwärts fahren und, und dabei diesen Schalter betätigen und, und so was.

00:34:12: ,768 [Luca Leicht] Aber steht ja nicht mal drin, ähm, wir haben einen großen Teil der Black-Screen-Fälle ausg..., äh, ausgemerzt. Das könnt ihr mal aufschreiben, dann weiß ich: „Ah, cool.“ Da, das, wa-

00:34:21: ,568 [Andreas Krepp] Okay. [lacht] Ja, es, auch das ist 'ne Kundenstimme. Ist interessant, ja.

00:34:26: ,208 [Gerd Stegmaier] Ja. Umgekehrt dacht ich mir, also eigentlich, was ja vermutlich den Kunden auch befriedigt, wenn er irgendwo so'n Button hat und sagt: „Hier Fehlermeldung, ähm, ich drück da drauf und dann kommt's bei den richtigen Leuten an und dann ist es gleich quasi gescreenshottet oder protokolliert, was ist 'n jetzt hier passiert?“

00:34:47: ,968 [Andreas Krepp] Da arbeiten wir dran.

00:34:48: ,548 [Gerd Stegmaier] Okay.

00:34:48: ,468 [Andreas Krepp] Dass, dass genau das kommt, dass auch, äh, ich sag mal,

00:34:54: ,048 [Andreas Krepp] Abfragen direkt aufm Screen passieren, dass nachm, wenn, wenn du 'n Auto kaufst, dann, dass dann nach 'n paar Monaten, äh, oder 'n paar Wochen, kann man ja, kann man ja einstellen, wie man will, ne, dann mit 'n paar Fragen, äh, was kommt. Und also da, da ist einiges, was, was da kommt, weil

00:35:13: ,788 [Andreas Krepp] es geht ja nicht nur euch so. Wir wollen's ja auch wissen-

00:35:16: ,288 [Luca Leicht] Ja, total. Klar.

00:35:16: ,128 [Andreas Krepp] ... wie's euch mit'm Auto, äh, geht, ne. Und dann gibt's natürlich Themen, äh, die datenschutztechnisch gehen und nicht gehen. Dann gibt's Länder, hab ich ja vorhin angesprochen, wo's halt einfacher ist, ne, weil, äh, ich hab mit, mit J.D. Power zusammengearbeitet und wenn, wenn, wenn's da heißt: „Mensch, äh, beim Au..., in meinem Auto ist das und das passiert.“

00:35:38: ,108 [Andreas Krepp] Ich hab die VIN-Nummer, ich hab die Telefonnu..., ich kann den Mann, Frau anrufen und, und fragen: „Wa-wa-was meinst 'n damit?“ Das ist hier ganz, ganz anders. Und deswegen, wir versuchen da, äh, Wege zu finden, um den-- Weil das ist ja, das ist ja unser Brot.

00:35:55: ,208 [Gerd Stegmaier] Ja, ja, also 'n direkter Rückkanal vom Kunden, das ist der größte Vorteil, den man haben kann.

00:35:59: ,928 [Andreas Krepp] Und so schnell wie möglich. Und dann am besten noch fixen und sagen: „Hast du das gemeint? Wa..., ist, ist das das gewesen?“

00:36:05: ,868 [Luca Leicht] Ja, und diese Kundennumme-

00:36:06: ,048 [Andreas Krepp] Das ist, das ist das Thema. Und das ist, ja.

00:36:10: ,828 [Luca Leicht] Aber an, an der Stelle, jetzt weil du immer J.D. Power und die kümmern sich ja vorrangig um die USA. Ist das Qualitätsempfinden oder auch der Anspruch, der Wunsch

00:36:18: ,788 [Luca Leicht] an Funktionalität, an Qualität in den unterschiedlichen Märkten anders? Also haben die Asiaten 'n anderes Qualitätsgefühl, Bewusstsein wie der Europäer, wie der Amerikaner? Gibt's, gibt's da-

00:36:29: ,708 [Andreas Krepp] Das ist, ist, ist 'ne gute Frage. Und, äh, ähm,

00:36:34: ,068 [Andreas Krepp] Ich beschäftige mich mit, mit, mit der Frage auch tagtäglich,

00:36:39: ,268 [Andreas Krepp] äh, und es geht

00:36:42: ,848 [Andreas Krepp] immer mehr in die Richtung für mich,

00:36:46: ,908 [Andreas Krepp] äh, dass 80 Prozent der Kunden das Gleiche haben wollen.

00:36:51: ,268 [Luca Leicht] Tatsächlich?

00:36:53: ,108 [Andreas Krepp] Ja, es, es ist-- Und ich erklär's gleich warum. Also,

00:36:57: ,768 [Andreas Krepp] ich, ich zeig mal was. Hab ich mal was mitgebracht.

00:37:01: ,408 [Andreas Krepp] Das ist, äh, das ist 'n Schalter, das ist 'n Fensterheber.

00:37:06: ,028 [Luca Leicht] Mhm. Sieht irgendwie nach Audi aus oder so was. Hat vorne so 'ne-

00:37:09: ,828 [Andreas Krepp] Nee, ist null Audi. So, und, äh, einfach mal anfassen und, und einfach mal Use Case, ne, einfach.

00:37:15: ,288 [Luca Leicht] Wir versuchen mal, das nachher ins Video reinzuschneiden, dass ihr das seht.

00:37:17: ,648 [Andreas Krepp] Nee, also das ist dann schon so, so, ne. Also-

00:37:19: ,208 [Luca Leicht] Ja, also, aber, aber, ja, okay.

00:37:21: ,708 [Andreas Krepp] Okay, ne. Und dann-

00:37:22: ,328 [Luca Leicht] Mach das auch mal bitte.

00:37:23: ,708 [Gerd Stegmaier] Mhm.

00:37:24: ,388 [Luca Leicht] Hör die jetzt klicken im Mikrofon.

00:37:25: ,428 [Andreas Krepp] Ja, und, äh, genau.

00:37:29: ,348 [Andreas Krepp] Also etwas scharfkantig. Hab ich sofort gesagt: „Ja, aber, ne, in der Zeichnung, mhm, mhm, mhm.“ Und das ist jetzt das, was in Serie gegangen ist.

00:37:39: ,028 [Luca Leicht] Jetzt warte.

00:37:42: ,368 [Andreas Krepp] Vielleicht noch mal Vergleich.

00:37:44: ,928 [Luca Leicht] Ja, das, ja, okay.

00:37:45: ,188 [Andreas Krepp] Ja, ne?

00:37:46: ,668 [Luca Leicht] Man, man, man, man sieht auch schon, warum. Ihr müsst es hören. Ich liebe diese Klickgeräusche. Wenn man jetzt ASMR, ähm, cast.

00:37:53: ,048 [Gerd Stegmaier] Oh ja.

00:37:53: ,708 [Andreas Krepp] Genau. Auch, auch die Scharfkantigkeit weg und so weiter und so fort. Das heißt, das sind so Nuancen.

00:37:59: ,728 [Luca Leicht] Mhm.

00:37:59: ,708 [Gerd Stegmaier] Oh, Wahnsinn.

00:38:00: ,308 [Andreas Krepp] Es, es gibt-

00:38:01: ,468 [Luca Leicht] Es ist nichts. Man sieht es quasi nicht.

00:38:03: ,268 [Andreas Krepp] Genau. Und sie können's auch nicht beschreiben.

00:38:05: ,908 [Luca Leicht] Gen-genau.

00:38:06: ,168 [Andreas Krepp] Was, was, was schreib ich da in die Zeichnung?

00:38:08: ,488 [Luca Leicht] Also für, für alle Leute, die jetzt uns hier nur Audio zuhören, ich versuch das kurz zu beschreiben. Ich hab jetzt zwei Fensterheberknöpfe, die an und für sich fast gleich aussehen. Ähm, die haben vorne so 'ne silberne, die, diese Kante zum, zum Rauf- und Runterdrücken. Die ist geriffelt oder so punktiert mit so kleinen,

00:38:23: ,448 [Luca Leicht] ja, wie, was sind das? Wie, wie, wie so Spikes. Gerändelt. Okay, gerändelt, sagt der Fachmann. Und bei dem einen kann man das gut anfassen, hat trotzdem noch genug Grip und bei dem anderen, man möchte fast sagen, es tut fast weh, wenn man draufdrückt.

00:38:35: ,608 [Gerd Stegmaier] 'N bisschen wie wenn man in 'ne Säge langt, ja.

00:38:37: ,248 [Andreas Krepp] Ja, ja, genau.

00:38:38: ,508 [Luca Leicht] So, genau. Und, ähm-

00:38:40: ,348 [Andreas Krepp] Und die sind beide nach Zeichnung.

00:38:42: ,728 [Gerd Stegmaier] Klar.

00:38:42: ,048 [Andreas Krepp] So, und darum geht-- Genau, die sind beide nach der-- Weil's, weil's, weil du das so in der Zeichnung gar nicht so genau beschreiben kannst. Und auch dieses Klicken, wie, wie willst'n das Klicken beschreiben? Ne, und, äh, und da sag ich, es gibt keinen Markt, der, der dann sagt: „Hier, das ist scharfkantig, das ist super. So will ich das haben.“ Das heißt, äh, das ist, ne, da sind alle Menschen gleich.

00:39:05: ,148 [Andreas Krepp] Auch das Thema, äh, UX, UI, wie bediene ich? Also ich hab noch nie 'n Anruf gekriegt, äh, von irgend'nem Kunden, der gesagt hat: „Also, also, Herr Greb, also ich weiß nicht.

00:39:17: ,768 [Andreas Krepp] D-d-die Menüführung, das ist mir viel zu einfach. Ich möchte bitte die Lichteinstellung im fünften Untermenü haben.“

00:39:23: ,668 [Luca Leicht] lacht]

00:39:24: ,528 [Andreas Krepp] Genau, das ist, weil das find ich geil, weil ich hab zwei PhDs und ich möchte meiner Frau jeden Tag zeigen, dass ich sie nicht umsonst bekommen habe, dass ich weiß, wo das einzustellen. Also

00:39:35: ,708 [Andreas Krepp] es will keiner kompliziert.

00:39:40: ,988 [Andreas Krepp] Äh, das ist, das ist gleich. So. Ähm,

00:39:45: ,788 [Andreas Krepp] und das ist schon, wenn, wenn du das hast, dann hast du schon mal 80 Prozent der Kun..., äh, über, auf der ganzen Welt befriedigt. So. Und dann kommen die, die Nuancen, wo ein-- Und das sind die Use Cases, wo ein Ami sagt: „Na ja, ich fahr im Durchschnitt, äh, 73 Minuten zur Arbeit

00:40:04: ,288 [Andreas Krepp] und genauso lang zurück.

00:40:07: ,588 [Andreas Krepp] Und ab und zu will ich auch mal essen im Auto.“ Stichwort Cupholder.

00:40:14: ,128 [Luca Leicht] Ja, ja.

00:40:15: ,148 [Andreas Krepp] Genau. Ich muss das irgendwo abstellen und 73 und ich hab meinen Kumpel dabei und, und eigentlich, ich hab zwei Cups und der hat auch noch mal vier. So, und das muss irgendwo Platz finden. Und die Mittelkonsole ist keine Mittelkonsole, wenn sie nicht breiter wie, oder schmäler wie 40 Zentimeter ist. Das mach ich immer. Das Tablett, das ist mein Tablett. Da muss ich die Burger hinschmeißen und, und sonst was. Das heißt, das sind Marktgeschichten, ne. Und, und, äh, was passiert'n jetzt in Deutschland? Ja, es, äh,

00:40:49: ,348 [Andreas Krepp] es laufen auch immer mehr Leute mit, mit Cups durch die Gegend, ne.

00:40:52: ,827 [Luca Leicht] Ja, die, die, die Stanley Cups.

00:40:53: ,548 [Andreas Krepp] Genau, ja, ja, genau. Die, die Stanley Cups, und auch in China. Starbucks jede Ecke, an jeder Ecke. Das heißt, ups, auf einmal sind's nicht nur die,

00:41:04: ,488 [Andreas Krepp] hätt ich fast gesagt, ne, Amis, die, äh, die das haben wollen. Auf einmal will das jeder haben. Das heißt, äh, Cups, weil ich kenn die Diskussion von vor 20 Jahren: „Ah, Mensch, Cupholder, ne, blöde Amis, ne, das, ne, will kein Mensch haben, braucht ja keiner, ne.“ Nee, auf einmal ist das, ist es überall und, und das ist dieses Convenient. Auf einmal, weil sie können keinen mehr da-damit überraschen, dass das Auto von Punkt A nach Punkt B kommt, ne. Das war vor, vor 50 Jahren: „Super, ich bin in Italien angekommen. Mein Auto ist noch in einem Stück. Top.“ Ne? So, äh, das ist, ne, das ist jetzt, äh, das ist jetzt, wird als Standard angenommen. Jetzt ist es wirklich, ne, wenn auf der Maslow-Pyramide, ich, ich hab meine, äh, Qualitäts-Maslow-Pyramide, ne, sind wir schon 'n Stück weiter oben.

00:41:54: ,988 [Luca Leicht] Mhm.

00:41:55: ,048 [Andreas Krepp] Also, äh, ruft auch keiner an und sagt: „Hey, super, ne, 20.000 Kilometer, Räder sind noch da.“ [lacht] So, das heißt, oben aber sagt er:

00:42:06: ,188 [Andreas Krepp] „Hey, diese Slider-Funktion, das ist irgendwie, ruckelt das. Könnt ihr das mal bitte weg?“ Hätte er vorher nie gefragt. Er hat das gar nicht gehabt, ne, und so was. Das heißt, die Themen verändern sich. Und da kommt, äh, auch, äh, auch so vom Markt her 'n Ami, der dann eher sagt: „Okay, ich will drücken, ich will hören, ich will klicken, ich will Lautstärke physisch. Ich will diesen, äh, diesen neuen, äh, ich sag mal, die ganzen kapazitiven Schalter, will ich nicht.“

00:42:39: ,508 [Luca Leicht] Die wollte aber noch niemand.

00:42:40: ,708 [Andreas Krepp] Genau.

00:42:42: ,144 [Luca Leicht] Nie.

00:42:42: ,924 [Andreas Krepp] Ah, genau.

00:42:42: ,124 [Luca Leicht] Also in der Geschichte der Menschheit.

00:42:44: ,224 [Andreas Krepp] Genau. Und das Thema ist, wo man sagen: „Ja, aber die Chinesen“, stimmt ja gar nicht.

00:42:48: ,564 [Luca Leicht] Ni-niemand wollte jemals 'n kapazitiven Schalter haben auf dem, also ...

00:42:51: ,984 [Andreas Krepp] Genau. Aber was, was wir gedacht haben, und zwar alle, haben wir gedacht: „Wenn wir schon ein Elektroauto bauen,

00:43:01: ,344 [Andreas Krepp] das, da müssen wir alles reinpacken, was, was so, äh, die Ent...,

00:43:06: ,544 [Andreas Krepp] ich sag mal, die Entwicklung und so, die Zukunft.“ Wir wollten eigentlich, wir haben gesagt, wir, wir machen BEV. Eigentlich wollten wir Raumschiffe verkaufen, ne. Also, und dann setzt man sich rein und here you go, Rauschen, Raumschiff Enterprise, ne. Ne? Und, und, und dann,

00:43:24: ,764 [Andreas Krepp] und dann kommt der,

00:43:25: ,484 [Andreas Krepp] der Kunde und sagt: „Äh, ihr habt mir gesagt, äh, ich kann Diesel, Benziner oder, oder, oder, oder Elektro kaufen. Ich hab Elektro, ne, wegen grün, wegen vielleicht irgendwo auf der Welt billiger und, und, und sonst was gekauft. Äh, ich wollt kein Raumschiff Enterprise. Ich, ich wollt immer noch irgendwie da von A nach B kommen. Und jetzt, jetzt hab ich Angst,

00:43:50: ,024 [Andreas Krepp] weil da jetzt, ich kann da nix anfassen. Ich muss da jetzt irgendwie, ne, äh, mit dem Auto sprechen. Will ich gar nicht.“

00:43:57: ,264 [Luca Leicht] Mhm.

00:43:57: ,324 [Andreas Krepp] So, und das ist, das war, äh, das war ein Learning, wo, wo wir jetzt, wo wir jetzt zurückgehen und wieder in die Richtung gehen, dass man sagen: „Mensch, das ist wichtig. Das ist wichtig.“ Und jetzt sind wir da. Und, äh-

00:44:10: ,284 [Luca Leicht] Aber ich, ich mein, das kam ja nicht-- Also, d-d-du beschreibst grad so, als kam das so ad hoc und so plötzlich. Aber i-ich erinner mich an die Mercedes E-Klasse, die dann auch diese, diese Blackberry-Pinball-Dinger da auf dem Lenkrad hatte. Niemand hat gesagt: „Beste Idee der Welt“, ähm, auch wenn ich Blackberrys von, von ihrer Idee, ich persönlich, ganz, ganz charmant mal früher fand. Ähm, aber da war schon klar, das ist irgendwie Käse. Und der Einzige, der das ja zu Beginn oder vor allem durchgezogen hat, war der Tesla. Und selbst der hatte physische Tasten am Lenkrad. Selbst der Tesla hat sich nicht getraut, in diesen Wahnsinn einzusteigen. Wie, wie passiert das? Und am Ende kommt natürlich dann auch wieder diese, zumindest die Frage steht dann groß im Raum da. Solche Tasten, wie du sie uns grade gegeben hast, ich weiß nicht, was die jetzt konkret kosten. Ich hab aber so'n Gefühl, dass die-

00:44:54: ,424 [Andreas Krepp] Nix. Also, also die Verbesserung kostet gar nix.

00:44:57: ,104 [Luca Leicht] Und die, der kapazitive Taster ist nicht günstiger für die Touch-Oberfläche und Co.?

00:45:02: ,444 [Andreas Krepp] Mhm. Also je nachdem. Also das, also das ist jetzt nicht die Welt, also das ist nicht der Grund. Also das kann günstiger sein, kann auch 'n bisschen teurer sein. Das ist so.

00:45:11: ,564 [Luca Leicht] Okay.

00:45:11: ,704 [Andreas Krepp] lacht] Aber das-

00:45:13: ,244 [Luca Leicht] Das macht's noch lustiger, dass ich da mitgestimmt hab dabei.

00:45:15: ,744 [Andreas Krepp] Ja, wir wollten ja mal zeigen, ich kann jetzt nicht für Mercedes sprechen, aber ich weiß ja, was wir mal wollten. Wir wollten ja mal zeigen, wa..., dass wir was können, ne. Und das ist, und, äh, wir konnten das ja auch mal. Wir haben mal was gezeigt, ne, Kunde: „Wow, super.“ Äh, du kannst ja schlecht vorher abfragen, was, was, äh, ne. Und, äh, jetzt können wir das immer mehr, weil wir in die Richtung gehen: „Okay, lass uns mit den Studien mehr machen, grade hier.“

00:45:40: ,944 [Luca Leicht] Mhm.

00:45:41: ,584 [Andreas Krepp] Ne, und, äh, äh, und das, das ist, äh, das ist jetzt, was, was passiert. Äh, wir sind als Qualitätssicherung jetzt seit, äh, ja, fast 'nem Jahr auch im Designprozess mit drin.

00:45:55: ,344 [Luca Leicht] Mhm.

00:45:56: ,464 [Andreas Krepp] Wo meine Leute dann 'nem Designer und 'nem Entwickler zeigen:

00:46:01: ,984 [Andreas Krepp] „Bitte nicht.“ Weil, wa-was passiert 'n? Der Qualitäter noch vor fünf Jahren

00:46:09: ,964 [Andreas Krepp] hat das Auto zum ersten Mal gesehen als Prototyp.

00:46:14: ,944 [Andreas Krepp] Und dann hat er gesagt:

00:46:16: ,584 [Andreas Krepp] „Wir haben hier Studien, USA, Südamerika gibt's auch tolle Studien, äh, und, und, und andere Länder gibt's teilweise gute Studien. Also die Qualität ist unterschiedlich. D-das wollen die Leute.“ Ja, zu spät. Zu spät. Äh, die Werkzeuge sind schon angelassen. Äh, [seufzt] zum PA, zur Produktaufwertung, also zum GP, machen wir da was. Was kann man da machen? Auch minimal.

00:46:40: ,064 [Luca Leicht] Ja, ja, klar.

00:46:41: ,964 [Andreas Krepp] Weil die Proz... Ja, aber zum nächsten Au..., zum nächsten Auto, jeder, äh, ist im, ne, jeder ist neu, ne, weil, weil einmal durchrotiert, ne. Der alte Entwickler ist schon gar nicht mehr der Zuständige, der macht jetzt was ganz anderes. So geht das von vorne los. So, was passiert jetzt? Wir sind da, wo die Qualität noch gar nichts kostet, wobei, wo alles virtuell oder irgendwelche Tonmodelle, wo man sagt: „Hier pass auf, das geht nicht, ne. So und so und guck mal, wenn du die Hand auflegst.“ Und es ist schon so, dass, ähm, ähm, dass die Entwickler und, und, und, und, und Designer da in ihrer Welt leben, was ja super ist, ne. Aber es braucht einen, der dann sagt-

00:47:20: ,044 [Luca Leicht] Ich wollt grad sagen, es schreit nach 'nem riesig großen Aber.

00:47:22: ,344 [Andreas Krepp] Ja, ja. Nee, es, es, es ist ja super, ne. Und, äh, äh, de-deswegen guckt ja jeder nach, nach seinem Ding und deswegen braucht's ja auch Leute, die dann sagen: „Ja, aber guck mal, Kunde, Kunde, gibt's 'nen Kunden außen, der Geld bezahlt und der kauft, was er will und nicht, was du ihm gibst.“

00:47:41: ,684 [Luca Leicht] Mhm.

00:47:41: ,304 [Andreas Krepp] Früher vielleicht schon noch, also früher vor, vor, vor, vor 20 Jahren, ne, in bestimmten Märkten, China oder so, wenn, wenn, da gab's ja nur 'n paar Marken und dann entweder den oder den, ne. Und jetzt gibt's da 100 Marken und der Kunde wählt aus.

00:47:56: ,084 [Luca Leicht] Mhm.

00:47:57: ,284 [Andreas Krepp] So, und das, das ist die Thematik, die, die, äh, die mitkommt, die mitkommt, äh, äh, wobei Gott sei Dank

00:48:06: ,984 [Andreas Krepp] die Stimme des Kunden jetzt immer mehr, immer stärker wahrnehmen, auch mit Social Media. Wie, wie hat sich denn der Kunde vor 20 Jahren gemeldet? Hast ja gar kein wo.

00:48:17: ,704 [Luca Leicht] Kein Rückkanal. Ins Autohaus.

00:48:18: ,764 [Andreas Krepp] Schreib ich 'n Brief an den Vorstandsvorsitzenden. Super.

00:48:21: ,244 [Luca Leicht] Mhm.

00:48:22: ,844 [Andreas Krepp] Ne, das, das ist, das war doch die, die Feedback-Schleife. Das heißt, jetzt schneller und, und ich find das super. Das heißt, und auch das Thema, wo man sagt: „Na ja gut, die Chinesen, die, die wollen alles nur so Spaceships.“ Na ja, woher wissen wir das? Äh, das sind die auch, äh, ich hab ja, äh, spreche viel mit, äh, grad mit, auch mit JD Power in China. Mhm.

00:48:46: ,320 [Andreas Krepp] Das Thema ist, äh--

00:48:48: ,140 [Andreas Krepp] Ja, wir haben's halt angenommen, weil die halt mit Handys aufgewachsen sind, so und so. Äh, und, und die haben gesagt: „Ja, das ist super, wenn, wenn das Auto so kann“, ne?

00:48:58: ,840 [Andreas Krepp] Aber ich hab in einem meine Werke hab ich Autos gebaut und das war, äh, Golf, äh, Golf sieben. Also plus minus war die, äh, New Buyer Rate, das heißt, äh, der Mensch, der zum ersten Mal überhaupt 'n Auto gekauft hat,

00:49:16: ,600 [Andreas Krepp] plus minus 80 Prozent. Das heißt, vom Fahrrad auf 'n Golf sieben und neun. Das heißt, die Legacy,

00:49:23: ,140 [Andreas Krepp] dass er sagt: „Hier, pass auf, das hier, d-das wird nicht funktionieren. Ich hab das, ich kenn das von meinem Vater, das war immer so und so.“ Die, die hast du nicht gehabt. Und natürlich willst du dann, wow, irgendwas Cooles haben, ne? Und, äh, äh, und irgendwann merkst du das. Deswegen gehen sie auch zurück. Es gibt jetzt, äh, also die Door Handles

00:49:44: ,640 [Andreas Krepp] sind schon mal-

00:49:44: ,000 [Luca Leicht] Und das ist 'ne regulatorische Geschichte?

00:49:47: ,860 [Andreas Krepp] Aber auch wenn man in die, in die Medien reinguckt, nach den ersten, also die wollten ja erst mal alle: „Sieht cool aus. Ja, super.“ Im Winter eingefroren.

00:50:01: ,480 [Andreas Krepp] Genau.

00:50:01: ,380 [Luca Leicht] M-m-mich musst du nicht überzeugen, dass es eine schlechte Idee ist.

00:50:04: ,360 [Andreas Krepp] Ja, ja, ja, aber, aber wenn man, wenn man das noch nie und noch nie 'n Auto gefahren hat oder nicht oft 'n Auto gefahren hat, ist das erst mal 'ne coole Geschichte. Ne? Und, äh, und dann im, im Sommer Wasser und so weiter, Wassereintritt und, und, und dann noch die, die regulatorische Geschichte, also hier unten-

00:50:21: ,620 [Luca Leicht] Die, die aus 'ner Sicherheitsidee heraus geboren ist.

00:50:23: ,220 [Andreas Krepp] Genau, genau. Aber auch, auch das. Und jetzt, jetzt kommt, äh, jetzt sind die auch hier weiter und, und wollen da gewisse Anzahl an, äh, an Knöpfen physisch haben. Gesetz ist in der Vorbereitung, ne? Das heißt, die lernen sehr schnell. Das heißt, meine, meine persönliche Meinung ist,

00:50:41: ,060 [Andreas Krepp] in fünf Jahren

00:50:43: ,140 [Andreas Krepp] ist der Unterschied Auto, Interieur, wie, was ist Knöpfe, was ist, äh, Slider und was ist, äh, was ist, äh, irgendwie

00:50:54: ,760 [Andreas Krepp] optisch, Touchscreen? Unterschied China, Europa, USA: fünf Prozent.

00:51:01: ,680 [Luca Leicht] Aber wegen der Kunden oder wegen der Regulatorik?

00:51:03: ,700 [Andreas Krepp] Wegen der Kunden und der Regulatorik.

00:51:06: ,180 [Luca Leicht] Okay, aber hast du n-nicht auch den Gefühl, dass, zumindest les ich das und hör das auch immer wieder, ähm, dass man zum Beispiel in China 'n bisschen, na ja, also offener ist oder fehler toleranter ist beispielsweise? Und auch diese, dies-diese Idee der, der Deutsche, der dann sofort die Perfektion verlangt und, und austickt, wenn sie nicht 100 Prozent oder 102 Prozent hat. Der Amerikaner, der sagt: „Solange das Ding nicht in die Luft fliegt, ist alles recht.“ Also g-gibt's da nicht dies-- Da wollt ich vorhin auch 'n bisschen hinterher. Zu wem kann man was zuhören?

00:51:35: ,240 [Andreas Krepp] Ja, ja, ja. Also es ist nicht die Toleranz, sondern es ist, wie man, wie man so-- Es ist ja kulturell und auch im Leben, das ist, wenn man da 'n paar Jahre wirklich da eintaucht in dem Leben, versteht man das ja auch.

00:51:46: ,580 [Andreas Krepp] Also wir, ne, wir sagen hier, wenn's nicht 120-prozentig abgesichert ist,

00:51:53: ,680 [Andreas Krepp] gehen wir damit nicht ins Feld, ne? Ist, ist 'ne super Idee, verlierst du ewig an Zeit und, und, ne, wenn, wenn du da jetzt an, an, an Start gehst, ist der andere schon am Finish, ne? War 'ne tolle Idee, hat leider nicht geklappt, ne? So, und 'n Chinese ist da anders. Er sagt: „Lass mal mal laufen.

00:52:10: ,740 [Andreas Krepp] Mal gucken, was passiert.

00:52:13: ,440 [Andreas Krepp] Ups, äh,

00:52:16: ,780 [Andreas Krepp] geht nicht.

00:52:18: ,260 [Andreas Krepp] Schnell, äh, die nächste Schleife, PDCA.“ Äh,

00:52:23: ,280 [Andreas Krepp] das ist dieses, äh, was die Amis sagen: „Fail fast.“

00:52:27: ,480 [Luca Leicht] Mhm.

00:52:28: ,480 [Andreas Krepp] Genau.

00:52:29: ,140 [Andreas Krepp] Also, die, die prüfen halt die Themen im Feld.

00:52:33: ,820 [Luca Leicht] Mhm.

00:52:34: ,160 [Andreas Krepp] Würden wir so aus unserem Kulturellen und, und so, ne, nicht tun, ne? Die machen das so. Ne, die gucken: „Okay, super, funktioniert. Boom. Okay, oh,

00:52:45: ,020 [Andreas Krepp] klappt nicht. Okay, schnell ändern.“ Aber dann auch konsequent. Dann sagen: „Hier, in, ab, in vier Wochen, solche Autos werden nicht mehr zugelassen.“

00:52:54: ,740 [Luca Leicht] lacht] Der, der failt ja nicht nur fast, sondern auch, äh, deep irgendwie.

00:52:58: ,240 [Andreas Krepp] Genau, aber die lernen auch,

00:53:01: ,240 [Andreas Krepp] wenn, wenn sie was, äh, ins Feld lassen, die wissen, es kann was passieren. Das heißt, die sind schon im Hinterkopf: „Okay, wie schnell können wir's um...“ Und das ist ja unser Thema. Ja, wie, wie, wie jetzt anders? Wir haben da jetzt schon fünf Jahre dran gefeilt. Also, wir müssen erst mal unser Ego [lacht] umkehren und, u-u-und dann, ne? Deswegen auch, auch diese, äh, diese Geschwindigkeit in der Abstellung.

00:53:26: ,760 [Gerd Stegmaier] Also der Vorteil von China ist dann, dass im Endeffekt die Feedback-Schleife, äh, kommt schneller und sie wirkt dann auch heftiger, während wir halt vorher überlegen. Also wir stellen uns gar nicht drauf ein, weil wir haben's ja durchentwickelt, 120 Prozent und so.

00:53:42: ,900 [Andreas Krepp] So ist es. Ja, ja. Und dann: „Wie jetzt?

00:53:46: ,380 [Andreas Krepp] Warum? Warum?“

00:53:46: ,240 [Gerd Stegmaier] Kann gar nicht sein.

00:53:47: ,400 [Andreas Krepp] Ich hab doch-- Das ist doch der sowieso, der macht seit 20 Jahren nix anderes. Also bitte, ne? Und der, der hat das, den, den Mann, der's seit 20 Jahren macht, den gibt's nicht.

00:53:57: ,160 [Gerd Stegmaier] Den gibt's gar nicht.

00:53:58: ,840 [Andreas Krepp] Der macht seit vier Wochen und sagt: „Okay, Mist. Äh, also Mensch, äh, Fehler gemacht. Zack, schnell, ich hab hier über Nacht was Neues. Äh, wir sind schon im Werkzeug. In zwei Wochen gibt's neue Teile. Boom.“

00:54:08: ,380 [Gerd Stegmaier] Mhm.

00:54:09: ,050 [Luca Leicht] Das find ich von der Idee total, äh, schön, wenn das so ist. Jetzt ist aber die Realität ja auch die, dass ihr entwickelt, du hast vorhin den ID. Polo, ähm, angesprochen. Ihr habt 'n Auto, an dem habt ihr lange gearbeitet, da ist viel Geld reingeflossen. Ähm, der soll dann auch irgendwann Geld wieder zurückbringen. Ich hatte kürzlich das, das, äh, Vergnügen, mit dem Toyota CEO zu sprechen, äh, nee, CTO, also dem Entwicklungschef, wo ich dann fragte: „Wie schaut denn's aus? Batterien, ähm, ASSB, also die All Solid States.“ Und dann meinte er: „Ja, das machen wir, aber in der großen Serie gleich.“ „Nee, wir müssen ja erst mal auch gucken, dass die NMC's und LFP's, an denen wir folge-- Die müssen ja wieder Geld reinbringen.“ Zurück zum ID. Polo, der muss ja dann auch mal Geld einbringen. Wenn ich jetzt aber die ganze Zeit diese Korrekturschleife mit bewerte, die will ja auch finanziert sein, die will ja auch irgendwie mitfinanziert werden.

00:54:58: ,710 [Luca Leicht] Kann man dafür die Budgets dann auch vorhalten am Ende? Weil bis jetzt war so'n, es war SOP und dann gab's noch 'n bisschen Geld für 'n, für 'n Facelift, das hast du vorhin angesprochen. Aber eigentlich war meine Wahrnehmung, willst du in der Entwicklung von der Karre dann nichts mehr wissen? Also nicht mehr sehr viel.

00:55:14: ,470 [Andreas Krepp] Weil wir helfen dann der Entwicklung. Das-

00:55:16: ,650 [Luca Leicht] Ja, aber ihr habt ja auch nichts. Ihr habt ja, ihr habt ja vorher auch quasi schon im, im Startprozess eingegriffen.

00:55:20: ,910 [Andreas Krepp] Ich würd sagen, also wir haben, ich möcht nicht, ich würd eigentlich nicht sagen, äh, das war jetzt, äh,

00:55:28: ,170 [Andreas Krepp] mehr grade jetzt BEV und nicht BEV. Äh, natürlich lernen wir, aber es lernt auch der Lieferant. Also wenn die, die Batterie, die kommt ja oft vom, vom Lieferant. Äh, das heißt, der, der hat seine Schleifen, aber auch vorher haben wir, äh, haben wir natürlich, äh, Gelder zurückgestellt. Das ist jetzt mit der Batterie halt anders, weil, weil die Batterie also unheimlich teuer ist. Das ist natürlich, deswegen sind wir ja auch da, wo wir sind. Ich bin kein Finanzexperte. Ich mach, äh, also ich würd mich eher auf Qualität, äh, konzentrieren, aber das hat schon damit zu tun, dass das Thema neu ist, dass wir alle am Lernen sind und dass, äh, wir jetzt, äh, diesen Tal, äh, der Tränen, also da müssen wir jetzt durch, bis 'ne Batterie günstiger wird, bis wir wirklich, äh, da auf 'nem, 'nem, 'nem Level sind wie mit den Verbrennern.

00:56:20: ,990 [Luca Leicht] Ich, ich würd aber gar nicht auf die Batterie gehen. Nimm so was wie, also ein, eines dieser prominenten Beispiele für mich, wo's Software geht, wo's um Nachhalten dieses Fahrzeugs geht. Der VW up!, ähm, ein, eines, wirklich cooles Auto, wie ich finde, ähm, dem hat man kein eigenes Infotainment gegönnt. Geschenkt. Nimm dein Handy, wir haben hier 'ne App. Und dann sagt man: „Ey, wir produzieren den nicht mehr, weil Bratislava soll was anderes machen und mit den kleinen Autos verdienen wir leider gar kein Geld.“ Okay, geschenkt. Jetzt müsste aber irgendwie 'ne Software-Department dastehen und sagen: „Wir maintainen die App weiter“, weil zu erwarten, dass Apple sagt, wir hören mit iOS 14 auf, ist schwierig. Gleiches gilt für Google. Aber irgendwann nehmen die halt, es funktioniert die App dann nicht mehr. Und dann ist es so, dass es ganz viele nette VW-up!-Kunden gibt, die kein Infotainment mehr haben können, weil VW sagt: „Ja, diese App müssen wir jetzt aus dem Store nehmen, weil wir produzieren das Auto ja schon seit vier Jahren nicht mehr.“ Ist das nicht genau das, worauf's am Ende rausläuft und wo diese Qualitätskritiken auch herkommen? Und das können wir unendlich ins Unendliche spielen. Äh, eCalls, die eingeführt werden auf 'nem 2G-System, wo 2015 real schon klar ist, dass das n-nimmer ewig halten wird. Man baut keine Plug-and-Play-Module, wo man sagen kann, ich kann das raushupfen und dann 'n günstiges 4G-Modul in zehn Jahren einbauen, wenn's so weit ist. Dann sind die auch günstiger. Das ist alles, das wird alles irgendwie

00:57:38: ,830 [Luca Leicht] hart gecodet oder wie auch immer da reingegossen, verharzt und dann fassen wir's eben nicht mehr an.

00:57:44: ,890 [Andreas Krepp] Ja, das ist ja das, äh-

00:57:46: ,990 [Luca Leicht] Und, und da müssen wir gar nicht in so High-End- und High-Cost-Levels gehen wie 'ne Batterie,

00:57:52: ,510 [Luca Leicht] sondern das sind Cent-Dinger, die, die, die da verbockt werden.

00:57:57: ,150 [Andreas Krepp] Also das, ähm, und das ist, das ist das Thema hier mit, mit, mit den Lernschleifen.

00:58:03: ,130 [Luca Leicht] Aber wie löst du so was jetzt konkret? Gibt's jetzt, wird's jetzt keine 4G-Module geben, die nicht modular in den Autos fliegen, weil wir laufen auf 6G zu und dass 4G 15 Jahre noch hält, ist nicht absehbar.

00:58:16: ,790 [Luca Leicht] Als Beispiel, um 'n eCall am Leben zu halten, was keine triviale Nummer ist, find ich, oder keine, keine nebensächliche Nummer von Auto. Und Sicherheit hast du angesprochen, ist wichtig.

00:58:25: ,510 [Luca Leicht] Wie geht ihr dem bei, dass das nicht wieder in, so in 'ne Sackgasse läuft?

00:58:29: ,630 [Andreas Krepp] Als, als, [lacht] als Learning, als Learning. Das ist, sind viele Themen, die jeden Tag aufm Tisch landen. Solche Themen, andere Themen, die, die dann bearbeitet werden. Genau so mit, mit, mit Thema, äh,

00:58:45: ,170 [Andreas Krepp] haben wir das schon mal gehabt. Was haben wir draus gelernt? Was, was machen wir nächstes Mal? Manchmal ist das die Regulatorik, die, die da was nicht zulässt. Manchmal ist, äh, ist wirklich, äh, die Technologie noch nicht da. Äh, manchmal wissen wir schlicht einfach nicht, wann was abgeschaltet wird und wann was nicht abgeschaltet wird. Das heißt, das ist, das sind jedes Mal menschliche Entscheidungen.

00:59:11: ,350 [Luca Leicht] Ich, ich erwarte keine Glaskuglerei, aber so was-

00:59:13: ,490 [Andreas Krepp] Es gibt nicht den Schalter.

00:59:14: ,230 [Luca Leicht] Genau, aber so was wie bei dem eCall war das, war das schon-- Also ich weiß noch, wie ich die erste Geschichte geschrieben hab, als der 2018 eingeführt wurde und ich dann mal bei euch und bei anderen Herstellern nachfragte, wie das denn so ist. Dann hieß es: „Ja, das läuft über unser 2G-Modul.“ Und ich dachte so: „Ich hab vor drei Jahren war und hä? Ha-- Könnt ihr das austauschen?“ „Nö. Wieso sollten wir?“

00:59:35: ,370 [Luca Leicht] Hab ich, hab so 'ne Idee. Warum?

00:59:38: ,370 [Luca Leicht] Also, aber macht ihr das jetzt anders dann? Machst du das? Hast du jetzt schon eingeflogen, jemanden drauf angesetzt, dass das mit 4G dann über den neuen eCall nicht mehr funktionieren wird?

00:59:47: ,410 [Andreas Krepp] Ja, das sind-- Also ich bin noch nicht bei allen Themen durch. Sonst wär ich ja jetzt schon fertig. Aber wir, wir fangen, äh, wir fangen natürlich jetzt mit, mit, mit den, äh, teilweise Basics an, wenn wir sagen, hier, wir, wir gucken, dass die Qualitätssicherung ab Design dabei ist. Und das ist wichtig.

01:00:05: ,510 [Luca Leicht] Total, klar.

01:00:06: ,570 [Andreas Krepp] Das ist wichtig, ne. Und gibt's da noch 1.000 andere Themen, die noch nicht gelöst sind? Klar. Und für mich ist wichtig, ich mess mich immer nicht, nicht, was die anderen tun, gucken wir zwar immer, aber

01:00:20: ,962 [Andreas Krepp] was hab ich heute gemacht? Wie hab ich heute mein Auto, meine Firma besser gemacht als gestern? Und das ist das Thema. Und dann, und ich bin ein Prozessmensch, ne, Prozesse abschalten, weil das, das, was mich geprägt hat, äh, ist in meinem Werdegang diese drei Werke, äh, die, wo ich dabei war mit Gummistiefel, weil das war ja das Gute. Jeden Abend bist nach Hause gegangen, hast gesagt: „Okay, jetzt steht noch 'ne Halle.“ Oder, oder, oder: „Da haben wir jetzt, das haben wir jetzt verglast.“ Das war sichtbar. Und das ist, und genau so was möchte ich, äh, ist immer schwieriger natürlich in, bei so virtuellen Prozessen, aber auch hier abzuhaken. Das kann nicht mehr passieren. Das kann nicht mehr passieren. Das kann nicht mehr passieren. Genau. Und, äh,

01:01:06: ,602 [Andreas Krepp] Ich sag mal, wann ich fertig bin?

01:01:09: ,162 [Luca Leicht] Ja, äh, äh, d-d-deine Job Description, wie du's vorhin gemacht hast, kannst du gar nicht fertig sein.

01:01:14: ,621 [Andreas Krepp] Ja, genau.

01:01:14: ,962 [Luca Leicht] Ähm,

01:01:16: ,342 [Luca Leicht] aber spannend wär trotzdem, was deine, was deine Zielgröße ist. Beispielsweise, dass du sicherstellst, dass 'n Auto mindestens zehn Jahre

01:01:24: ,942 [Luca Leicht] halten kann. Und jetzt sind wir halt bei solchen VW-Abnummern und alle Funktionalitäten, die man mal gekauft hat, dass die dann noch da sind. W-Was ist da deine Zielgröße, die du vorgibst, die du auch deinem Team rückmeldest? Liebe Leute, ihr, ihr bei mir in der Qualität, bitte kümmert euch drum, dass eure Autos, die ihr betreut, wie lange sollen die halten in dein, nach deiner Vorgabe? Was ist das Mindestkriterium?

01:01:45: ,562 [Andreas Krepp] Na gut, das ist, äh, ich sag mal, wir über-überdenken grade die-diese Thematik, weil das 'ne, 'ne ganz wichtige Geschichte, ne, weil

01:01:56: ,762 [Andreas Krepp] die Autos früher, ne,

01:02:00: ,142 [Andreas Krepp] ich sag mal, so lange gehalten haben, ne, wie sie gefahren sind, ne. Dann gab's ja Rostlöcher und, und so weiter. Das, das gibt's nicht mehr. Das heißt, du kaufst dir oder, dir 'n neues Auto nicht, weil, weil das alte zusammengebrochen ist, sondern das, also die Thematik, ne. Das heißt, diese, äh, ich sag mal, das Thema Durchrosten und so weiter und so fort. Dann ist das Thema jetzt wichtig,

01:02:23: ,682 [Andreas Krepp] äh, da ham wir jetzt gesagt, okay, äh, Batterie

01:02:28: ,522 [Andreas Krepp] muss nach, äh, 100 x tausend Kilometer muss noch 70 Prozent, äh, muss noch-

01:02:33: ,802 [Luca Leicht] Ich glaub, 160 sagt ihr.

01:02:34: ,722 [Andreas Krepp] Genau, 160.000, ja.

01:02:35: ,922 [Luca Leicht] Kilometer nach, oder sieben, acht Jahre irgendwie.

01:02:38: ,142 [Andreas Krepp] Äh, genau. Und, äh, nach, nach, genau, nach acht Jahren und 160.000 Kilometer, äh, mindestens 70 Prozent haben. So. Was, was, was ham wir jetzt gelernt? Also, äh, es gab ja mehrere Tests, auch, auch wir selber, äh, selbst haben Autos zurückgekauft mit 200.000 Kilometer und so weiter und so fort. Auch, äh, ähm, wo wir sehen können, die waren immer im Fast Charging. Das heißt, Worst Case. Und ham wir jetzt grad eins zerlegt, also 93 Prozent nach zwei, nach 200.000.

01:03:10: ,562 [Luca Leicht] Super.

01:03:10: ,562 [Andreas Krepp] Da-- Genau. Das heißt, jetzt zu sagen, Leute, 100.000 und danach ist, ist nicht, ne. Das heißt, wir müssen wirklich punktuell gucken und, äh, und wir werden da besser. Und wir werden da besser und es, es, es, es wird auch durch die Software, ne, verbessern wir natürlich die Thematik weiter. Weil, also ich hab da keine Antwort, wo ich sage, ja, und das, das Auto muss so lange in, in, in Summe halten, äh, und,

01:03:39: ,702 [Andreas Krepp] und, und, und danach halt nicht mehr oder ... Das heißt, es entwickelt sich ständig.

01:03:43: ,522 [Luca Leicht] Es ist ja gar nicht, dass du so 'ne, dass das so 'ne geplante Obsoleszenz einbaust, dass du sagst, zwölf Jahre und dann, dann drückt jemand im Werk 'n, 'n Knopf und dann macht's [macht Geräusch] und dann fallen die Räder ab oder das Display bleibt schwarz, sondern, aber was ist die Mindestanforderung? Was, was, wo-womit gehst du raus, dass mindestens das Kompendium, das komplexe Kompendium Auto-

01:04:01: ,702 [Andreas Krepp] Es ist pro, also-

01:04:02: ,782 [Luca Leicht] ... so funktional sein muss?

01:04:03: ,542 [Andreas Krepp] Es ist pro, äh, ich sag mal,

01:04:07: ,342 [Andreas Krepp] wie, wie soll man sagen? Ich,

01:04:09: ,842 [Andreas Krepp] ich bin ja immer noch im, im, also noch nicht im Deutschen hundertprozentig angekommen. Ähm, also pro, pro Bereich sozusagen, ne, dass man sagt, hier die Batterie, das.

01:04:18: ,482 [Luca Leicht] Okay.

01:04:19: ,662 [Andreas Krepp] Das ist, äh, und dann, weil,

01:04:21: ,502 [Andreas Krepp] äh, ich, ich kann nicht, äh, grade bei den Sitzen, so kann ich nicht in, in, in,

01:04:26: ,582 [Andreas Krepp] in Kilometern, ne, äh, rechnen, ne. Das sind, ich, ich rechne also, äh, Abrieb zum Beispiel.

01:04:32: ,282 [Luca Leicht] Das versteh ich, aber, keine Ahnung, dann sind da Klavierlackoberflächen. Ich weiß auch nicht, wer auf diese wahnsinnig großartige Idee kam, Klavierlackoberflächen in Autos einzubauen.

01:04:39: ,902 [Andreas Krepp] Geh mal weg.

01:04:39: ,182 [Luca Leicht] Ähm, also, das ist auch so 'ne Nummer, ähm,

01:04:44: ,002 [Luca Leicht] wo klar ist, das geht nicht mehr, wenn das, der, der Kunde dritte Hand sozusagen-

01:04:49: ,502 [Andreas Krepp] Genau.

01:04:49: ,362 [Luca Leicht] ... der, der sitzt in 'ner Baustellen-, äh, Optik. Das ist, das ist schwierig. Cool, dass ihr das verändern wollt, aber deswegen mein ich, da muss ja irgendwie 'n Horizont geben, wo ihr sagt, einmal raus-

01:04:59: ,902 [Andreas Krepp] Es ist Kratzfestigkeit. Es ist Kratzfestigkeit. Also es ist, also es ist wirklich kompliziert.

01:05:03: ,162 [Luca Leicht] Das glaub ich auch. Ich mein-

01:05:05: ,602 [Andreas Krepp] Und wirklich auf Bauteile, auf Bauteilebene. Ich, ich kann Ihnen sagen, auch, äh, ne, wenn, wenn das Stoffsitze sind, dann ist, äh, gilt da das eine, wenn da, wenn da Ledersitze sind, gilt da das andere nicht, dürfen länger oder kürzer halten, sondern die, die Prüfvorschriften sind da ganz anders. Und das ist, und das ist, und dann zu sagen, ne, äh, und deswegen hält das Auto x Jahre, x Kilometer und so, das ist, äh, ist schwierig.

01:05:32: ,822 [Gerd Stegmaier] Ähm, es gibt ja aber vielleicht auch zumindest so fundamentale Dinge, die halt-- Also wenn jetzt 'n Sitz verschlissen ist nach zehn, zwölf Jahren, dann kann man ja rein theoretisch tauschen. Man kann ja sogar den Bezug vielleicht tauschen. Wenn jetzt die Batterie kaputt wär, dann wär doof, ne. Dann fährt, fährt halt nicht mehr. Wenn der E-Call nicht mehr geht, auch schwierig. Also die, für diese fundamentalen Funktionalitäten müsste es ja zumindest so 'ne Zielgröße geben, wie lang hält denn heutzutage 'n Auto? Weil wir wissen, in Deutschland, die Autos, die rumfahren im Feld, sind im Durchschnitt schon elf Jahre alt. Also das ist ja auch was, was der Kunde gelernt hat, äh, dass man heutzutage 'n Auto kaufen kann, was 15 Jahre alt ist und es fährt grundsätzlich mal noch, ne. Also ich muss nicht schieben mit'm Fuß, damit ich vorwärts komm.

01:06:22: ,982 [Andreas Krepp] Ja, genau. Und, äh, ich sag mal, und die Autos, die, die Sie heute kaufen, die w-werden länger halten. Das Thema ist, sie haben dann wieder 'ne neue, äh, Art von der Batterie und wieder 'ne neue Art von Batterie. Und wir haben ja vor 'n paar Jahren noch gedacht, okay, 160.000, äh, 70 Prozent. Das ist besser, weil sie können viele simulieren, aber nicht alles. Deswegen, wir gucken da, gehen da auf Nummer sicher und, und jetzt können wir schon sagen, okay, es ist, es ist deutlich mehr.

01:06:56: ,282 [Luca Leicht] Das ist, das ist total plausibel. Mir geht's bei der Frage, dass ich muss da noch mal drauf rum-rumreiten, tut mir leid. Aber solche Sachen wie Kryptografie oder so was von den Chips, die dann-- Du hast die Infotainment-Geschichten angesprochen, dass die Prozessoren einfach nicht Leistung, dass man an Speicher spart, dass man eben dann auch nicht beliebig viele Updates einsetzen kann, weil irgendwann ist halt auch da finito oder, oder, oder irgendwelche Dinge. Und ihr müsst ja aber sicherstellen können, dass wenn jetzt nicht irgendeine Raketentechnik sich, sich Bahn bricht plötzlich, äh- Dass es nich mit den ganzen Vernetzungssystemen im Auto plötzlich möglich ist, 'n acht Jahre altes Auto

01:07:31: ,582 [Luca Leicht] von, von 'nem Kind quasi hacken zu lassen, weil ihr nich in der Lage seid, den kryptografischen Schlüssel so weit zu beherrschen und, und derlei Dinge. D-das mein ich in dem Absehen, dass es, dass, dass das Grund-- dass nich der TÜV kommt und sagt: „Ah, Golf neun, ah, ah, ab 2035.“ Weil auf gar keinen Fall. Also, dass, dass, dass du, dass du stillgelegt wirst wegen so was. Das wär nämlich meine große Sorge bei der ganzen Nummer.

01:07:55: ,762 [Andreas Krepp] Ja, ja, das [lacht] ... Also, ich sag mal, äh, da sind wir schon [lacht] im Esoterischen unterwegs. Äh-

01:08:02: ,582 [Luca Leicht] Weiß ich nich. Ähm [lacht].

01:08:03: ,302 [Andreas Krepp] Also, ich, ich, ich kenn jetzt noch nicht den Fall, wo ich sag, äh, das, äh, also, es geht in die Richtung. Also, w..., und vielleicht, äh, b-b..., ich sag mal, beschäftigen sich dann unsere IT-Experten mit, mit solchen Themen, das, das durchaus. Also, ich weiß, dass sie sich damit beschäftigen.

01:08:19: ,562 [Luca Leicht] Ja, das ist so wichtig [lacht].

01:08:20: ,242 [Andreas Krepp] Aber das ist, das ist außerhalb von, von, äh, ich sag mal, von meinem Horizont.

01:08:24: ,482 [Luca Leicht] Okay.

01:08:26: ,802 [Gerd Stegmaier] Ähm, ich glaub, ein Ding, äh, was ganz basic ist und so, so 'ne Hardwaregeschichte und was gleichzeitig aber auch immer in, in 'n großes Thema reinspielt. Ähm, wir hatten jetzt grade 'n großen Rückruf, ähm, mit dieser Schraube am Lenkgetriebe.

01:08:42: ,722 [Andreas Krepp] Genau.

01:08:43: ,682 [Gerd Stegmaier] Ähm, einerseits, ähm, wie fährt man-- Also, ich mein, der Rückruf ist ja quasi für die Hardware so was wie das OTA für die Software, aber, ähm, wie fährt man das einerseits? Also, wie kommen Rückrufe beim Kunden an? Mutmaßlich nich so toll. Man könnte ja aber auch sagen, gut, die kümmern sich ja wenigstens und machen was. Ähm, und die zweite Frage ist: Wie, wie konnte es eigentlich

01:09:12: ,122 [Gerd Stegmaier] s-soweit kommen, dass eine blöde Schraube, sag ich jetzt mal, dann zu so 'm millionenfachen Rückruf führt, der ja auch fürs Unternehmen viel Geld kostet? Also, bei all den Prozessen, über die wir jetzt gesprochen haben, wie, wie kann das zustande kommen?

01:09:26: ,562 [Andreas Krepp] Also, das ist, ist tatsächlich interessant. Äh, wir haben das ja ausgewertet, wie, äh, wie die ganze Welle, äh,

01:09:34: ,322 [Andreas Krepp] dann war. Also, es gibt, äh, also, es gab, äh, in den USA einige Meldungen.

01:09:41: ,302 [Andreas Krepp] Ja.

01:09:42: ,362 [Luca Leicht] Also, vielleicht kannst du mal konkretisieren, was es-- Wir haben, wir haben ein Lenkgetriebe, da ist 'ne Schraube, die hat 'n Defekt. Es sind mittlerweile zwei Komma Millionen Autos betroffen.

01:09:50: ,682 [Andreas Krepp] Also, in Summe sind das, äh, über vier Millionen Fahrzeuge. Also, ganze-- Das ist die Schraube.

01:09:54: ,942 [Luca Leicht] Ich war ganz-- Du hast die Schraube dabei.

01:09:56: ,562 [Gerd Stegmaier] Wow.

01:09:57: ,222 [Andreas Krepp] Und ich hab sogar die neue.

01:09:58: ,582 [Luca Leicht] lacht]

01:09:59: ,302 [Andreas Krepp] So, also, das ist die Schraube und, ähm, die, äh, unter bestimmten,

01:10:04: ,602 [Andreas Krepp] äh, Verhältnissen

01:10:06: ,522 [Andreas Krepp] kann sie, äh,

01:10:09: ,822 [Andreas Krepp] äh, rosten, also, der, der Kopf, äh, wegrosten und, und, und, und dann, äh,

01:10:16: ,222 [Andreas Krepp] kann da das Lenkgetriebe, also, äh, drunter leiden. So, das, das ist die Thematik, ne. Und, äh,

01:10:23: ,102 [Andreas Krepp] ähm, wie ist das-- So, das ist die neue. Soll ich die einmal zeigen?

01:10:27: ,042 [Luca Leicht] Ja, mach mal. Die sieht bestimmt tupfengleich aus [lacht].

01:10:30: ,682 [Andreas Krepp] Nee, tatsächlich nicht.

01:10:32: ,102 [Luca Leicht] Es ist dauert noch, weil sie ist eingepackt in einem Beutel. Ahhh, okay.

01:10:36: ,802 [Andreas Krepp] Damit die, die Beschichtung-

01:10:38: ,002 [Luca Leicht] Genau, also, aber dieselbe Schraube in ihrer Grundkonstruk..., äh, -struktur, aber mit 'ner Beschichtung.

01:10:42: ,722 [Andreas Krepp] Ja, ja, anders beschichtet, genau. Anders beschichtet und das ist wirklich nur die eine Schraube rechts, die li..., mit linken passiert nix. Also, man sieht schon, das ist 'n verdammt kompliziertes Ding, das Auto.

01:10:52: ,222 [Gerd Stegmaier] Das ist 'n sehr spezieller Fall.

01:10:53: ,062 [Andreas Krepp] Und wir haben, äh, wir fahren ja die Autos auch, äh, in Winterfahrten, in, in Sommerfahrten und so was. Und wir fischen halt 99 Prozent der Sachen raus und, und, und so was. Kann dann passieren, dass nach x Jahren, ne, sind ja Fahrzeuge, die teilweise, ne, über zehn Jahre alt sind, wo, wo so was passieren kann. Und das ist auch, äh, es ist 'ne Thematik, äh, das war, also, in den USA mit, äh, NHTSA, also, gab's, äh, das ist ja die KBA von den USA.

01:11:22: ,202 [Luca Leicht] Ja.

01:11:22: ,182 [Andreas Krepp] Ähm, gab's M-Meldungen und das ist, ist nich so in der Presse gewesen. In China sehr interessant, auch positive Meldungen. Äh, deutsche, äh, deutsche Firma, ne, äh, Verantwortung,

01:11:38: ,402 [Andreas Krepp] ne, auch für die Autos, die schon seit zehn Jahren, ne, unterwegs sind, Verantwortung. Also, hab ich gelesen, wow, hab ich gesagt. Mensch, wär doch was, ne, weil das ist ja das, was, was uns tatsächlich treibt, dass wir sagen: „Hier, du hast verkauft und nicht, also, äh, und, und weg“, sondern: „Hey, da kann was passieren, ne. Und, und lass uns, lass uns, äh, lass uns, äh, dem Thema noch mal nachgehen. Lass uns alle Autos anfassen.“ Also, es gab noch keinen Unfall, ne, damit, ne.

01:12:07: ,622 [Luca Leicht] Mhm.

01:12:08: ,582 [Gerd Stegmaier] Mhm.

01:12:08: ,802 [Andreas Krepp] Und, äh, also, keine Personenschäden oder sonst was. Das heißt, und wir fassen alle über vier Millionen Fahrzeuge.

01:12:17: ,162 [Luca Leicht] Vier Millionen sind's mittlerweile? Okay, ich bin bestimmt noch-

01:12:19: ,762 [Andreas Krepp] Über alle, äh, über, über alle Marken. Also, es gibt ja VW-

01:12:22: ,962 [Luca Leicht] Ich, ich war noch bei 2,1, die da stand, aber-

01:12:25: ,062 [Andreas Krepp] Es geht immer VW-Marke, VW Group und, und so weiter und so fort. Beides stimmt. So, und, äh, ähm,

01:12:33: ,322 [Andreas Krepp] und, äh, ich sag mal, ähm,

01:12:36: ,602 [Andreas Krepp] und das ist, äh, und das ist die Thematik, äh, ne, wie das aufgeführt und dann hier gab's wow, boom und, ne.

01:12:43: ,902 [Luca Leicht] Nee, ich mein, ich, ich persönlich finde, das ist ja auch 'ne vertrauensbildende Maßnahme. Also, das, äh, ich bin, bin-

01:12:46: ,502 [Andreas Krepp] Also, für mich gab's keine Frage. Sofort, sofort machen. Finden Sie natürlich auch kein, äh, kein Lieferant, der, den man anrufen kann und sagen: „Hey, ich brauch, äh,

01:12:57: ,062 [Andreas Krepp] vier Millionen Schrauben. Hast du nicht was? Und übrigens, äh, die gibt's noch gar nicht. Äh, morgen geht, ne, übermorgen geht auch noch. Äh, die gibt's noch gar nicht, weil hier ist die Spezifikation.“ Weil die Schraube, die gibt's. Die andere gibt's nich. Also, mittlerweile gibt's die. Ne, das ist, das Thema, es, das Thema ist gelöst, ne, weltweit.

01:13:17: ,502 [Luca Leicht] Mhm.

01:13:18: ,922 [Andreas Krepp] Das heißt, auch, auch das, äh, zeichnet einen etablierten, äh,

01:13:25: ,342 [Andreas Krepp] OEM aus.

01:13:28: ,638 [Luca Leicht] Total.

01:13:28: ,818 [Andreas Krepp] So, und, und, und, und dann sind sie in Timbuktu und dann zack, hier ist die Schraube.

01:13:33: ,658 [Gerd Stegmaier] Mhm.

01:13:33: ,158 [Luca Leicht] Kann, kann, kannst du quantifizieren, was euch, ähm, diese vertrauensbildende Maßnahme jetzt ungefähr kostet?

01:13:40: ,058 [Luca Leicht] Also wie viel ist euch-

01:13:41: ,058 [Andreas Krepp] Es ist nicht günstig.

01:13:43: ,358 [Andreas Krepp] Es ist nicht günstig, aber es ist für mich, für mich.

01:13:46: ,858 [Luca Leicht] Mhm.

01:13:46: ,338 [Andreas Krepp] Ich darf das-- Eigentlich will ich das gar nicht wissen, weil's für mich gar keine Alternative gibt. Weil wenn ich mit der Zahl schwanger gehe, das, das ist nicht gut.

01:13:55: ,198 [Luca Leicht] Dann, dann, dann fürchtest du um das Urlaubsgeld deiner Kollegen.

01:13:58: ,198 [Andreas Krepp] Ich bin, äh, das, meine Aufgabe ist es, dass wenn du ein Auto hast, das damit betroffen ist, dass du das ohne Rücksicht auf irgendwas zu teuer, zu, zu billig, äh,

01:14:12: ,718 [Andreas Krepp] weil die Schraube muss genau die richtige Schraube sein.

01:14:17: ,058 [Andreas Krepp] Egal, was sie kostet.

01:14:18: ,878 [Luca Leicht] Du kannst sie ja auch nicht zweimal machen. Es gibt, es gibt ja-

01:14:19: ,018 [Andreas Krepp] Genau. Das, das wär das Schlimmste, ne? Du machst-- Und deswegen dauert das ja auch teilweise, weil ja die, äh, äh, die, die Frage immer wieder, weiß nicht, willst du wissen, zack, einmal, einmal mit, einmal ohne. Die Frage dann immer, immer kommt: „Ja, Mensch, wieso dauert's?"

01:14:36: ,578 [Andreas Krepp] Ich will einen Pitch machen. Ich will einen Pitch machen. Äh, das, also noch einmal vier Millionen Fahrzeuge wird kritisch, ne?

01:14:43: ,198 [Luca Leicht] Versteh, versteh ich.

01:14:44: ,018 [Andreas Krepp] Noch mal anzufassen. Und, und, äh, ich finde, das ist auch, äh, auch für meine, äh, die ganzen Entwickler und, und die ganze Firma, ich sag, dass man so-

01:14:56: ,778 [Luca Leicht] Aber, aber, aber gehst du dann damit zu Olli Blume und sagst: „Guck mal, wir machen jetzt schwarzen Lack drauf und das kostet uns jetzt, ich weiß nicht, aber witzig viele Nullen hinter, hinter irgend 'ner Zahl"?

01:15:03: ,798 [Andreas Krepp] Das entscheidet er gar nicht. Das, das entscheiden wir.

01:15:06: ,318 [Luca Leicht] Okay.

01:15:07: ,478 [Andreas Krepp] Äh, entscheiden wir. Und, und, und, und dann,

01:15:11: ,058 [Andreas Krepp] also es gibt 'n Prozess. Also das darf er gar nicht entscheiden.

01:15:15: ,798 [Luca Leicht] Das find ich sehr gut. Irgendwie, irgendwie, äh, find ich das gut und das rührt mich auch 'n bisschen, dass, dass, dass keine Finanzentscheidung sein darf, oder?

01:15:21: ,478 [Andreas Krepp] Ja, das ist, ist ja auch wichtig. Das ist auch wichtig.

01:15:24: ,278 [Luca Leicht] Ja, voll. Mega gut. Mega gut.

01:15:25: ,458 [Andreas Krepp] Dass solche und, und das haben, das stand ja oft in, in, in, grade in chinesischen Medien, so, äh, auch so im Hinblick: „Guck mal, was, äh, 'ne, 'ne deutsche Firma da macht", und so weiter und so fort. Äh, also ich, ich, ich find das auch, also ich rühm mich jetzt nicht damit, dass das war 'n Bock geschossen haben oder so, aber, ähm,

01:15:45: ,018 [Andreas Krepp] wie man aus der Sache herauskommt, wie lernfähig. Es ist ja, ne, wir, wir haben ja Themen, ne? Dass die Autos sind kompliziert. Dadurch, das ist ja die Kehrseite der Medaille, wenn man sagen: „Mensch, äh, wir wollen auf erprobte, äh, Systeme zurückgreifen, auf, auf, äh, auf Plattformen und so weiter. Scaling, Scale Effect, Scale Effect, äh, ich meine-

01:16:09: ,338 [Luca Leicht] Das skaliert halt auch.

01:16:10: ,478 [Andreas Krepp] Genau, genau. Es skaliert dann das Negative. Nicht nur das Positive.

01:16:14: ,858 [Luca Leicht] Ja.

01:16:15: ,478 [Andreas Krepp] Aber ich find, ich find's gut und, äh, hat mir auch, äh, einige schlaflose Nächte bereitet, äh, mir bereitet. Äh, ich find, äh, die, die Leute haben 'n guten Job gemacht, um, um das Thema zu managen.

01:16:27: ,738 [Gerd Stegmaier] Mhm. Nur noch mal ganz kurz zurück, äh, weil du gesagt hast, wir haben Bock geschossen. Worauf führst du das zurück, dass das passiert ist? Ist das wirklich auch so'n statistisches Thema, wie wir's ähnlich bei der Software besprochen haben?

01:16:41: ,458 [Andreas Krepp] Wir gucken natürlich, wie da dazu kommen konnte, ne? Wir haben alles geprüft. Wir haben alles geprüft.

01:16:47: ,318 [Luca Leicht] Wahrscheinlich alles siebenmal.

01:16:48: ,098 [Andreas Krepp] Genau, mindestens, ne? So wie man halt kennt, ne? 120 Prozent und, und zweimal Winter, zweimal Sommer und hier und da. Und wir, wir haben ja rausgefunden, deswegen haben wir, haben wir ja die zum-- am Anfang nicht verstanden, wie kann so was passieren? Wir haben doch wirklich alles und, und wir selber sind ja alle Autos gefahren. Wie kann da-- Und dann gab's 'n Incident, mhm.

01:17:11: ,458 [Luca Leicht] Und was ist jetzt der Grund? Also wieso, wieso kriegt die was ab? Und warum auch nur die eine Seite und die andere nicht?

01:17:16: ,978 [Andreas Krepp] Ja, das ist, äh, es ist 'ne, ich sag mal, technische Auslegung, dass da, äh, 'n Film bilden kann,

01:17:23: ,758 [Andreas Krepp] also 'ne Flüssigkeit. Bei, auf der anderen Seite ist es, dass, äh, kann sich das, ne? Aber, aber auf, auf, auf, auf, auf der Seite ist da, ich sag mal, durch die technische Auslegung kann da, äh, sich 'n Film bilden. Und bei bestimmte, äh, ich sag mal, Stra..., also nicht Straßenverhältnissen, sondern in bestimmten Regionen gibt's ja un-unterschiedliche Arten, wie gestreut wird und so weiter. Und das ist auch nur 'ne bestimmte Streuart.

01:17:51: ,778 [Luca Leicht] Okay.

01:17:51: ,738 [Andreas Krepp] Äh, also es sind viele Themen, die zusammenkommen müssen, dass das über Jahre passiert.

01:17:59: ,238 [Luca Leicht] Mhm.

01:18:00: ,618 [Andreas Krepp] Deswegen ist das ja, ne, so gut wie,

01:18:03: ,618 [Andreas Krepp] also sehr selten passiert, so gut wie noch nie passiert. Und, und, äh, und jetzt haben wir wieder gelernt, okay, das wird, das jetzt auch noch abgeprüft.

01:18:11: ,138 [Luca Leicht] Das heißt, ihr fahrt jetzt auch einen Winter dort, wo so gestreut wird.

01:18:16: ,538 [Luca Leicht] Okay.

01:18:17: ,738 [Gerd Stegmaier] Schön.

01:18:17: ,778 [Andreas Krepp] Und das, das ist, wo, wo, wo man dann sagt: „Hey, aber auch das", weil, weil sie nicht ausschließen können, dass das Auto mal 'n paar Jahre hier und da gefahren worden ist noch. Wir machen jetzt alle und fertig.

01:18:30: ,018 [Luca Leicht] Pff. Klingt irgendwie aufwendig. Ähm.

01:18:34: ,478 [Andreas Krepp] Ja, aber du musst konsequent sein.

01:18:36: ,038 [Luca Leicht] Total.

01:18:37: ,258 [Andreas Krepp] Du kannst ja nicht Geschichten erzählen und, und, und hinterher sagen: „Ja gut, jedes zweite Auto bitte. Wird schon passen." Ja, statistisch, statistisch, äh, wahrscheinlich, ne, okay, aber, aber hier geht's um Sicherheit, ne? Leben und Tod.

01:18:51: ,578 [Andreas Krepp] Lenkung ist wichtig.

01:18:53: ,798 [Luca Leicht] Hast du noch was, Gerd? Ich, ich hab noch ganz viele Fragen zum Thema Haltbarkeit und so, aber ich glaub, wir, wir kriegen das zeitlich nicht mehr unter.

01:18:58: ,598 [Gerd Stegmaier] Ich fürchte auch, ja. Aber ich fand ja jetzt das auch 'n schönen-

01:19:02: ,318 [Luca Leicht] So ein, ein helles-

01:19:03: ,058 [Gerd Stegmaier] ... Schlussakkord sozusagen.

01:19:05: ,318 [Luca Leicht] Ja, absolut. Ähm, aber ganz zum Schluss sind wir noch nicht. Ganz am Ende von jedem Podcast gibt's noch ein kurzes Spiel mit A-und-B-Fragen, dem du dich auch nicht entziehen darfst. Ähm, du darfst dich aber für das eine oder das andere entscheiden, was dir mehr zusagt. Wenn's 'ne nette Begründung dafür gibt, lass sie uns gerne wissen. Bist du als Mensch mehr der Typ Streamingdienst oder CD und Schallplatte?

01:19:24: ,398 [Andreas Krepp] Ah.

01:19:25: ,018 [Luca Leicht] Also Streaming, okay. Ferrari oder Tesla? Und nein, du kannst nicht VW sagen, du kannst auch nicht Audi sagen. Ferrari oder Tesla?

01:19:32: ,818 [Andreas Krepp] Tesla.

01:19:33: ,998 [Luca Leicht] Okay. Apple oder Google?

01:19:36: ,246 [Andreas Krepp] Jap.

01:19:37: ,206 [Luca Leicht] Loft in der Stadt oder altes Bauernhaus auf dem Land?

01:19:40: ,266 [Andreas Krepp] Stadt.

01:19:41: ,146 [Luca Leicht] Hätte mich bei deiner Historie auch, äh, gewundert. Auto oder Fahrrad?

01:19:46: ,006 [Andreas Krepp] Auto.

01:19:47: ,866 [Luca Leicht] Im Auto vorne oder hinten?

01:19:49: ,186 [Andreas Krepp] Vorne.

01:19:50: ,586 [Luca Leicht] Fahrer oder Beifahrer?

01:19:52: ,406 [Andreas Krepp] Fahrer.

01:19:53: ,186 [Luca Leicht] Bist du 'n guter Fahrer?

01:19:55: ,806 [Andreas Krepp] A oder B? Ja oder nein?

01:19:56: ,746 [Luca Leicht] Ja, ja oder nein, ja?

01:19:57: ,826 [Andreas Krepp] Was ist, wie, wie, wie man gut-

01:19:58: ,866 [Luca Leicht] Bist du ein guter Fahrer, ja?

01:20:00: ,466 [Andreas Krepp] Wie, wie wird Güte gemessen?

01:20:02: ,606 [Luca Leicht] Das ist die gute Frage.

01:20:03: ,886 [Gerd Stegmaier] Du musst den Kunden fragen.

01:20:05: ,326 [Andreas Krepp] Genau.

01:20:05: ,266 [Gerd Stegmaier] Das wär 'n Beifahrer.

01:20:06: ,846 [Andreas Krepp] Man müsste ja meine Frau fragen und die Antwort hätt ich fast schon. [lacht]

01:20:10: ,306 [Luca Leicht] Wa-was sagt denn deine Frau dazu?

01:20:13: ,766 [Andreas Krepp] Ja, äh,

01:20:15: ,306 [Andreas Krepp] mal so, mal so.

01:20:16: ,826 [Luca Leicht] lacht] Ich glaub, können wir an der Stelle so stehen lassen.

01:20:18: ,186 [Andreas Krepp] Genau.

01:20:20: ,446 [Andreas Krepp] lacht]

01:20:20: ,266 [Luca Leicht] Wir wollen, wir wollen ja jetzt hier nix auslösen. Ähm, in Sachen Datenschutz und AGBs, bist du mehr der Typ Aluhut oder Accept All?

01:20:27: ,706 [Andreas Krepp] Äh,

01:20:29: ,226 [Andreas Krepp] hab ich jetzt nicht ganz, äh-

01:20:30: ,266 [Luca Leicht] Klickst du das einfach nur weg, wenn du solche Cookie-Meldungen und, und Datenschutzvereinbarung und so liest? Oder liest du die durch und denkst darüber nach?

01:20:39: ,965 [Andreas Krepp] Nee, ich klick sie weg.

01:20:40: ,466 [Luca Leicht] Okay. Ähm, m-macht dich mit sehr vielen Menschen, glaub ich, gemein. Äh, bist du in Sachen Wunscheradrenalinpegel mehr der Typ Motorradfahrer oder lieber Fliegenfischen?

01:20:49: ,326 [Andreas Krepp] Motorrad.

01:20:51: ,426 [Luca Leicht] Star Wars oder Star Trek?

01:20:53: ,166 [Andreas Krepp] Star Wars.

01:20:54: ,666 [Luca Leicht] Kaffee oder Tee?

01:20:57: ,526 [Andreas Krepp] Kaffee.

01:20:58: ,966 [Luca Leicht] Steak oder Falafel?

01:21:00: ,386 [Andreas Krepp] Steak.

01:21:00: ,086 [Luca Leicht] Und Nachteule oder Lerche?

01:21:02: ,366 [Andreas Krepp] Lerche.

01:21:04: ,746 [Luca Leicht] Okay, also ganz Autoindustrie. Ähm, Andreas, vielen, vielen, vielen Dank. Ähm, ich hab viel zum Thema Qualität gelernt. Ich bin dankbar, dass ihr solche Dinge tut, wie diese Schrauben austauschen, damit niemand irgendwie dahin abbiegt, wo er nicht abbiegen will. Ähm, das ist sehr, sehr ungesund. Ähm, danke, dass du gekommen bist und dir die Zeit genommen hast, uns mal 'n bisschen in die Qualitätswelt mit, äh, eintauchen zu lassen. An euch da draußen natürlich auch vielen Dank, dass ihr dabei wart, zugeschaut habt, zugehört habt. Äh, wenn ihr noch Fragen habt, schreibt ihr uns gerne an podcast@move-magazin.de. Hinterlasst gern Kommentare, teilen, liken, abonnieren, Glocke bei YouTube und Co. Ihr wisst, wie's funktioniert. Ihr tut, was ihr tun müsst. Ähm, vielen Dank, Gerd. Vielen Dank, Andreas.

01:21:41: ,766 [Andreas Krepp] Danke schön.

01:21:42: ,985 [Luca Leicht] Tschüss, bis zum nächsten Mal.

01:21:43: ,585 [Gerd Stegmaier] Danke.

01:21:44: ,206 [Speaker 4] Outro spielt]