Polestar-Verbot: Das Ende des globalen Autos?
Polestar darf nach aktuellem Stand ab dem Modelljahr 2027 keine neuen vernetzten Fahrzeuge mehr in den USA verkaufen. Die Marke hat keine Genehmigung nach der amerikanischen Connected Vehicle Rule erhalten. Doch ist Polestar nur ein Einzelfall – oder beginnt damit eine neue Teilung der globalen Autoindustrie?
Darüber sprechen Luca Leicht und Patrick Lang mit Jörg Wuttke. Er hat rund 35 Jahre in China gearbeitet, war unter anderem Chefvertreter von BASF und langjähriger Präsident der Europäischen Handelskammer in China. Heute berät er Unternehmen aus Washington bei geopolitischen und wirtschaftlichen Konflikten zwischen China, den USA und Europa.
Wuttke erklärt, warum Washington chinesische Technologie nicht nur durch die Wirtschafts-, sondern vor allem durch die Sicherheitsbrille betrachtet. Es geht um Daten, Software, Kameras, Sensoren und die Frage, wer ein vernetztes Fahrzeug im Ernstfall tatsächlich kontrollieren kann.
Das Gespräch führt vom Fall Polestar über Huawei, Tesla und die Überkapazitäten der chinesischen Autoindustrie bis zu Volkswagen, BMW und Mercedes. Warum verlagern deutsche Hersteller immer mehr Entwicklung nach China? Wann werden chinesische Eigentümer und Bauteile zum Risiko für den US-Marktzugang? Und müsste Europa seine Industrie stärker schützen?
Außerdem geht es um seltene Erden, kritische Abhängigkeiten, Europas fehlende Risikobereitschaft und Wuttkes Forderung nach einem europäischen „Sputnik-Moment“.
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